Yes, Bitcoin Has No Intrinsic Value. Neither Does a $1 Bill | WIRED

In den letzten Tagen hat sich das Thema Bitcoin weiter aufgeheizt. Heftige Kursavancen haben dazu geführt, dass mittlerweile auch in der Boulevard Presse über das Phänomen berichtet wird (z.B. hier im Blick). Oft ein gutes Indiz dass eine Blase kurz bevorsteht.

Bitcoin ist jedoch etwas völlig neues und noch nie dagewesenes. Aus meiner Sicht können daher hier die klassischen Geldmarkttheorien nicht eins zu eins angewendet werden. Ich sage damit aber nicht, dass Bitcoin eine nachhaltige Daseinsberechtigung hat. Zumindest sollte man aber das Phänomen auch nicht vorschnell als reinen Hype und Betrugsmasche abtun.

Wie gesagt gehen die Meinungen auseinander. Es ist schwierig sich in diesem erhitzten Umfeld eine fundierte Meinung zu bilden. Für mich stechen hier aber zwei Artikel aus der Masse heraus welche ich allen empfehle welche sich mit Bitcoin auseinandersetzen wollen.

Einerseits die Cash-Kolumne von Werner Vontobel auf Cash.ch
Bitcoin das Ende ist nah: https://www.cash.ch/news/politik/kryptowaehrungen-bitcoin-das-ende-ist-nah-1092681

Er beleuchtet die Probleme von Bitcoin auch aus einer praktischen Betrachtung, nämlich dem Stromverbrauch.

Anderseits das Wired-Magazin welches der oft geäusserten Aussage dass hinter Bitcoin kein realer Gegenwert stehe
Yes, Bitcoin Has No Intrinsic Value. Neither Does a $1 Bill: https://www.wired.com/story/bitcoin-has-no-intrinsic-value-neither-does-a-dollar1-bill

Hier wird beleuchtet was den der reale Gegenwert von einer Dollarnote oder Gold überhaupt ist. Physisch betrachtet nämlich genauso wenig. Gold und die Dollarnote hat für uns Menschen nur darum einen Wert weil wir an diesen glauben. Gold könnte genauso als einen Klumpen Stein betrachtet werden.

Frontalangriff von Amazon im Offline Payment

Amazon hat in den USA einen Frontalangriff im stationären „Point of Payment“ lanciert. Neu ist es möglich, in verschiedenen Geschäften (z.B. TGI Fridays Restaurants) mit den in Amazon hinterlegten Zahlungsinformationen zu bezahlen. Ablaufen tut dies über die Amazon App welche eine entsprechende Erweiterung erhalten hat.

Interessant ist, dass in den USA 75% der Smartphone Benutzer die Amazon App installiert haben. Dies ist eine eindrückliche Zahl – insbesondere wenn man weiss, dass die App in den offiziellen Stores (Google Play & Apple AppStore) nicht erhältlich ist, sondern über eine Umweg installiert werden muss.

Ein interessanter Artikel zu diesem Thema findet ma bei Forbes.

Amazon Pay Places Will Fundamentally Change Retail

Künstliche Intelligenz – echt jetzt?

In aller Munde und Medien ist aktuell die Rede von künstlicher Intelligenz und wie diese in Kürze alles übernehmen wird und überspitzt gesagt die Menschheit so mehr oder weniger überflüssig macht. Bereits gibt es auch erste Warner wie Elon Musk von Tesla welche sagen, dass die Entwicklung von künstlicher Intelligenz eines der grössen Risiken der Menscheit darstellt und man diese regulieren müsse (lesenswerter Artikel dazu hier: https://www.theverge.com/2017/7/17/15980954/elon-musk-ai-regulation-existential-threat ).

Aber was ist überhaupt künstliche Intelligenz? Ist diese gleichwertig wie die Menschliche? Ich denke es ist wichtig, dass man in diesem Kontext genauer betrachtet und zwei Dinge auseinander hält. Die Anwendungen welche heute unter dem Schlagwort künstliche Intelligenz laufen, haben genau betrachtet ziemlich gar nichts mit Intelligenz zu tun. Der Begriff „Machine Learning“ ist hier eher korrekt und aussagekräftig. Das was die AGFA’s (Apple, Google, Facebook, Amazon) heute machen ist nichts anderes als mit statistischen Werkzeugen und immensen Datenbeständen Muster und Vorhersagen zu errechnen. Die Datenbestände bilden natürlich historische Aktionen und Entscheidungen von Menschen ab, was wiederum dazu führt dass die Muster und Vorhersagen des Machine Learning intelligent und menschlich erscheinen (sollten…). Das Ganze hat aber nichts mit einer richtigen Intelligenz zu tun.

Seanbatty / Pixabay

Ein Vorreiter dieses Thema und der Wissenschaft um die „richtige“ künstliche Intelligenz ist der Schweizer Neurowissenschaftler Pascal Kaufmann. Er ist weltweit einer der Vorreiter dieses Forschungsgebiets und hat nebenbei auch eine Firma in der Schweiz gegründet wo er Erkenntnisse aus seiner Forschung in eine Software für’s Wissensmanagement einfliessen lässt.

Auf der IT-Branchenplattform ZDNet.com ist ein lesenswerter Artikel über Kaufmann und das obige Missverständnis erschienen welche ich allen empfehle.

True AI cannot be developed until the ‚brain code‘ has been cracked: Starmind | ZDNet

Wer sich weiter fürs Thema interessiert, dem empfehle ich ein Artikel auf der Webseite Netzwoche wo noch näher aufs Thema eingegangen wird.

http://www.netzwoche.ch/news/2017-03-15/warum-kuenstliche-intelligenz-nicht-intelligent-ist

Wie Drohnen die Wirtschaft erobern 

Viele wissen es kaum. Die Schweiz gehört in der Forschung und Nutzung von Drohnentechnologe weltweit zu den führenden Nationen. Insbesondere die ETH und EPFL sind ganz vorne dabei in diesen Gebieten und diverse Spinoffs sind bereits aus diesen Forschungsarbeiten resultiert.

Die Netzwoche hat einen sehr guten Artikel zum Thema welche einem eine Übersicht über die Technologie gibt, potentielle Anwendungszwecke und die Rolle der Schweiz.

Ich empfehle den Artikel allen. Die Lesezeit beträgt ungefährt 10 Minuten. Könnte auch sein, dass die eine oder andere Firma mittelfristig als Investitionsmöglichkeit gentutz werden könnte.

Der Markt für kommerzielle Drohnen floriert. Hiesige Hersteller und Entwickler bringen die fliegenden Helfer weltweit zum Abheben. Sie machen den Standort Schweiz zum Vorreiter auf dem Gebiet der Drohnentechnologien.

Quelle: Wie Drohnen die Wirtschaft erobern | Netzwoche

Zug führt Blockchain-ID für seine Einwohner ein

Die Schweiz und insbesondere Zug gilt in Fachkreisen als die weltweite Hochburg rund um Blockchain. Diverse Unternehmen und Startups welche im Bereich der Blockchain forschen und Produkte entwickeln sind im „Crypto Valley“ ansässig. Die Stadt Zug unterstützt dieses Ökosystem sehr aktiv und ermöglicht beispielsweise schon seit Sommer 2016, dass gewisse Dienstleistungen der öffentlichen Hand mit Bitcoin bezahlt werden können. Das wird auch sehr rege genutzt – von 12 Personen :-). Das Ganze hat natürlich auch einen Bezug zum Standortmarketing.

Ab Herbst 2017 ermöglich Zug nun seinen Bürger eine digitale Identität auf Basis der Blockchain zu erhalten. Damit können sie alle Tätigkeiten mit der öffentlichen Hand digital erledigen ohne dass ein sonstiger Nachweis nötig ist. Im Frühling 2018 soll auch erstmalig mit dieser Identität online abgestimmt werden können.

Eine digitale Identität ist in dieser Form nichts Neues und wurde in diesem Blog auch schon thematisiert (siehe auch Monatsbericht Juni 2017). Neu ist aber das digitale Identität mit der Blockchain-Technologie verbunden wird. Es gibt bereits diverse Forschungspapiere zu diesem Thema, aber eine konkrete, produktive Umsetzung gibt es noch keine. Hiermit ist Zug weltweit in einer Pionierrolle unterwegs und ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung und wie die Lösung genutzt werden kann.

Quellen:

BTC-ECHO | Zug führt Blockchain-ID für seine Einwohner ein

Präsentation der Projektverantwortlichen der Stadt Zug (die Lösung wird auch live gezeigt)

Revolut – Beyond Banking

02.Wie angekündigt werde ich in diesem Blog regelmässig auch spannende Lösungen und Startups aus dem Fintech Bereich vorstellen.

Eine davon ist Revolut. Ihr Slogan lautet schlicht und einfach „Beyond Banking“ und wurde 2015 lanciert. Zielgruppe dahinter sind Leute welche urban und international unterwegs sind. Der USP von Revolut ist, dass alles über digital & mobile verfügbar ist sowie dass mit einer Prepaidkreditkarte verschiedene Währungen verwaltet und genutzt werden können. Die Umrechnungskurse sollen ebenfalls günstiger als bei der Banken-Konkurrenz sein. Das Verschieben von Geld zwischen den Währungen passiert in Echtzeit, ebenfalls sind Überweisungen an Dritte wesentlich schneller.

Revolut wurde von zwei Ex-Bankern gegründet (Credit Suisse & Deutsche Bank) und  hat rund 750’000 Kunden. In diesen Tagen haben sie eine zweite Finanzierungsrunde durchlaufen und 66 Million Dollar an Zusatzkapital erhalten.

Mittlerweile gibt es neben dem kostenlosten Standardangebot auch ein Premiumangebot sowie ein Angebot für Business Kunden. Das Premiumangebot enthält schnelleren Support, eine exklusivere Mastercard und weniger Einschränkungen/Kosten bei Geldbezügen. Revolut kann auch aus der Schweiz genutzt werden.

We’re building a 21st century banking alternative designed for your global lifestyle. It’s like having a local bank account wherever you are.

Quelle: Revolut – Beyond Banking

USA: Kryptowährungen sollen bei Einreise kontrolliert werden | BTC-ECHO

Ich habe spasseshalber immer gesagt, dass mit es mit Cryptocurrencies am einfachsten ist zum Geld schmugglen. USB Stick rein, Wallet übertragen, über Grenze und gut ist. Witz am ganzen ist jedoch, dass es bei den Cryptocurrencies im Endeffekt eigentlich keine Grenzen mehr gibt.

Eine Gruppe von US-Abgeordnete verlangt nun aber nach einer Regelung, dass bei der Einreise Bitcoin-Bestände über USD 10’000 deklariert werden müssen. Macht zwar in einer „alten“ Denkweise Sinn, jedoch kann ich mir keinen realistischen Weg vorstellen wie man das kontrollieren und durchsetzen will.

Quelle: USA: Kryptowährungen sollen bei Einreise kontrolliert werden | BTC-ECHO

Grundbuchamt über Blockchain – Schweden macht es vor!

 

Die Blockchain Technologie bietet viele Möglichkeiten und Potential. Aus meiner Sicht gilt es zu unterscheiden zwischen den Ansätzen welche disruptiven Charakter haben (z.B. Bitcoin) und dadurch Bestehendes umkrempeln und durch etwas Neuartiges ersetzen. Anderseits kann man mit der Blockchain auch bestehende Systeme effizienter machen und dadurch Kosten sparen. Nachvollziehbar ist, dass die zweite Kategorie sehr viel rascher sich durchsetzen und durch etablierte Branchen übernommen wird.

Die Grundbuchämter in Schweden gehen nun diesen Schritt und digitalisieren das Grundbuchamt durch eine Blockchain. Seit 2016 wurde bereits geforscht; Ende Mai wurde nun die letzte Testphase abgeschlossen.

Spannend ist, dass in der Testphase auch zwei Banken involviert waren. Denkbar ist es natürlich, dass auch Banken und ihre Prozesse sich mittelfristig in die Blockchain der Grundbuchämter integrieren. Die Effizienzgewinne und dadurch Aufwandreduktionen dürften relativ gross sein.

Quelle: Schweden nutzt jetzt offiziell die Blockchain für Grundbucheintragungen | BTC-ECHO

Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

In Vietnam eröffnet die TPBank neue Art von Filialen. Ist dem Pop-Up Store sehr ähnlich und macht auf mich den Eindruck eines „pimped up“ Bancomaten.

Technologieorientierte, digitale Video-Bankfilialen ermöglichen Finanzgeschäfte rund um die Uhr mit hoher Customer Experience

Quelle: Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

Danke @Christian für den Tipp.

Wenn Computer selbständig programmieren

Heute ist es ja so, dass alle Programme und Algorithmen von einem Entwickler aus Fleisch und Blut geschrieben werden muss. Mit den laufenden Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz, wäre es aber auch denkbar, dass Computer selber programmieren.

Genau dies erforschen Wissenschaftler der ETH Zürich. Aber auch hier gilt, dass ein Umschalten von 0 auf 100 nicht realistisch ist. In der ersten Phase ihrer Forschungsarbeiten ist daher nicht das Ziel, dass Computer vollkommen selbständig entwicklen, sondern dass sie Entwickler helfen besser zu werden (z.B. mit Empfehlungen und Assistenten). In dieser ersten Unterstützungsphase können die Algorithmen aber nicht nur helfend wirken, sondern lernen gleichzeitg auch dazu und optimieren sich. Mittelfristig dürfte es dann Folge sein, dass Computer selbständig programmieren. ETH-Professor Martin Vechev prophezeit „In zehn Jahren wird die Automatisierung so weit fortgeschritten sein, dass Computer autonom kurze Programme schreiben können

Quelle: Vom Computer programmiert | ETH Zürich

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