AlphaGo – The Movie

Methoden rund um die künstliche Intelligenz machten in den letzten Monaten und Jahren riesige Fortschritte. Das eindrücklichste Ereignis war sicherlich der Sieg einer künstlichen Intelligenz von Deep Mind (einer Google/Alphabet Tochterunternehmung) im Spiel Go gegen den mehrfachen Weltmeister Lee Sedol im März 2016.

Das Spiel Go galt bis zu diesem Ereignis als unerreichbar für Computerintelligenz, da es eine wesentlich höhere Komplexität als beispielsweise Schach besitzt. Die Anzahl möglicher Züge respektive Varianten ist aufgrund eines grösseren Spielbrett grösser als die Anzahl aller Atome im gesamten Universum. Ein reiner “Brute-Force” Algorithmus welcher einfach bei jedem Spielzug die höchste Wahrscheinlichkeit aufgrund vergangener Spiele berechnet und wählt ist bei Go darum keine Möglichkeit. Die Brute-Force Strategie hat beispielsweise der Computer “Deep Blue” beim Sieg gegen Gary Kasparov angewendet.

Bei besagtem Wettkampf hat damals der AlphaGo Algorithmus Lee Sedol mit 4:1 geschlagen. Vor dem Turnier war Lee Sedol noch hunderprozentig überzeugt, dass der Computer keine Chance haben wird. Nach dem Turnier hat er zu Protokoll gegeben “AlphaGo sei mit seiner Art des Spiels fast in göttliche Bereiche vorgestossen”. Hervorzuheben war insbesondere, dass AlphaGo oft Strategien angewandt hat, welche völlig unkonventionell waren und zuvor noch nie gesehen wurden. Dies hat Lee Sedol vor allem in den ersten Spiele total aus der Bahn geworfen.

Über dieses Turnier gibt es nun einen eindrücklichen Dokumentarfilm namens “AlphaGo” welcher die Vorbereitungen sowie das Turnier selbst beleuchtet. Es wird schnell klar, was für ein prägendes Ereignis rund um das Thema künstliche Intelligenz dieses Turnier noch auf lange Zeit hinaus sein wird. Der Film ist sehr spannend und kurzweilig. Wer mal wieder fernsehen will, sich aber mit einem spannenden Zukunfsthema auseinander setzen möchte, dem empfehle ich den Film unbedingt.

Den Film kann man auf Netflix (https://www.netflix.com/title/80190844) schauen. Auf Google und ITunes sollte er auch in Kürze verfügbar sein. Die Homepage zum Film findet man hier: https://www.alphagomovie.com/.

 

VZ Innovation Lab – Monatsbericht Februar 2018

Der neuste Monatsbericht des VZ Innovation Lab ist veröffentlicht. Folgende Themen sind drin:

  • Payment Service Directive 2 (PSD)
  • Nennenswerte Marktentwicklungen
    • Raiffeisen Genossenschaft wird Mitglied bei F10
    • Kooperation zwischen esurance & Run my Accounts
    • Helvetia investiert in Estnisches Insurtech
    • Bank Cler mit reiner digitalen, mobilen Banking-Lösung
    • Postfinance erneuert gesamte E-Banking Plattform
    • Erster Krypto-Fonds lanciert in der Schweiz
    • PayPal beteiligt sich an deutschem Fintech Raisin
  • Interessante Lösungen
    • Handyfoto App der BKB für Schätzung der Liegenschaft
    • Advertima
    • Revolut – breiterer Schweizer Markteintritt & standortbasierte On-Demand Versicherung
  • Ausbildungsartikel des Monats – Algorithmen und Ethik
  • Gadget des Monats – Powerdolphin

Den vollständigen Bericht (inkl. PDF Downloadmöglichkeit) findet man hier: https://vzilab.ch/monatsbericht-vz-innovation-lab-februar-2018/

«Bla bla Blockchain!»

Beim Thema Blockchain landet man sehr schnell bei Technologien und mathematischen und kryptologischen Begriffen. Darum resignieren viele Leute alleine schon deshalb davor, sich intensiver mit der Blockchain auseinander zu setzen. Grundsätzlich ist das Prinzip dahinter aber sehr einfach.

Ich habe schon viele Erklärungsversuche gesehen welche aber meist trotzdem scheitern. Bei der Online Zeitung “Tageswoche” aus Basel hat es nun aber einen Artikel welchen ich als sehr gelungen betrachte und wirklich jeden die Grundzüge einer Blockchain verstehen lässt. Ich empfehle diesen Artikel uneingeschränkt allen.

Die Blockchain soll die nächste digitale Revolution werden. Doch was ist eine Blockchain? Und ein Smart Contract? Und ein ICO? Lucas Sommer, angehender Neuroinformatiker und Mitarbeiter in einem Tech-Start-up, erklärt seiner Freundin die Grundlagen. 

«Bla bla Blockchain!» – ein Eingeweihter erklärt uns Laien den neusten Hype – TagesWoche

Alles Blockchain, oder was?

Das die Blockchain-Technologie eine grosse Zukunft hat und viele unserer heutigen Prozesse und auch Geschäftsmodelle komplett umwälzen wird, muss ich in diesem Blog nicht weiter ausführen. Habe ich schon zur Genüge getan. Wer noch immer nicht überzeugt ist, naja bitte sich wirklich mal damit auseinander setzen.

geralt / Pixabay

Handkehrum sind wir momentan aber auch in einem Hype unterwegs. Wie Marktschreier gibt es Personen welche überall nur noch Blockchains sehen. Das finde ich auch kompletten Humbug.

Auf Forbes.com hat es einen interessanten Artikel zum Thema:
Eight Reasons To Be Skeptical About Blockchain

Einige der Punkte haben effektiv etwas. Sind jedoch teilweise auch zu kurz gedacht.

Hier meine Überlegungen zu einzelnen Punkten:

“Blockchain ist die Lösung wo das Problem noch gesucht wird”
Das ist tatsächlich so. Wir als Gesellschaft wissen noch gar nicht für was wir die Blockchain alles nutzen können. Aktuell ist vor allem der Anwendungsfall von Kryptowährungen im Fokus. Wenn wir uns aber zurückversetzen als erste Handys auftauchten. Da hätte auch noch niemand daran gedacht, dass sie mal die Fotokamera, Fernseher, Briefpost, Zahlungsmittel, <<füge hier ein für was du dein Smartphone brauchst ein>> ablösen werden. Die Vorteile einer Blockchain liegen aber glasklar auf der Hand. Die sinnvollen Anwendungsfälle werden mit der Zeit folgen.

“Endbenutzer wollen keine Blockchain benutzen” & “Blockchain ist zu kompliziert”
Ja, das kann man so stehen lassen. Jedoch ist es auch so, dass kein Benutzer TCP/IP (Tip: Netzwerkprotokoll dass benutzt wird zum Surfen im Web) nutzen will, oder weiss was detailliert in seinem Smartphone vor sich geht. Was ist passiert? Der Endbenutzer erhält eine hübsche Oberfläche welche die Komplexität vor ihm verbirgt. Genau so funktioniert es heute teilweise schon mit Bitcoin Wallets, und genau so wird es auch bei anderen Anwendungsfällen (z.B. Smart Contracts) passieren.

“Blockchain wird die Transaktionskosten erhöhen”
Auch dieser Punkt hat teilweise etwas. Wie man Ende 2017 gesehen hat sind die Transaktionskosten (effektive Gebühren, wie auch zeitliche Bestätigung) extrem gestiegen. Das sind aber Punkte welche andere Blockchain-Plattformen (wie bspw. Ethereum) schon addressiert haben. Un mit dem absehbaren Umstieg von “Proof-of-Work” auf “Proof-of-Stake” bei verschiedenen Plattformen dürfte sich dass etwas entschärfen. Wenn man aber eine Bruttorechnung machen würde was bspw. eine Zahlung aus der Schweiz in die USA an Kosten verursacht (Systeme, Mitarbeiter, zeitlicher Lag) bin ich mir nicht mehr so sicher ob das Argument greift.

 

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