Geräusche als Passwortersatz

Passwörter sind eine mühsame Sache und vergessen tut man diese auch regelmässig. Ein Startup Spin-off der ETH Zürich namens „Futurae hat eine spannende Technologie erfunden mit welcher potentiell irgendwann Passwörter der Vergangenheit angehören und durch Geräusche (ja, Geräusche!) ersetzt werden können.

Stellen wir uns das Szenario eines E-Banking Loginverfahren vor. Im Normalfall muss ich Benutzername & Passwort eingeben und in einem zweiten Schritt ein weiteres Sicherheitsmerkmal (SMS, Phototan oder so). Mit der Technologie von Futurae kann beides wegfallen. Grundidee dahinter ist, dass der Desktop-Computer wie auch ein zweites Gerät – in der Regel Mobilephone – die Umgebungsgeräusche aufnehmen und die beiden Tonspuren danach vergleicht. Falls dieser Vergleich ungenügend ist weil beispielsweise totale Stille ist, so kann der Desktop-Computer über Ultraschall für „Geräusche“ sorgen welche danach das Mobile aufnehmen kann.

Quelle: Wired Magazin Deutschland – Geräusche machen das Log-In sicherer

Informatiktage Zürich

Die digitale Transformation ist in aller Munde und keine Firma welche sich nicht damit befasst. Aber was bedeutet überhaupt digital? Wer versteht effektiv was in einem digitalen Device abläuft? Wohl die wenigsten.

Die Informatik-Tage bieten hier Anschauungsuntericht. An zwei Tagen führen Unternehmen aus dem digitalen Sektor sowie Organisationen und Forschungsanstalten spannende Veranstaltungen durch (Workshops, Rundgänge, Vorführungen. Dies nicht nur für Erwachsene sondern auch Kinder.

Informatiktage Zürich

Die Informatiktage gehen in die nächste Runde: am 16. und 17. Juni 2017 öffnen Unternehmen, Organisationen und Bildungsinstitutionen im Grossraum Zürich erneut ihre Türen und machen die vielseitige Welt der Informatik für alle zugänglich und erlebbar.

Ich finde die Idee dahinter sehr gut und werde garantiert auch die eine oder anderen Veranstaltung besuchen (mein persönlicher Favorit ist hier die ETH Zürich, haben immer wieder unabhängig von diesen zwei Tagen gute Veranstaltungen fürs breite Publikum wo man sich aktuelle Forschungen zeigen lassen kann.

Just Miles – Motorfahrzeugversicherung mal anders

Durch die Digitalisierung werden ganz neue Geschäftsmodelle möglich welche bis anhin überhaupt nicht machbar waren.

So hat das InsurTech-Startup „Just Miles“ aus Grossbritannien das Geschäftsmodell, dass nach gefahrener Strecke versichert wird.

Neben einer monatlichen Grundgebühr kommt ein flexibler Betrag hinzu welcher sich ableitet von der exakt gefahrenen Kilometeranzahl. Gemessen wird dies indem im Auto ein kostenloser Tracker angebracht wird.

Ich finde den Ansatz sehr interessant dass unter Zuhilfenahme von neuen – digitalen – Mitteln, neue und in der Regel auch individuellere Angebote geschnürt werden.

 

Quelle: Just Miles – Car insurance you pay by the mile

23 Dinge welche ein intelligenter Computer besser/schneller/günstiger kann als ein Mensch

Seth Godin dürfte dem einen oder anderen ein Begriff sein, hat er doch diverse bekannte Bücher zu Marketing- und Internetthemen geschrieben.

In seinem Blog hat er eine simple Zusammenstellung gemacht mit Tätigkeiten welche wohl in naher Zukunft (teilweise schon heute) durch intelligente Computer (=Computer mit künstlicher Intelligenz :-)…) übernommen werden können. So nennt er Tätigkeiten wie

  • Wettervorhersage
  • Bewässerung von Pflanzen
  • Röntgenbilder analysieren
  • Flüge buchen

Seth’s Blog: 23 things artificially intelligent computers can do better/faster/cheaper than you can

Ich finde die Zusammenstellung sehr treffend. Es wird nicht so sein, dass in Zukunft alle Jobs durch Roboter und künstliche Intelligenz übernommen werden (können). Jedoch gibt es Tätigkeiten welche sich sehr gut eignen und aus Automatisierungssicht auch keine Herausforderung mehr darstellen. Oft wird die Qualität durch eine Automatisierung auch höher.

Karte zeigt Metropolen der Zukunft

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky hat im Rahmen ihres 20 Jahresjubiläum eine interaktive Karte veröffentlicht welche einen Blick auf die Zukunft der Städte zeigen soll.

Eine Gruppe von „Futorologen“ und Experten beleuchten dabei verschiedene Szenarien und Vorhersagen. Das Ganze kommt in einer sehr interaktiven und lebendigen Art und Weise daher. Sollte man sich unbedingt mal ansehen (alleine nur schon wegen der Aufbereitung!). Man hat auch die Möglichkeit sich selber zu beteiligen und mittels Voting mitzumachen ob man die Vorhersage teilt.

Via: Karte zeigt Metropolen der Zukunft

Link: https://2050.earth/

25 spannende Start-ups aus der Sicht von CNBC

Datei:CNBC logo.svg

CNBC hat eine List von spannenden und aufstrebenden jungen Start-ups zusammengestellt.

The inaugural CNBC Upstart 25: Promising young start-ups

Es hat darunter ein paar interessante Unternehmungen.

  • Ellevest. Ein Roboadvisor speziell zugeschnitten auf Frauen und deren Bedürfnisse. Das interessante ist nicht der Roboadvise-Teil, sondern mehr wie stark hier eine Emotionalisierung und Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe gemacht wird. Die Website kommt auch entsprechend daher.
  • PymetricsMittels eines Spiels wird eine neurowissenschaftliche Bewertung von Bewerbern durchgeführt. Dies gemixed mit Big Data Ansätzen ermöglicht nun geeignete Kandidaten für Unternehmen und deren Stellen zu finden. Pymetrics verspricht (Eigenaussage) 20-50 % weniger „Schwundquote“.
  • DronedeployIst eine Softwareplattform welche es ermöglicht mit handelsüblichen Drohnen ein „3d Luftbildmapping“ vorzunehmen. Damit können Bauern beispielsweise ihre Felder oder Baufirmen Baustellen besser überwachen.
  • fire.glass. Ist eine Softwarelösung welches es ermöglicht sicherheitskritische Anwendung in einem speziellen Modus zu betreiben mit welchem die üblichen Hackermethoden nicht funktionieren.
  • InHerSight. Das Angebot von InHerSight ist an sich nichts Neues: es ermöglicht die Bewertung von Arbeitgebern. Interessant hingegen ist die Zielgruppenadressierung (ähnlich wie bei Ellevest). So stehen Frauen und deren Bedürfnisse im Zentrum (flexible Arbeitszeiten, Schwangerschaftsauszeit, Krippenunterstützung etc.). Die Fokussierung auf eine spezielle Zielgruppe bringt in der digitalen Welt eine Möglichkeit sich zu differenzieren.
  • Scalable Capital. Ebenfalls auf der Liste ist der deutsche Roboadvisor. Hervorgehoben wird ein spezielles Risikomodell welches genutzt wird im Rahmen der Asset Allocation. Laut Eigenangaben wachsen die Assets under Management 7.5 Mio $ pro Woche.

 

 

Was ist die digitale Transformation?

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Ulrich Spiesshofer (CEO von ABB) hat in einem NZZ Gastkommentar das Thema digitale Transformation sehr prägnant auf den Punkt gebracht.

Artikel: Was einen CEO um den Schlaf bringt (Printausgabe vom 07.04.2017)

Insbesondere das Zitat von McKinsey trifft den Nagel auf den Kopf.

«Das Digitale ist nicht irgendein Ding – es ist eine neue Art, Dinge zu tun. Viele Unternehmen bemühen sich um die Entwicklung einer digitalen Strategie. Stattdessen sollten sie sich vielmehr bemühen, das Digitale in alle Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit zu integrieren – von Vertriebskanälen, Prozessen und Daten bis zu Geschäftsmodellen, Incentives und zur Unternehmenskultur. …»

 

Die Selbstbestätigungs-Falle

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In letzter Zeit ist vermehrt von der sagenumwobenen „Filterblase“ die Rede in welcher wir uns im digitalen Alltag bewegen. Doch was steckt dahinter?

Einerseits kann man sich das sehr lesenswerte Buch von Eli Pariser zu Gemüte führen. Anderseits hat das Online Magazin des ORF „Futurezone“ und dessen Autor Florian Aigner einen kurzen und prägnanten Artikel über das Thema verfasst. Darin wird eine Studie eines englischen Psychologen vor über fünfzig Jahren (!) referenziert.

Ich finde den Artikel äussert lesenswert und empfehlen ihn allen (Lesezeit 5 Minuten)

 

Was haben die Zahlen 2-4-6 mit unserer politischen Einstellung zu tun? Ein psychologisches Experiment zeigt, wieso wir so oft an dummen Ideen festhalten.

Quelle: Die Selbstbestätigungs-Falle – futurezone.at (4 Minuten geschätzte Lesezeit)

70 Facebook Likes = Umfassendes Persönlichkeitsprofil

Man kann es sich kaum vorstellen – ist aber wissenschaftlich unterlegt (und das schon seit 2012). Anhand von 70 Facebook Likes kann ein Algorithmus ein umfassendes Persönlichkeitsprofils eines Menschen anlegen welches genauere Zukunftseinschätzungen machen kann als Freunde. Das geht soweit dass ab 150 Likes eine bessere Einschätzung als die der Eltern und bei 300 Likes als der Partner gemacht werden kann.

Es braucht kein Big Data Studium zum Erahnen was alles damit machbar ist. In Fachkreisen redet man hier von „Microtargeting“.

Wer es selber mal ausprobieren will kann auf die Seite der Cambridge University gehen und kann es dort anhand seines eigenen Profils ausprobieren. Voraussetzung sind aber mindestens 70 Likes :-). https://applymagicsauce.com/demo_likes.html

Via: http://www.notch-interactive.com/de/blog/2017/03/17/psychometrie-als-grundlage-von-microtargeting/

Studie (PDF): http://www.pnas.org/content/110/15/5802.full.pdf

 

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