Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im Finanzbereich

Die Website “Let’s talk Payments” hat eine Aufstellung erstellt mit potentiellen Anwendungsgebieten der künstlichen Intelligenz im Finance. Wie bereits in diesem Beitrag erwähnt gilt es zu differenzieren zwischen künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Im Artikel erwähnt sind hierbei Anwendungen im Gebiet des Risk Profiling, Datenextraktion & -aufbereitung sowie Betrugserkennung.

Ich denke es gibt noch weitere Anwendungsgebiete, aber die vorgestellten machen für mich viel Sinn und dürften in den nächsten Monaten und Jahren auch bei vielen Firmen umgesetzt werden.

Quelle: Applications of Machine Learning in FinTech | Let’s Talk Payments

What Kind of Thinker Are You?

Im Harvard Business Review Magazin gibt es einen interessanten und sehr empfehlenswerten Artikel über verschiedene Arten von Mitarbeitertypen und deren Denkrollen und wie sie agieren. So gibt es Mitarbeiter welche eher das sogenannte “Big Picture” im Fokus haben, und andere welche sich eher mit Details abgeben. Ebenso gibt es auch Unterschiede wie diese agieren. So gibt es Personen welche eher abstrakt und in Ideen unterwegs sind, andere welche “Macher” sind und wiederum diejenigen welche andere befähigen.

Wenn man diese Perspektiven übereinander legt, so gibt es acht verschiedene Muster. Natürlich kann man dies nicht schwarz/weiss betrachten. Diese verschiedenen Arten von Denkstilen haben so natürlich auch einen wesentlichen Einfluss auf Innovation und den Umgang mit dieser. Der Artikel geht auch auf diesen Umstand kurz ein.

Quelle: What Kind of Thinker Are You?

Heiraten mit der Blockchain

Die Swisscom hat in einem Artikel zehn Beispiele aus Gegenwart und naher Zukunft für die Anwendung der Blockchain aufgezeigt.

https://www.swisscom.ch/de/business/enterprise/themen/banking/ban-2017-001.html

Wichtig ist, dass ein Teil der erwähnten Anwendungen bereits im produktiven Einsatz sind. Auch immer ein Thema ist, dass viele die Blockchain mit Bitcoin gleichsetzen – was natürlich kein Sinn macht.

Science-Fiction in der Finanzwelt?

Wird der Bankberater der Zukunft eine Maschine sein? Dirk Elsner ist in der deutschen DZ Bank verantwortlich für die Innovation und Digitalisierung und kommentiert im Magazin “Capital” das Thema künstliche Intelligenz und Banken.

Ich finde den Kommentar sehr gut. Die Bezeichnung künstliche Intelligenz geht völlig in die falsche Richtung. Bis wir eine richtige künstliche Intelligenz haben werden – respektive es ist sogar fraglich ob das jemals möglich sein wird – wird es noch eine Weile dauern. Was jedoch aktuell unter dem Thema “maschinelles Lernen” schon alles möglich ist und in naher Zukunft möglich sein wird, ist erstaunlich und wird unterschätzt. In diesem Zusammenhang nimmt vor allem das Thema Big Data eine wichtige Rolle ein. Mit vielen Daten kann man Maschinen trainieren und dadurch bessere Entscheidungen, Simulationen etc. erhalten. Dirk Elsner beschreibt im Kommentar auch mögliche Anwendungsgebiete dieser neuen Technologien.

Quelle: SCIENCE-FICTION IN DER FINANZWELT?

 

Blockchain: A Better Way to Track Pork Chops, Bonds, Bad Peanut Butter? – The New York Times

Das die Blockchain eine Technologie ist, welche die Finanzwelt in Kürze ziemlich durchschütteln könnte ist nichts Neues und wurde in diesem Blog schon mehrmals thematisiert (siehe auch alle Einträge der Kategorie “Blockchain & Cryptocurrencies“).

Die Blockchain kann aber auch für viele andere Anwendungsgebiete genutzt werden. Kurz zusammengefasst überall dort wo es heute eine zentrale Verwaltung braucht welche “Vertrauen” herstellt. Im Artikel der New York Times wird aufgezeigt was IBM hierbei für Pläne hat um beispielsweise im Schiffsverkehr das Tracking von Container effizienter zu gestalten oder auch die Schweinefleischverarbeitung in China sicherer zu machen.

Walmart is testing real-world uses for the arcane technology behind the cryptocurrency Bitcoin, but significant challenges remain.

Quelle: Blockchain: A Better Way to Track Pork Chops, Bonds, Bad Peanut Butter? – The New York Times

The Golem Project Aims To Decentralize The Internet And Computing

Das Projekt “Golem” finde ich sehr spannend. Die Idee dahinter ist eine Art dezentraler Supercomputer auf Basis der Blockchain respektive Ethereum. So wird es keine zentralen Server oder ähnliches geben, sonder alle Teilnehmer welche die Golem-Applikation installiert haben, steuern Rechenleistung dem Supercomputer bei (und werden dafür bei Nutzung von anderen auch entschädigt). Solche “Grid-Computing” Lösungen gibt es heute schon, jedoch sind diese in der Regel von einem Hersteller und in einem in sich geschlossenen System. Bin gespannt ob sich diese Lösung durchsetzen kann. Die Entwickler von Golem gehen hier auch realistisch von mehreren Jahren aus.

The vision of Golem Project developers is to establish a true peer-to-peer network, which is created and supported by all computers running the Golem App.

Quelle: The Golem Project Aims To Decentralize The Internet And Computing

YouTube wird zum TV-Anbieter

YouTube wird in den USA zum TV Anbieter. So kann man für 35 USD die wichtigsten TV-Sender abonnieren (CBS, NBC, ABC, Fox etc.) sowie Sportsender (ESPN) und hat gleichzeitig auch einen online Videorekorder mit unbeschränkter Aufnahmekapazität (!). Das kommt einem mittleren Erdbeben gleich in der Medienindustrie der Staaten und könnte einen Paradigmawechsel einläuten.

Quelle: YouTube Is The First Digital Platform To Take On Live TV | Forrester Blogs

IFZ FinTech-Studie: Die Schweiz hat das Potenzial zum globalen FinTech-Zentrum

Das IFZ Zug hat zum zweiten Mal eine Studie zu den verschiedenen Fintech-Märkten durchgeführt. Erstaunlicherweise ist die Schweiz mit Zürich und Genf auf den Plätzen 2+3. Dies überrascht mich doch stark und hängt natürlich auch stark von der Gewichtigung der Faktoren ab. Vor allem die Rahmenbedingungen wie politische Stabilität, Effizienz der Behörden aber auch Anzahl der Studienabgänger wurden genannt. Spannend finde ich, dass London nur auf Platz 8 ist – gilt es doch bis anhin als DER Fintech-Hub in Europa – sogar Amsterdam ist weiter vorne.

Ebenfalls wird die Rolle der Fintechs kurz beleuchtet. So kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Fintechs nicht eine Konkurrenz der Banken sind, sondern sich immer mehr als Lieferanten von Banken sehen. Diese Erkenntnis ist jetzt nicht bahnbrechend.

Quelle: IFZ FinTech-Studie: Die Schweiz hat das Potenzial zum globalen FinTech-Zentrum

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