Weltrekord – 1069 tanzende Roboter

Hier noch etwas lustiges zum Wochenende.

Beim folgenden Video hat die chinesische Firma WLtoys ganze 1069 Roboter versammelt fürs gemeinsame Tanzen.

Natürlich handelt es sich hier eher um „dumme“ Roboter welche einfach ihr vordefiniertes Programm abspielen. Jedoch gibt es bereits Roboter welche auch eine Schwarmintelligenz besitzen und gegenseitig kommunizieren.

Einen etwas älteren aber trotzdem interessanten Artikel zum Thema findet bei Spiegel Online.

Wenn Computer selber programmieren

Die digitale Transformation schreitet unweigerlich voran. Es gibt Experten welche voraussagen dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis Roboter die Menschen mehr oder weniger ablösen (es gibt aber auch viele die das Gegenteil behaupten…). Aus der ersten Denkperspektive ist es daher nichts als konsequent, wenn irgendwann der Zeitpunkt kommen muss, wenn Computer auch (sich) selber programmieren und dadurch Software-Entwickler überflüssig machen.

Die ETH Zürich um Professor Martin Vechev forscht in diesem Feld und hat erste Gehversuche entwickelt. Er sieht in der Anfangsphase die Anwendungsfälle aber nicht in der Ablösung der Software-Entwickler, sondern in deren Unterstützung (z.B. durch eine Art Qualitätskontrolle). So könnten auch Programmieranfänger hochwertigen Programmcode schreiben und die Lernkurve wäre entsprechend hoch. Das ganze funktioniert durch die Anwendung von Machine Learning und dem Rückgriff auf bereits existierenden Software-Code (z.B. Open-Source Anwendungen und Programmier-Communities).

Details zu den Forschungsarbeiten findet man im folgenden Artikel welcher aus der ETH Hauszeitschrift „Globe“ stammt.

Vom Computer programmiert | ETH Zürich

 

 

WeChat – die unbekannte Social Media Macht

–Update 23.08.2017– Das Magazin Technology Review hat noch einen spannenden Artikel zum Thema veröffentlicht.

Wenn wir in unseren Breitengraden von Messenger Plattformen reden, dann ist meist von Facebook und Whatsapp die Rede.

Was viele aber nicht wissen, im asiatischen Raum – primär China – gibt es eine Messenger-Plattform welche bezüglich Nutzerzahlen und Möglichkeiten in einer Liga wie die beiden obgenannten spielt respektive diese sogar übertrumpft.

Die Messenger-Plattform „WeChat“ hat knapp 1 Milliarde (!) Benutzer und ist die primäre soziale Plattform in Asien. WeChat ist nicht einfach nur ein Messenger wie Whatsapp, sondern bietet noch viel mehr Möglichkeiten. So ist es möglich darüber Käufe zu bezahlen, Geld an andere zu überweisen, Tickets für Flüge & Co. zu bestellen und noch vieles mehr. Natürlich können auch einfache Nachrichten versendet werden :-).

Wenn man mit Personen aus dem asiatischen Raum spricht, so merkt man wie ein integraler Bestandteil des Lebens WeChat ist. Jeder nutzt es und macht praktisch alles darüber. Ob WeChat in Europa und den USA irgendwann auch eine grosse Verbreitung findet, bezweifle ich. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Möglichkeiten und Funktionen von WeChat (Dinge kaufen, Geld überweisen etc.) auch bald in den bei uns gebräulichen Messengern auftauchen werden. Hingegen wird schon jetzt angestrebt, dass asiatische Touristen in Europa und den USA mit WeChat bezahlen können. Erste Kooperationen in Deutschland laufen.

Für eine gute Übersicht zu WeChat generell und dem Bezahlsystem empfehle ich die folgenden Artikel aus dem Innvationsblog der DZ Bank in Deutschland.

Eine App für alles – das Ökosystem von WeChat

WeChat mit Bezahlsystem auf weltweite Expansionskurs

Social Media Landkarte 2017

Soziale Medien/Netzwerke gehören im 2017 zum Alltag. Waren es anfangs noch eine überschaubare Zahl, so hat sich diese in der Zwischenzeit stark verändert. Heute gibt es wohl keinen Lebensbereich mehr ohne entsprechendes soziales Netzwerk. Natürlich gibt es ein paar wenige wie welche über allen thronen – namentlich Facebook.

Das Internet-Magazin Mashable hat eine spannende Infografik zu diesem Thema erstellt, welche jährlich aktualisiert wird. Es werden die einzelnen Lebensbereiche zusammen mit den relevanten sozialen Netwerken aufgezeigt. Ich denke da drauf gibt es auch einzelne Netzwerke welche auch Social Media Vielnutzern noch nicht bekannt sind.

Quelle: 2017’s social media landscape in one stunning infographic

Yes, Bitcoin Has No Intrinsic Value. Neither Does a $1 Bill | WIRED

In den letzten Tagen hat sich das Thema Bitcoin weiter aufgeheizt. Heftige Kursavancen haben dazu geführt, dass mittlerweile auch in der Boulevard Presse über das Phänomen berichtet wird (z.B. hier im Blick). Oft ein gutes Indiz dass eine Blase kurz bevorsteht.

Bitcoin ist jedoch etwas völlig neues und noch nie dagewesenes. Aus meiner Sicht können daher hier die klassischen Geldmarkttheorien nicht eins zu eins angewendet werden. Ich sage damit aber nicht, dass Bitcoin eine nachhaltige Daseinsberechtigung hat. Zumindest sollte man aber das Phänomen auch nicht vorschnell als reinen Hype und Betrugsmasche abtun.

Wie gesagt gehen die Meinungen auseinander. Es ist schwierig sich in diesem erhitzten Umfeld eine fundierte Meinung zu bilden. Für mich stechen hier aber zwei Artikel aus der Masse heraus welche ich allen empfehle welche sich mit Bitcoin auseinandersetzen wollen.

Einerseits die Cash-Kolumne von Werner Vontobel auf Cash.ch
Bitcoin das Ende ist nah: https://www.cash.ch/news/politik/kryptowaehrungen-bitcoin-das-ende-ist-nah-1092681

Er beleuchtet die Probleme von Bitcoin auch aus einer praktischen Betrachtung, nämlich dem Stromverbrauch.

Anderseits das Wired-Magazin welches der oft geäusserten Aussage dass hinter Bitcoin kein realer Gegenwert stehe
Yes, Bitcoin Has No Intrinsic Value. Neither Does a $1 Bill: https://www.wired.com/story/bitcoin-has-no-intrinsic-value-neither-does-a-dollar1-bill

Hier wird beleuchtet was den der reale Gegenwert von einer Dollarnote oder Gold überhaupt ist. Physisch betrachtet nämlich genauso wenig. Gold und die Dollarnote hat für uns Menschen nur darum einen Wert weil wir an diesen glauben. Gold könnte genauso als einen Klumpen Stein betrachtet werden.

Frontalangriff von Amazon im Offline Payment

Amazon hat in den USA einen Frontalangriff im stationären „Point of Payment“ lanciert. Neu ist es möglich, in verschiedenen Geschäften (z.B. TGI Fridays Restaurants) mit den in Amazon hinterlegten Zahlungsinformationen zu bezahlen. Ablaufen tut dies über die Amazon App welche eine entsprechende Erweiterung erhalten hat.

Interessant ist, dass in den USA 75% der Smartphone Benutzer die Amazon App installiert haben. Dies ist eine eindrückliche Zahl – insbesondere wenn man weiss, dass die App in den offiziellen Stores (Google Play & Apple AppStore) nicht erhältlich ist, sondern über eine Umweg installiert werden muss.

Ein interessanter Artikel zu diesem Thema findet ma bei Forbes.

Amazon Pay Places Will Fundamentally Change Retail

Künstliche Intelligenz – echt jetzt?

In aller Munde und Medien ist aktuell die Rede von künstlicher Intelligenz und wie diese in Kürze alles übernehmen wird und überspitzt gesagt die Menschheit so mehr oder weniger überflüssig macht. Bereits gibt es auch erste Warner wie Elon Musk von Tesla welche sagen, dass die Entwicklung von künstlicher Intelligenz eines der grössen Risiken der Menscheit darstellt und man diese regulieren müsse (lesenswerter Artikel dazu hier: https://www.theverge.com/2017/7/17/15980954/elon-musk-ai-regulation-existential-threat ).

Aber was ist überhaupt künstliche Intelligenz? Ist diese gleichwertig wie die Menschliche? Ich denke es ist wichtig, dass man in diesem Kontext genauer betrachtet und zwei Dinge auseinander hält. Die Anwendungen welche heute unter dem Schlagwort künstliche Intelligenz laufen, haben genau betrachtet ziemlich gar nichts mit Intelligenz zu tun. Der Begriff „Machine Learning“ ist hier eher korrekt und aussagekräftig. Das was die AGFA’s (Apple, Google, Facebook, Amazon) heute machen ist nichts anderes als mit statistischen Werkzeugen und immensen Datenbeständen Muster und Vorhersagen zu errechnen. Die Datenbestände bilden natürlich historische Aktionen und Entscheidungen von Menschen ab, was wiederum dazu führt dass die Muster und Vorhersagen des Machine Learning intelligent und menschlich erscheinen (sollten…). Das Ganze hat aber nichts mit einer richtigen Intelligenz zu tun.

Seanbatty / Pixabay

Ein Vorreiter dieses Thema und der Wissenschaft um die „richtige“ künstliche Intelligenz ist der Schweizer Neurowissenschaftler Pascal Kaufmann. Er ist weltweit einer der Vorreiter dieses Forschungsgebiets und hat nebenbei auch eine Firma in der Schweiz gegründet wo er Erkenntnisse aus seiner Forschung in eine Software für’s Wissensmanagement einfliessen lässt.

Auf der IT-Branchenplattform ZDNet.com ist ein lesenswerter Artikel über Kaufmann und das obige Missverständnis erschienen welche ich allen empfehle.

True AI cannot be developed until the ‚brain code‘ has been cracked: Starmind | ZDNet

Wer sich weiter fürs Thema interessiert, dem empfehle ich ein Artikel auf der Webseite Netzwoche wo noch näher aufs Thema eingegangen wird.

http://www.netzwoche.ch/news/2017-03-15/warum-kuenstliche-intelligenz-nicht-intelligent-ist

Wie Drohnen die Wirtschaft erobern 

Viele wissen es kaum. Die Schweiz gehört in der Forschung und Nutzung von Drohnentechnologe weltweit zu den führenden Nationen. Insbesondere die ETH und EPFL sind ganz vorne dabei in diesen Gebieten und diverse Spinoffs sind bereits aus diesen Forschungsarbeiten resultiert.

Die Netzwoche hat einen sehr guten Artikel zum Thema welche einem eine Übersicht über die Technologie gibt, potentielle Anwendungszwecke und die Rolle der Schweiz.

Ich empfehle den Artikel allen. Die Lesezeit beträgt ungefährt 10 Minuten. Könnte auch sein, dass die eine oder andere Firma mittelfristig als Investitionsmöglichkeit gentutz werden könnte.

Der Markt für kommerzielle Drohnen floriert. Hiesige Hersteller und Entwickler bringen die fliegenden Helfer weltweit zum Abheben. Sie machen den Standort Schweiz zum Vorreiter auf dem Gebiet der Drohnentechnologien.

Quelle: Wie Drohnen die Wirtschaft erobern | Netzwoche

Zug führt Blockchain-ID für seine Einwohner ein

Die Schweiz und insbesondere Zug gilt in Fachkreisen als die weltweite Hochburg rund um Blockchain. Diverse Unternehmen und Startups welche im Bereich der Blockchain forschen und Produkte entwickeln sind im „Crypto Valley“ ansässig. Die Stadt Zug unterstützt dieses Ökosystem sehr aktiv und ermöglicht beispielsweise schon seit Sommer 2016, dass gewisse Dienstleistungen der öffentlichen Hand mit Bitcoin bezahlt werden können. Das wird auch sehr rege genutzt – von 12 Personen :-). Das Ganze hat natürlich auch einen Bezug zum Standortmarketing.

Ab Herbst 2017 ermöglich Zug nun seinen Bürger eine digitale Identität auf Basis der Blockchain zu erhalten. Damit können sie alle Tätigkeiten mit der öffentlichen Hand digital erledigen ohne dass ein sonstiger Nachweis nötig ist. Im Frühling 2018 soll auch erstmalig mit dieser Identität online abgestimmt werden können.

Eine digitale Identität ist in dieser Form nichts Neues und wurde in diesem Blog auch schon thematisiert (siehe auch Monatsbericht Juni 2017). Neu ist aber das digitale Identität mit der Blockchain-Technologie verbunden wird. Es gibt bereits diverse Forschungspapiere zu diesem Thema, aber eine konkrete, produktive Umsetzung gibt es noch keine. Hiermit ist Zug weltweit in einer Pionierrolle unterwegs und ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung und wie die Lösung genutzt werden kann.

Quellen:

BTC-ECHO | Zug führt Blockchain-ID für seine Einwohner ein

Präsentation der Projektverantwortlichen der Stadt Zug (die Lösung wird auch live gezeigt)

Revolut – Beyond Banking

02.Wie angekündigt werde ich in diesem Blog regelmässig auch spannende Lösungen und Startups aus dem Fintech Bereich vorstellen.

Eine davon ist Revolut. Ihr Slogan lautet schlicht und einfach „Beyond Banking“ und wurde 2015 lanciert. Zielgruppe dahinter sind Leute welche urban und international unterwegs sind. Der USP von Revolut ist, dass alles über digital & mobile verfügbar ist sowie dass mit einer Prepaidkreditkarte verschiedene Währungen verwaltet und genutzt werden können. Die Umrechnungskurse sollen ebenfalls günstiger als bei der Banken-Konkurrenz sein. Das Verschieben von Geld zwischen den Währungen passiert in Echtzeit, ebenfalls sind Überweisungen an Dritte wesentlich schneller.

Revolut wurde von zwei Ex-Bankern gegründet (Credit Suisse & Deutsche Bank) und  hat rund 750’000 Kunden. In diesen Tagen haben sie eine zweite Finanzierungsrunde durchlaufen und 66 Million Dollar an Zusatzkapital erhalten.

Mittlerweile gibt es neben dem kostenlosten Standardangebot auch ein Premiumangebot sowie ein Angebot für Business Kunden. Das Premiumangebot enthält schnelleren Support, eine exklusivere Mastercard und weniger Einschränkungen/Kosten bei Geldbezügen. Revolut kann auch aus der Schweiz genutzt werden.

We’re building a 21st century banking alternative designed for your global lifestyle. It’s like having a local bank account wherever you are.

Quelle: Revolut – Beyond Banking

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