Es war bereits länger absehbar – nun ist es definitiv. Die Schweiz respektive der Bundesrat hat neue Regeln rund um Fintechs erlassen. Diese treten durch eine Änderung der Bankenverordnung per 1. August 2017 in Kraft. Wichtig ist aber, dass diese Regeländerungen nicht nur für Fintechs gelten sondern genauso für etablierte Finanzdienstleister.

Folgende Änderungen sind Bestandteil:

  • Die Frist zur Entgegennahme von Geldern welche zu reinen Abwicklungszwecken entgegen genommen werden, wurde von 7 auf 60 Tage erweitert.
  • Bis zu einem Volumen von 1 Million CHF an Publikumseinlagen gilt dies nicht mehr als gewerbsmässig und es braucht keine Bewilligung mehr der Finma. Die Unternehmen sind aber verpflichtet ihre Kunden darauf hinzuweisen, dass die Einlagen nicht mehr der Einlagensicherung unterstehen.
  • Geplant wird eine neue „Bankenkategorie“ welche bei Publikumseinlagen bis 100 Millionen CHF ein erleichterte Bewilligungs- und Betriebsvoraussetzungen mit sich bringt. Dies tritt aber noch nicht per 1.8. in Kraft, sondern muss im Herbst noch im Nationalrat debattiert werden.

Ich denke diese neuen Regeln (insbesondere die neuen Bankenkategorie) dürften in der Schweiz dem Fintech Bereich einen Schub geben. Bisher standen Fintechs ziemlich schnell vor riesigen Hürden im regulatorischen Bereich. Dies dürfte sich entschärfen und die Fintechs können sich auf ihr eigentliches Vorhaben – die Innovation fokussieren. Spannend dürfte auch sein wie sich etablierte Finanzinstitute die neuen Regeln zu nutzen machen.

Quelle: Medienmitteilung des Bundesrates