Ich werde digital – IFTTT: meine persönliche Automatisierungsmaschine 

Heute gibt es immer mehr digitale Dienste. Meist führen diese ein einsames Leben und reden nicht mit anderen Diensten. Teilweise gibt es aber die Möglichkeit Dienst miteinander zu verbinden. So kann man beispielsweise Twitter instruieren, dass Tweets mit dem Hashtag #fb automatisch auch auf Facebook veröffentlicht werden sollen.

Wie schön wäre es jedoch, wenn ich selber solche Dinge miteinander reden lassen könnte? Genau hierfür gibt es den Dienst IFTTT. IFTTT steht für “if this, then that”. Mit diesem Dienst ist es einfach möglich, jegliche Dienste miteinander zu verbinden.

So können mittels sogenannter Applets solche Aktionen gemacht werden. Sende mir ein Email morgens, wenn es heute regnen sollte? Archiviere alle meine Fitbit-Aktivitäten auf Google Drive? Sende meinem Lebenspartner ein SMS wenn ich bald zu Hause bin? Alles kein Problem mit IFTTT.

Es sind nicht nur Online-Dienst in der Anbindung möglich, sondern es besteht auch die Möglichkeit sogenannten Smart Home Dienste (wie Philipps Hue) einzubinden. So kann ich das Licht automatisch anmachen lassen wenn ich nach Hause komme.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und der Dienst ist kostenlos. Die Erstellung solcher Aktionen ist auch für Nicht-ITler problemlos möglich.

IFTTT Homepage: https://ifttt.com/

Anfängerguide: Lifehacker – The Beginner’s Guide to IFTTT

 

Gartner Top 10 Strategic Technology Trends for 2018

Die grossen Marktforschungsinstitute publizieren regelmässig ihre Vorhersagen bezüglich Technologien & Trends für die nächsten Jahre.

Langsam geht es los mit den Prophezeiungen fürs 2018. So hat Gartner vor kurzem ihre “Top 10 Technology Trends for 2018” publiziert.

Ich finde die Auswahl gelungen. Insbesondere die Aufnahme der Themen der “Digital Twins” (Was ist das?) und “Conversational Platforms” (Chatbots & Co. über Facebook/Wechat & Co.) finde ich sehr sinnvoll und wird aus meiner Perspektive einen Impact im 2018 haben.

Quelle: Explore the Gartner Top 10 Strategic Technology Trends for 2018

Was sind eigentlich Smart Contracts? 

geralt / Pixabay

Aber in meinem täglichen Doing erlebe ich immer wieder, dass nur die wenigsten effektiv verstehen was dahinter steht. Aus meiner Sicht ist es aber unerlässlich, dass man zumindest in den Grundzügen (ohne gleich eine Mathematik/Informatik-Ausbildung zu machen) versteht wie die Blockchain Technologie funktioniert. Zeit dies zu ändern :-).

Ein erste Begrifflichkeit welche man im Zusammenhang mit Blockchain immer wieder antrifft, sind die sogenannten Smart Contracts.

In meinem Webinar habe ich dieses Thema nur kurz angeschnitten. Smart Contracts haben aber mittelfristig viel das grössere Potential als die Blockchain Technologie nur für Kryptowährungen zu nutzen.

Das österreichische Zukunftsportal “futurezone.at” hat vor kurzem einen sehr guten Einführungsartikel zum Thema veröffentlicht.

Blockchain – Was sind eigentlich Smart Contracts?

https://futurezone.at/digital-life/blockchain-was-sind-eigentlich-smart-contracts/293.031.908

In diesem Artikel ist auch ein sehr informatives und gut erklärendes Video enthalten welches ich unbedingt empfehle.

Geografische Verteilung der Messenger-Plattformen

Die Messenger-Plattformen wurden in den letzten Jahren zu den dominanten Kommunikationsplattformen. Mittlerweile geht man davon aus, dass Email mengenmässig als zentrale digitale Kommunikationskanal durch Messenger abgelöst wurde.

In unseren Breitengraden ist hierbei vor allem Whatsapp die Nummer eins. Weltweit sieht das jedoch anders aus wie folgende Grafik zeigt.

So ist der Facebook Messenger v.a. in Nordamerika die dominante Plattform. Wenn wir den asiatischen Raum betrachten ist es die hierzulande kaum bekannte Plattform Wechat. Insbesondere Wechat hat mittlerweile ein umfangreiches Ökosystem in seine Plattform integriert (siehe dazu auch diesen Blogeintrag) und zeigt gut auf, wohin die Reise mit den Messenger-Plattformen gehen wird.

Ich bin überzeugt, dass mittelfristig viele alltägliche Dinge (Geld überweisen, einfache Dienstleistungen bestellen etc.) über Whatsapp & Co. gemacht werden. So hat Whatsapp (respektive Facebook) bereits angekündigt, dass es in Kürze für Unternehmen möglich sein wird, auf ihrer Plattform als Unternehmen erreichbar zu sein.

Quelle: Who is Winning the Global Instant Messaging Battle? – comScore, Inc

PSD2 und die Schweiz

Bei PSD2 handelt es sich um eine neue Richtlinie im EU-Raum welche die Banken zwingt ihre Kontodaten zu öffnen und Dritten zur Verfügung zu stellen. Ich habe in diesem Blog schon mehrfach darüber geschrieben (siehe z.B. hier: EU öffnet Bankkonti mit der Brechstange). Aktuell gibt es noch keine öffentlich Aussage von Finma & Co. ob diese Richtlinie in dieser oder ähnlicher Art auch in die Schweiz kommen soll.

Die Schweizerische Bankiervereinigung hat sich nun aber in einem Positionspapier schon mal vorsorglich gemeldet und ihre Überlegungen dargelegt. Kurz zusammengefasst lehnt die Bankiervereinigung eine Öffnung im Stile der PSD2 Regulierung ab. Ihre Argumente sind, dass es solche Schnittstellen schon heute gibt (“wenn dies in im beidseitigen Interesse von Bank und Kunde ist”) und weil in der Schweiz “der Wettbewerb funktioniert und Banken schon heute (unabhängig von PSD2) zahlreiche innovative Lösungen anbieten”. Ebenso werden die Sicherheit der Kundendaten sowie die zusätzlichen Aufwände und Kosten thematisiert. Das Positionspapier kann man hier einsehen: http://www.swissbanking.org/de/themen/aktuell/20170707-5000-all-positionspapier-psd2.pdf.

In der Schweiz gibt es einzelne Institute welche einer Öffnung aber positiv gesinnt sind und auch schon erste Initiativen ergriffen haben (z.B. Postfinance & Hypi Lenzburg). Finews.ch hat dem Thema einen ausführlichen Bericht gewidmet.

Persönlich sehe ich die Argumente der Bankiervereinigung etwas kritisch. Die Schweizer Finanzindustrie im digitalen Kontext als innovativ anzuschauen finde ich doch eher spannend (es werden exemplarisch E-Banking und E-Rechnungen als Beispiele genannt….). Und ja, es gibt heute schon solche Schnittstellen, aber als Drittanbieter wie auch Kunde ist man immer auf das Wohlwollen der Bank angewiesen. Als Privatkunde hat man da kein Mitspracherecht – und genau das machen solche offenen Schnittstellen aber spannend. Ich halte es für gefährlich sich dem Fortschritt (und ja, Open API Schnittstellen sind in anderen Branchen schon lange gang und gäbe…) zu verweigern. Am Schluss des Tages könnte es auch kontraproduktiv sein, wenn dann nämlich die Politik eine “jetzt-erst-recht” Meinung fasst wenn sie merkt, dass es rein um Machterhaltung geht.

Disclaimer: Diese – wie auch die restlichen – Sichtweisen auf diesem Blog – sind persönlicher Natur und müssen nicht notwendigerweise die Sicht der VZ Gruppe und deren Entscheidungsträger repräsentieren.

Ich werde digital – Später Lesen Dienst Pocket

Ich starte auf dem VZ Innovation Blog eine neue Artikelreihe. Der Inhalt wird sich dabei darum drehen wie man sich selber “digitalisiert”. Es werden Dienste und Plattformen vorgestellt, welche einem im digitalen Alltag unterstützen können. Eine Liste mit allen Artikeln welche auch immer aktuell ist, findet man hier.

Den Auftakt macht die Weblösung “Pocket“.

Bei Pocket handelt es sich um einen sogenannten “Später Lesen” Dienst. Pocket bietet mir die Möglichkeit Artikel, Webvideos und weitere Webseiten für später zu speichern. Habe ich genügend Zeit kann ich über die Apps & Webseite von Pocket auf diese gespeicherten Inhalte wieder zugreifen und sie lesen/anschauen. Habe ich die Inhalte gelesen kann ich sie archivieren und in spezielle Ordner ablegen. Inhalte kann ich über viele Möglichkeiten hinzfügen  (Bookmarklet, Teilen Funktion in Smartphones, auf vielen Websites als Button integriert  – ähnlich wie bei Facebook, als Email an eine bestimmte Adresse senden, oder ganz einfach Copy-Paste).

Neben dem Speichern der Inhalte bietet Pocket noch ein paar Funktionen mehr.

  • Die Artikel werden in einer lesefreundlichen Ansicht dargestellt. So werden die ganzen Navigationselemente und Werbung ausgeblendet und nur der reine Text sowie die Artikelbilder werden angezeigt.
  • Pocket merkt sich bei längeren Texten geräteübergreifend wo man stehen geblieben ist. Ich kann also unterwegs mit dem Smartphone einen Text beginnen zu lesen und ihn zu Hause auf dem Tablet fertig lesen.
  • Dadurch dass viele Benutzer Pocket nutzen, weiss der Dienst auch welche Artikel viel gelesen werden und um was es in diesen geht (über die Tags). So können Empfehlungen für Artikel welche interessant sein könnten gemacht werden.
  • Pocket hat auch eine Art soziales Netzwerk integriert. So kann ich beim Lesen Empfehlungen machen (Textpassagen, ganze Artikel). Ich habe die Möglichkeit anderen Personen zu folgen (z.B. Facebook/Twitter Kontakte) und sehe was sie am Lesen sind sowie deren Empfehlungen.
  • In den kostenpflichtigen Abos macht Pocket eine Kopie des Originalartikel (Webansicht wie auch Artikelansicht) und archiviert diese. Das bedeutet, wenn die Originalseite nicht mehr abrufbar ist, kann man trotzdem noch auf den Inhalt zugreifen.

Hier ein paar Screenshots:

Pocket ist für mich ein alltäglicher Begleiter und ich nutze den Dienst sehr intensiv. Oft sehe ich im Laufe des (Arbeits-)Tages interessante Artikel oder Videos wo mir die Zeit fehlt diese sofort zu lesen. Wenn ich abends auf den Zug warte nutze ich dann die Gelegenheit und lese diese in Ruhe.

Der Dienst ist in einer Grundversion kostenlos. Die Premiumversion bietet verschiedene Zusatzfunktionen (wie z.B. das oben erwähnte Archivieren).

Pocket findet man unter dem Link “http://getpocket.com“. Die Apps sind auch in den verschiedenen Smartphones Stores (Android, Apple) zu finden.

VZ Innovation Lab – Monatsbericht Oktober 2017

Der neuste Monatsbericht des VZ Innovation Lab ist veröffentlicht. Folgende Themen sind drin:

  • Chatbots und digitale Assistenten bei Banken
  • ICO – Initial Coin Offerings
  • Nennenswerte Marktentwicklungen
    • Loanboox
    • Swisscom steigt ins Blockchain Geschäft ein
    • Krankenversicherungen digital abschliessen
    • Ambivalentes Verhältnis von JPMorgan zu Bitcoin
    • Schweiz und Israel bündeln Kräfte im Fintech-Bereich
    • Paypal lanciert eigene Kreditkarte
  • Spannende Lösungen & Studien
    • Axa startet Versicherungspolice auf Basis der Blockchain-Technologie
    • Eblocker: Banken tracken Kunden systematisch
    • Medien der Zukunft 2020
  • Weiterbildungsvideo des Monats
  • Gadget des Monats

Den vollständigen Bericht (inkl. PDF Downloadmöglichkeit) findet man hier: https://vzilab.ch/monatsbericht-vz-innovation-lab-oktober-2017/

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