Vorläufiges Ende des VZ Innovation Blog

Hallo zusammen

In den letzten rund 16 Monaten habe ich euch in diesem Blog das Neuste und viel interessantes rund um Digitalisierung, Fintech & Co. versucht näher zu bringen.

Ich werde per Mitte Juli das VZ Vermögenszentrum verlassen. Ob und wie dieser Blog weitergeführt wird, ist aktuell noch offen.

Wer sich anderweitig up-to-date halten will, dem empfehle ich folgende Quellen:

Zudem bleibe ich dem Planeten anderweitig erhalten und werde mich auch auf LinkedIn ab und zu mit interessanten und spannenden Beiträgen melden. Wer interessiert ist darf mir dort folgen oder sich mit mir verbinden. Tendenziell dürfte sich mein Themenfokus aber etwas von der Finanzindustrie wegbewegen. Autonome Fahrzeuge und die Reisebranche dürften meine neuen Schwerpunkte werden :-).

Alles Gute und man sieht sich ja bekanntlich immer mehrfach im Leben.

VZ Innovation Lab – Monatsbericht Juni 2018

Der neuste Monatsbericht des VZ Innovation Lab ist veröffentlicht. Folgende Themen sind drin:

  • Nennenswerte Marktentwicklungen
    • Simpego – neues Insurtech Startup in der Schweiz
    • Bundesrat prüft E-Franken
    • Paypal kauft iZettle
    • Starbucks besitzt das meistgenutzte Mobile Payment System
    • MoneyPark lanciert Hypothekenmarkt
    • Revolut wird gebührenfreies Trading anbieten
    • Neue rein digitale Bank „Neon“ wird im Sommer lanciert
    • Hypi Lenzburg ermöglicht Konten für Blockchain Unternehmen
    • Safe-Side – neues Insurtech Startup im Life Insurance Bereich
    • Deutsche Bank begräbt digitale Bank
    • Insurtech-Startup Coya erhält Funding
  • Spannende Lösung – Tend
  • Video des Monats – Rise of the Super Apps

Den vollständigen Bericht (inkl. PDF Downloadmöglichkeit) findet man hier:  https://vzilab.ch/monatsbericht-vz-innovation-lab-juni-2018/

What Is Ethereum?

Blockchains haben ein grosses Potential. Das dürfte in dem Sinne nichts neues mehr sein – insbesondere für Leser dieses Blogs. Aber was steht wirklich dahinter und wo können Blockchains ihren Nutzen ausspielen? Ich denke ein Bereich werden die Kryptowährungen sein, ein viel wichtiger Bereich werden zukünftig aber “Smart Contracts” spielen.

Ethereum ist die grösste und wichtigste Blockchain neben der Bitcoin Blockchain. Ethereum ist aber speziell für Smart Contracts optimiert und ist im weiten Sinne eine Plattform. Einen guten Überblick und Einführung in das Thema gibt ein Artikel von “CBInsight”.

Ich sehe das Potential von Ethereum in der Grössenordnung von Google und Facebook. Schon heute werden wichtige Anwendungen (so beispielsweise fast alle ICO) auf der Ethereum Blockchain produktiv betrieben.

We dive into one of the world’s most popular cryptocurrencies, from a simple explanation of what Ethereum is to some of the currency’s uses and drawbacks (and what it has to do with cats).

Source: What Is Ethereum?

VZ Innovation Lab – Monatsbericht April 2018

Der neuste Monatsbericht des VZ Innovation Lab ist veröffentlicht. Folgende Themen sind drin:

  • Nennenswerte Marktentwicklungen
    • BLKB, Basler Versicherungen und Anivo kooperieren für Versicherungslösungen bei Hypothekarkunden
    • Generali, Allianz, Swiss Re und Zürich Versicherungen gründen Blockchain-Startup
    • Creditgate lanciert Konsumkredite mit Minuszinsen
    • Migros integriert Twint
    • Microsoft bringt die Cloud in die Schweiz
    • N26 erhält gewaltige Finanzspritze
    • Finnova & GLKB entwickeln Kreditberatungslösung
  • Spannende Lösungen
    • Swiss Crypto Franc
    • Interaktive Chats bei Schadenmeldung bei Baloise
  • Ausbildungsthema des Monats – Serverless Computing
  • Gadgets des Monats – E-Sport

Den vollständigen Bericht (inkl. PDF Downloadmöglichkeit) findet man hier:  https://vzilab.ch/monatsbericht-vz-innovation-lab-april-2018/

Privacy Paradox

Das Thema Datenschutz ist aktueller denn je. Kaum eine Woche vergeht ohne dass nicht eine Nachricht die Runde macht wo ein Datenklau/-missbrauch stattgefunden hat. Aber was ist die Lösung für das Problem? Es gibt verschiedene Ansätze.

Ganz radikal ist der Ansatz von Michal Kosinski, Professor an der Stanford University. Er sagt “the End of Privacy” voraus und ist überzeugt, dass der Datenschutz an sich ausgedient hat. Er hat die Studie begründet bei welcher nur 75 Likes auf einer sozialen Plattform wie Facebook & Co. reichen, um ein umfassendes psychologisches Profil zu erstellen. Ich habe in diesem Blog auch schon darüber geschrieben.

Andere Ansätze gehen eine andere Richtung. So beispielsweise das neue EU-Recht “GDPR” (General Data Protection Regulation). Diese neue Datenschutzverordnung zwingt den im EU-Raum tätigen Unternehmen harte Vorgaben rund um den Datenschutz auf und bestraft drakonisch bei Zuwiderhandlung (Bussen bis zu 20 Mio EUR oder 4% des weltweiten Umsatzes). Die Netzwoche hat ein gutes Dossier darüber zusammengestellt. Für viele Unternehmen gehen die Vorgaben aber zu weit und sind auch kaum praktikabel umsetzbar. Rechtsexperten gehen davon aus, dass vor allem erste Rechtsurteile den Umfang von GDPR klarer definieren werden. Für Unternehmen natürlich eine schwierige Ausgangslage.

Hinzu kommt das sogenannte Privacy Paradox. Wenn man auf der Strasse Leute fragen würden, ob sie einem Fremden Zugriff auf all ihre Daten (z.B. Kalender, Emails etc.) geben würden, würde wohl jeder dies verneinen. Anderseits stellt es für viele kein Problem dar, Google, Facebook & Co. kompletten Zugriff auf ihr digitales Leben zu geben. Sind denn diese Leute alle naiv?

Nein, sind sie nicht. Florent Thouvenin – Rechtsprofessor an der Uni Zürich – forscht in diesem Bereich und im UZH Magazin 01/18 hat es einen sehr interessanten Artikel zum Thema.

Privat im Netz  (PDF)

Moderne Technologien sind gefährlich, muss das Individuum deshalb vor ihnen
möglichst lückenlos geschützt werden? UZH­ Rechtsprofessor Florent Thouvenin
hält diesen Ansatz des heutigen Datenschutzes für verfehlt.

Eine seiner Grundthesen besagt, dass Personen keine Probleme damit haben wenn fremde Personen welche sie nicht kennen auf ihre Daten Zugriff haben. Sobald aber jedoch potentiell ihnen bekannte Personen Zugriff haben könnten, dann greift das Thema Privatsphäre. Ebenfalls wird aufgeführt, dass solange transparent ist was mit den Daten passiert und dies für einen Benutzer selber nachvollziehbar ist, das Thema ganz anders eingeordnet wird. Der Artikel ist sehr interessant und empfehle ich allen. Florent Thouvenin beschreibt auch Ansätze wie man das Problem lösen könnte.

Die Welt dreht sich schneller – zumindest teilweise

Im Artikel “Die Mär vom rasenden Fortschritt” habe ich mich auch schon mit dem Thema der Geschwindigkeit des Fortschritts ibefasst. Studien haben gezeigt, dass sich die Geschwindigkeit des Fortschritts in den letzten Jahren nicht stark verändert hat. Diese war früher teilweise sogar höher.

Interessant ist aber, dass sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Geschwindigkeit bis sich Techologien etabliert haben, stark zugenommen hat.

Die Internetseite “Visual Capitalist” hat hier eine sehr interssante Infografik erstellt.

Zwar beziehen sich die Werte auf die USA. Ich denke jedoch, dass diese vergleichbar mit Europa und der Schweiz sind.

Wie man sieht brauchen neuere Technologien (bspw. Internet, Smartphones, Social Media) viel weniger lang, bis sie einen hohen Adaptionsgrad erreichen.

See over 100 years of technological adoption on this interactive chart. It can explore everything from the washing machine to smartphones, with one click.

Source: Chart: The Rising Speed of Technological Adoption

AlphaGo – The Movie

Methoden rund um die künstliche Intelligenz machten in den letzten Monaten und Jahren riesige Fortschritte. Das eindrücklichste Ereignis war sicherlich der Sieg einer künstlichen Intelligenz von Deep Mind (einer Google/Alphabet Tochterunternehmung) im Spiel Go gegen den mehrfachen Weltmeister Lee Sedol im März 2016.

Das Spiel Go galt bis zu diesem Ereignis als unerreichbar für Computerintelligenz, da es eine wesentlich höhere Komplexität als beispielsweise Schach besitzt. Die Anzahl möglicher Züge respektive Varianten ist aufgrund eines grösseren Spielbrett grösser als die Anzahl aller Atome im gesamten Universum. Ein reiner “Brute-Force” Algorithmus welcher einfach bei jedem Spielzug die höchste Wahrscheinlichkeit aufgrund vergangener Spiele berechnet und wählt ist bei Go darum keine Möglichkeit. Die Brute-Force Strategie hat beispielsweise der Computer “Deep Blue” beim Sieg gegen Gary Kasparov angewendet.

Bei besagtem Wettkampf hat damals der AlphaGo Algorithmus Lee Sedol mit 4:1 geschlagen. Vor dem Turnier war Lee Sedol noch hunderprozentig überzeugt, dass der Computer keine Chance haben wird. Nach dem Turnier hat er zu Protokoll gegeben “AlphaGo sei mit seiner Art des Spiels fast in göttliche Bereiche vorgestossen”. Hervorzuheben war insbesondere, dass AlphaGo oft Strategien angewandt hat, welche völlig unkonventionell waren und zuvor noch nie gesehen wurden. Dies hat Lee Sedol vor allem in den ersten Spiele total aus der Bahn geworfen.

Über dieses Turnier gibt es nun einen eindrücklichen Dokumentarfilm namens “AlphaGo” welcher die Vorbereitungen sowie das Turnier selbst beleuchtet. Es wird schnell klar, was für ein prägendes Ereignis rund um das Thema künstliche Intelligenz dieses Turnier noch auf lange Zeit hinaus sein wird. Der Film ist sehr spannend und kurzweilig. Wer mal wieder fernsehen will, sich aber mit einem spannenden Zukunfsthema auseinander setzen möchte, dem empfehle ich den Film unbedingt.

Den Film kann man auf Netflix (https://www.netflix.com/title/80190844) schauen. Auf Google und ITunes sollte er auch in Kürze verfügbar sein. Die Homepage zum Film findet man hier: https://www.alphagomovie.com/.

 

Meistgelesene Artikel im 2017

Das Jahr 2017 ist schon wieder vorbei. Folgende Artikel war die Meistgelesenen auf dem VZ Innovation Blog.

Wenn es meistgelesene Artikel gibt, dann natürlich auch wenigstgelesene :-). Pflaume des 2017 ist….

Die Zukunft des Einzelhandel
https://vzilab.ch/2017/05/31/die-zukunft-des-einzelhandel-sueddeutsche-zeitung/

Briefpostkosten 2016 im weltweiten Vergleich

Ein Artikel über Briefporto? in einem Innovation Blog? Ja, genau.

Ich bin überzeugt, dass der aktuelle Stand der Digitalisierung eines Landes, Unternehmens, Person, you name it, auch daran gemessen werden kann, wie viel “pyhsisches” noch im täglichen Doing dazu gehört.

Nun bin ich aber doch erschrocken ob den Zahlen welche die Seite fintechnews.ch erhoben hat. Die Schweiz gehört international zu den Spitzenreiter bei der physischen Post. Noch immer werden 269 Briefe pro Einwohner pro Jahr versendet. Wenn man dies in Relation zu den Kosten setzt so ist die Schweiz Sieger. Umgerechnet 248 Euro Kosten entstehen pro Jahr für die Briefpost im Schnitt pro Einwohner. Das sind nur die Portokosten, die “Herstellungskosten” sind hier nicht berücksichtigt.

Es gibt also Potential…..

Source: Digitalisierung 2017? In diesen Volkswirtschaften werden Milliarden für Briefpost ausgegeben! | Fintech Schweiz Digital Finance News – FintechNewsCH

Google X Labs

Die Google X Labs haben schon fast den Charakter eines Mythos. Viele spannende Projekte und Initiative – wie zum Beispiel die selbstfahrenden Autos – wurden dort initiiert und aus der Taufe gehoben.

Der US-Blog Geekwire erhielt die Möglichkeit etwas hinter die Fassaden zu schauen und hat ein spannendes Porträt draus gemacht. Es wird auch erklärt warum einzelne Personen dort mit Rollschuhen unterwegs sind 🙂

Get an inside look at X, the Alphabet “moonshot factory” where researchers work on Google-inspired innovations such as Project Loon’s internet-beaming balloons.

Quelle: Inside the X moonshot factory: Where Google’s ideas fly high (or fizzle) – GeekWire

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