Die richtige Headline

Es ist ein offenes Geheimnis dass die richtige Headline entscheidend sein kann, ob ein Nutzer etwas anklickt/liked oder nicht. Gleichzeitig wird heute aber mit reisserischen Headlines auch oft Unfug betrieben (Clickbaiting – was das?).

Die Website „Buzzsumo.com“ hat diesbezüglich eine Analyse bei über 100 Millionen publizierten Artikeln auf Facebook durchgeführt  (Zeitraum März – Mai 2017) und ihre Erkenntnisse veröffentlicht.

Ich finde den Artikel sehr spannend, auch wenn jetzt nicht bahnbrechende Erkenntnisse herausgekommen sind. Zudem geht es im Artikel nur um englischsprachige Begriffe.

Quelle: We Analyzed 100 Million Headlines. Here’s What We Learned (New Research)

Who Will Pay for the Future if Not the Robots? | WIRED

Roboter und allgemein die digitale Automatisierung bietet das Potential dass viele Tätigkeiten – insbesondere Routinetätigkeiten – nicht mehr durch Menschen gemacht werden müssen. Viele Menschen dürften dadurch ihren Job verlieren. Doch wie soll die Gesellschaft damit umgehen. Verschiedene Vorschläge wurden in die Debatte eingebracht, so zum Beispiel auch das bedingungslose Grundeinkommen.

Eine andere Möglichkeit hat vor wenigen Jahren Bill Gates in Spiel gebracht. So sollen Firmen welche Roboter einsetzen um damit Menschen und deren Jobs ersetzen, eine Steuer dafür zahlen.

Aus meiner Sicht zielt das in die falsche Richtung und würde den Fortschritt verhindern. Wenn man dies konsequent zu Ende denken würde, so müsste man neben Roboter auch ganz viele andere Automatisierungsbestrebungen besteuern (z.B. die Self-Scanning Systeme in den Supermärkten, und ja da gibt es tatsächlich sogar einen politischen Vorstoss dafür).

Dennoch gibt es neben Bill Gates prominente Befürworter einer solchen Überlegung. Aber eine Umsetzung dieser Idee dürfte alleine schon an einem kleinen Detail scheitern – was ist überhaupt ein Roboter?

Der folgende Artikel des Wired Magazine nimmt diese Thematik auseinander und beleuchtet die Fragestellung mit dem Hintergrund einer Besteuerung von Roboter.
Who Will Pay for the Future if Not the Robots? | WIRED

VZ Innovation Lab – Monatsbericht September 2017

Der neuste Monatsbericht des VZ Innovation Lab ist veröffentlicht. Folgende Themen sind drin:

  • Neue Fintech Regulationen in der Schweiz
  • Gartner Hype Cycle for Emerging Technologies
  • Kursexplosion der virtuellen Währungen und eine grosse Spaltung
  • Nennenswerte Marktentwicklungen
    • Versicherungsbroker ASSEPRO investiert in esurance.ch
    • Basler Kantonalbank (BKB) eröffnet digitale Filiale
    • Credit-Suisse plant den Start einer Blockchain-basierten Darlehens-Plattform
  • Spannende Lösungen
    • Credit Suisse bringt elektronisches Sparkässeli
    • Firstyou24.ch – digitale Versicherungsauktion
  • Weiterbildungsvideo des Monats
  • Gadget des Monats

Den vollständigen Bericht (inkl. PDF Downloadmöglichkeit) findet man hier: https://vzilab.ch/monatsbericht-vz-innovation-lab-september-2017/

Webinar „Blockchain & virtuelle Währungen“

Ende August fand im VZ ein Webinar zum Thema „Blockchain & virtuelle Währungen“ statt.

Inhaltlich ging es dabei um folgende Themen:

  • Historische Betrachtung von Bitcoin & Blockchain
  • Funktionsweise der Blockchain anhand von Bitcoin
  • Spezielle Aspekte von Bitcoin
  • Anwendungsgebiete von Blockchains

Das Video findet man auf Youtube und kann man auch in Ruhe zu Hause (nochmals) anschauen (Dauer ca. 50 Minuten).

Ich habe eine Übersichtsseite zum Thema erstellt. Dort findet man Links zu Einführungsseiten, Plattformen und sonstige weitergehende Informationen. Bei Fragen zum Webinar hinterlasse eine Kommentar unten.

Die Mär vom rasenden Fortschritt

Wenn man sich in den Medien rumhört, könnte man meinen jede Woche werde sich zukünftig die Welt umkrempeln und neue Technologien und Geschäftsmodelle werden alles bisherige ablösen.

Aber ist das wirklich so? Das deutsche Technology Review Magazin hat den Sachverhalt untersucht und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Als Beispiel wird oft die Verbreitungsgeschwindigkeit von Technologien gemessen (bis 50% der Haushalte im Besitze dieser sind). Mobiltelefone brauchten 15 Jahre bis diese etabliert waren, Computer gar 17 Jahre. Fernseher hingegen braucht 9 Jahre, das Radio gar nur 8 Jahre. Der Artikel zeigt anhand von vielen anderen Belegen und Beispielen gut auf, dass der Fortschritt schon immer rasant war, früher oft sogar noch schneller. Die Wahrnehmung war jedoch eine andere als heute. Oft ist es auch so – heute nicht anders – dass neue Technologien sich lange schon angekündet haben und verfügbar waren, jedoch erst relativ spät den Durchbruch geschafft haben.

Ich bin überzeugt, dass ein wesentlicher Teil welcher verantwortlich ist dass wir heute Fortschritt anders wahrnehmen primär auf die breiter vorhandene Medienlandschaft und den veränderten Medienkonsum zurück zu führen ist.

Jedoch beleuchtet der Artikel aus meiner Sicht auch etwas einseitig. Es gibt durchaus Beispiele welche auch aufzeigen, dass Technologien heute sehr rasant den Weg in den Alltag von Menschen finden – man denke nur an Smartphone oder Social Media welche ziemlich schnell eine hohe Durchdringung geschafft haben. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.

Ich empfehle den Artikeln unbedingt zu lesen. Man sieht danach die Medienberichterstattung & Co. mit anderen Augen.

Quelle: Die Mär vom rasenden Fortschritt | Technology Review

Wann und wie der Schweizer online einkauft

Digitec Galaxus – seineszeichen der grösste Schweizer Onlinehändler – hat eine Kurzstudie publiziert, welche aufzeigt wann und wie die Schweizer online einkaufen.

Sehr interessant ist, dass der Grossteil der Einkäufe auf die Zeiträume entfällt wenn Herr und Frau Schweizer eigentlich am Arbeiten ist. Das Wochenende hingegegen wird eher weniger dafür genutzt. Zeitlich sind vor allem die Randstunden kurz vor Mittag und Arbeitsschluss beliebt (11-12 Uhr un 16-17 Uhr). Das überrascht mich. Ich wäre davon ausgegangen, dass im Zeitraum kurz nach Mittag (12-14 Uhr) am meisten eingekauft wird, sowie am Sonntag.

Ebenfalls interessant ist, dass bereits 20 % der Einkäufe über mobile Geräte gemacht werden.

Die gesamte Medienmitteilung findet man hier:

Digitec Galaxus AG: Online-Shopping statt Kaffeepause

Weltrekord – 1069 tanzende Roboter

Hier noch etwas lustiges zum Wochenende.

Beim folgenden Video hat die chinesische Firma WLtoys ganze 1069 Roboter versammelt fürs gemeinsame Tanzen.

Natürlich handelt es sich hier eher um „dumme“ Roboter welche einfach ihr vordefiniertes Programm abspielen. Jedoch gibt es bereits Roboter welche auch eine Schwarmintelligenz besitzen und gegenseitig kommunizieren.

Einen etwas älteren aber trotzdem interessanten Artikel zum Thema findet bei Spiegel Online.

Wenn Computer selber programmieren

Die digitale Transformation schreitet unweigerlich voran. Es gibt Experten welche voraussagen dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis Roboter die Menschen mehr oder weniger ablösen (es gibt aber auch viele die das Gegenteil behaupten…). Aus der ersten Denkperspektive ist es daher nichts als konsequent, wenn irgendwann der Zeitpunkt kommen muss, wenn Computer auch (sich) selber programmieren und dadurch Software-Entwickler überflüssig machen.

Die ETH Zürich um Professor Martin Vechev forscht in diesem Feld und hat erste Gehversuche entwickelt. Er sieht in der Anfangsphase die Anwendungsfälle aber nicht in der Ablösung der Software-Entwickler, sondern in deren Unterstützung (z.B. durch eine Art Qualitätskontrolle). So könnten auch Programmieranfänger hochwertigen Programmcode schreiben und die Lernkurve wäre entsprechend hoch. Das ganze funktioniert durch die Anwendung von Machine Learning und dem Rückgriff auf bereits existierenden Software-Code (z.B. Open-Source Anwendungen und Programmier-Communities).

Details zu den Forschungsarbeiten findet man im folgenden Artikel welcher aus der ETH Hauszeitschrift „Globe“ stammt.

Vom Computer programmiert | ETH Zürich

 

 

WeChat – die unbekannte Social Media Macht

–Update 23.08.2017– Das Magazin Technology Review hat noch einen spannenden Artikel zum Thema veröffentlicht.

Wenn wir in unseren Breitengraden von Messenger Plattformen reden, dann ist meist von Facebook und Whatsapp die Rede.

Was viele aber nicht wissen, im asiatischen Raum – primär China – gibt es eine Messenger-Plattform welche bezüglich Nutzerzahlen und Möglichkeiten in einer Liga wie die beiden obgenannten spielt respektive diese sogar übertrumpft.

Die Messenger-Plattform „WeChat“ hat knapp 1 Milliarde (!) Benutzer und ist die primäre soziale Plattform in Asien. WeChat ist nicht einfach nur ein Messenger wie Whatsapp, sondern bietet noch viel mehr Möglichkeiten. So ist es möglich darüber Käufe zu bezahlen, Geld an andere zu überweisen, Tickets für Flüge & Co. zu bestellen und noch vieles mehr. Natürlich können auch einfache Nachrichten versendet werden :-).

Wenn man mit Personen aus dem asiatischen Raum spricht, so merkt man wie ein integraler Bestandteil des Lebens WeChat ist. Jeder nutzt es und macht praktisch alles darüber. Ob WeChat in Europa und den USA irgendwann auch eine grosse Verbreitung findet, bezweifle ich. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Möglichkeiten und Funktionen von WeChat (Dinge kaufen, Geld überweisen etc.) auch bald in den bei uns gebräulichen Messengern auftauchen werden. Hingegen wird schon jetzt angestrebt, dass asiatische Touristen in Europa und den USA mit WeChat bezahlen können. Erste Kooperationen in Deutschland laufen.

Für eine gute Übersicht zu WeChat generell und dem Bezahlsystem empfehle ich die folgenden Artikel aus dem Innvationsblog der DZ Bank in Deutschland.

Eine App für alles – das Ökosystem von WeChat

WeChat mit Bezahlsystem auf weltweite Expansionskurs

Social Media Landkarte 2017

Soziale Medien/Netzwerke gehören im 2017 zum Alltag. Waren es anfangs noch eine überschaubare Zahl, so hat sich diese in der Zwischenzeit stark verändert. Heute gibt es wohl keinen Lebensbereich mehr ohne entsprechendes soziales Netzwerk. Natürlich gibt es ein paar wenige wie welche über allen thronen – namentlich Facebook.

Das Internet-Magazin Mashable hat eine spannende Infografik zu diesem Thema erstellt, welche jährlich aktualisiert wird. Es werden die einzelnen Lebensbereiche zusammen mit den relevanten sozialen Netwerken aufgezeigt. Ich denke da drauf gibt es auch einzelne Netzwerke welche auch Social Media Vielnutzern noch nicht bekannt sind.

Quelle: 2017’s social media landscape in one stunning infographic

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