Firmengründung via Blockchain – auch das VZ war dabei!

Die Standort-Initiative “Digital Switzerland” hat sich auf die Fahne geschrieben die (digitale) Innnovation in der Schweiz zu fördern. Ein Mittel dabei ist, dass sie regelmässig sogenannte “Challenges” ausruft und Mitglieder der Initiative versuchen Anwendungsfälle mit digitalen Mitteln besser, einfacher und schneller zu lösen. Bei “Digital Switzerland” handelt es sich um eine “branchenübergreifende Zusammenarbeit mit gemischten Teams aus Grossfirmen, Startups und Wissenschaft”. Dazu gehören Unternehmen wie die SBB, Ringier, ABB und diverse andere. Mehr Informationen zur Initiative “Digital Switzerland” findet man auf dieser Webseite: https://digitalswitzerland.com/

Firmengründungen sind eine zähe Sache und bedingen je nach Land oft viele (schriftliche) Formalitäten und dauern entsprechend. In der Schweiz dauert dieser Prozess im Schnitt bis zu sechs Wochen

+

Eine dieser Challenges von “Digital Switzerland” beinhaltete darum die Firmengründung innerhalb von 48h über eine Blockchain zu lösen. Dieses Vorhaben konnte nun erfolgreich umgesetzt werden. Neben dem VZ Vermögenszentrum waren eine Reihe von anderen Unternehmen/Institutionen beteiligt – dabei handelt es sich um Proxeus (Blockchain Startup), IBM, Swisscom, Stadt Zug sowie mehrere Anwaltskanzleien.

Eine tolle Sache und beweist einmal mehr, dass mit der sinnvollen Anwendung von innovativen und digitalen Technologien viel möglich ist.

Auch in den Medien war der Case ein Thema.

 

 

 

Wie funktionieren Kryptowährungen – sehr einfach erklärt durch BBC

Die BBC hat immer mal wieder gute Videos welche Technologien und Themen auf sehr einfache und verständliche Art und Weise erklären.

Ein neues Video nimmt sich dem Thema Kryptowährungen an. Nach Schauen des Videos sollte auch der Letzte das Prinzip von Kryptowährungen (und schlussendlich dem Potential dahinter) verstanden habe. Die grundlegende Funktionsweise welche im Video erklärt wird, kann man übrigens mehr oder weniger eins-zu-eins auf die Blockchain übertragen.

Source: Bitcoin explained: How do crypto-currencies work? – BBC News

Blockchain & Banking

Die Blockchain Technologie dürfte einen grossen Einfluss auf viele Branchen haben. Eigentlich überall dort wo heute Institutionen für Vorgänge und Ansprüche bürgen und garantieren. Insbesondere im Banking besteht aus meiner Sicht ein grosses Disruptionspotential für Blockchain Anwendungen.

CBInsights ist ein Beratungs-/Forschungsunternehmen welches mit Technologien, Startups & Co. auseinandersetzt. In einem lesenwerten Artikel wagen sie einen Blick in die Glaskugel und zeigen fünf potentielle Anwendungsgebiete für die Blockchain im Banking auf.

CBInsights: How Blockchain Could Disrupt Banking

«Bla bla Blockchain!»

Beim Thema Blockchain landet man sehr schnell bei Technologien und mathematischen und kryptologischen Begriffen. Darum resignieren viele Leute alleine schon deshalb davor, sich intensiver mit der Blockchain auseinander zu setzen. Grundsätzlich ist das Prinzip dahinter aber sehr einfach.

Ich habe schon viele Erklärungsversuche gesehen welche aber meist trotzdem scheitern. Bei der Online Zeitung “Tageswoche” aus Basel hat es nun aber einen Artikel welchen ich als sehr gelungen betrachte und wirklich jeden die Grundzüge einer Blockchain verstehen lässt. Ich empfehle diesen Artikel uneingeschränkt allen.

Die Blockchain soll die nächste digitale Revolution werden. Doch was ist eine Blockchain? Und ein Smart Contract? Und ein ICO? Lucas Sommer, angehender Neuroinformatiker und Mitarbeiter in einem Tech-Start-up, erklärt seiner Freundin die Grundlagen. 

«Bla bla Blockchain!» – ein Eingeweihter erklärt uns Laien den neusten Hype – TagesWoche

Alles Blockchain, oder was?

Das die Blockchain-Technologie eine grosse Zukunft hat und viele unserer heutigen Prozesse und auch Geschäftsmodelle komplett umwälzen wird, muss ich in diesem Blog nicht weiter ausführen. Habe ich schon zur Genüge getan. Wer noch immer nicht überzeugt ist, naja bitte sich wirklich mal damit auseinander setzen.

geralt / Pixabay

Handkehrum sind wir momentan aber auch in einem Hype unterwegs. Wie Marktschreier gibt es Personen welche überall nur noch Blockchains sehen. Das finde ich auch kompletten Humbug.

Auf Forbes.com hat es einen interessanten Artikel zum Thema:
Eight Reasons To Be Skeptical About Blockchain

Einige der Punkte haben effektiv etwas. Sind jedoch teilweise auch zu kurz gedacht.

Hier meine Überlegungen zu einzelnen Punkten:

“Blockchain ist die Lösung wo das Problem noch gesucht wird”
Das ist tatsächlich so. Wir als Gesellschaft wissen noch gar nicht für was wir die Blockchain alles nutzen können. Aktuell ist vor allem der Anwendungsfall von Kryptowährungen im Fokus. Wenn wir uns aber zurückversetzen als erste Handys auftauchten. Da hätte auch noch niemand daran gedacht, dass sie mal die Fotokamera, Fernseher, Briefpost, Zahlungsmittel, <<füge hier ein für was du dein Smartphone brauchst ein>> ablösen werden. Die Vorteile einer Blockchain liegen aber glasklar auf der Hand. Die sinnvollen Anwendungsfälle werden mit der Zeit folgen.

“Endbenutzer wollen keine Blockchain benutzen” & “Blockchain ist zu kompliziert”
Ja, das kann man so stehen lassen. Jedoch ist es auch so, dass kein Benutzer TCP/IP (Tip: Netzwerkprotokoll dass benutzt wird zum Surfen im Web) nutzen will, oder weiss was detailliert in seinem Smartphone vor sich geht. Was ist passiert? Der Endbenutzer erhält eine hübsche Oberfläche welche die Komplexität vor ihm verbirgt. Genau so funktioniert es heute teilweise schon mit Bitcoin Wallets, und genau so wird es auch bei anderen Anwendungsfällen (z.B. Smart Contracts) passieren.

“Blockchain wird die Transaktionskosten erhöhen”
Auch dieser Punkt hat teilweise etwas. Wie man Ende 2017 gesehen hat sind die Transaktionskosten (effektive Gebühren, wie auch zeitliche Bestätigung) extrem gestiegen. Das sind aber Punkte welche andere Blockchain-Plattformen (wie bspw. Ethereum) schon addressiert haben. Un mit dem absehbaren Umstieg von “Proof-of-Work” auf “Proof-of-Stake” bei verschiedenen Plattformen dürfte sich dass etwas entschärfen. Wenn man aber eine Bruttorechnung machen würde was bspw. eine Zahlung aus der Schweiz in die USA an Kosten verursacht (Systeme, Mitarbeiter, zeitlicher Lag) bin ich mir nicht mehr so sicher ob das Argument greift.

 

Neue Compliance Platform auf Blockchain Basis

Die Grossbanken UBS und CS sowie der Infrastrukturanbieter SIX und weitere Partner (Barclays, KBC und Thomson Reuters) werden in wenigen Wochen eine übergreifende Compliance Platform starten.

Grundidee dahinter ist, dass die Identifizierung von Gegenpartner gemeinsam gemacht werden kann und nicht durch jeden Teilnehmer selber. Hintergrund sind auch die verschärfenden regulatorischen Vorschriften im EU Raum welche auf Anfang 2018 in Kraft treten (MiFID II). Das Projekt wird (intern) als “Massive Autonomous Distributed Reconciliation platform” (Madrec) benennt.

Technisch wird die Lösung auf einer Ethereum Blockchain beruhen. Ethereum ermöglicht das Erstellen von sogenannten Smart Contracts. Smart Contracts sind “Computerprotokolle, die Verträge abbilden oder überprüfen oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen” (Wikipedia). Gemäss Aussagen von UBS Projektbeteiligten wird diese Lösung die erste go-live Blockchain Umsetzung der UBS sein.

Der Anwendungsfall macht sehr viel Sinn und ist aus meiner Sicht hervorragend geeignet für eine Blockchain Umsetzung. Die Aufwand-/Ertragsfrage dürfte ein “no-Brainer” sein.

Weitere Informationen findet man im Artikel von Coindesk

https://www.coindesk.com/ubs-launch-live-ethereum-platform-barclays-credit-suisse/

Fintech @ Switzerland

Die Swisscom (respektive ihr Banken Think Tank e-foresight) veröffentlicht jeden Monat eine Übersicht über die Schweizer Fintech Landschaft. Mittlerweile sind wir bei 209 Fintechs angekommen. Dazu gehört ein breites Sammelsurium aus verschiedenen Bereichen – von Robo-Advisor, über Blockchain/Crypto wie aber auch Insurance und Comparison Startups.

Die Übersicht kann bei der Swisscom nach Registrierung heruntergeladen werden:
https://www.swisscom.ch/de/business/enterprise/downloads/banking/monthly-fintech-startup-market-map.html

Die Zahl der Fintech hat sich in den letzten 3 Jahren mehr als verdoppelt. Doch wie nachhaltig ist der Bereich Fintech? Die Meinungen gehen da weit auseinander. Einig ist man sich wohl darin, dass der Aufbau eines Geschäftsmodells über B2C (Business to Customer) in der Schweiz nur sehr schwer möglich ist. Dies einerseits weil der typische Schweizer Bankkunde kaum zu einem Wechsel motiviert werden kann, anderseits ist der Markt in der Schweiz auch nicht gross genug, dass sich riesige Investments rechnen. So sind die meisten erfolgreichen Fintechs entweder im B2B Bereich (z.B. Loanboox, Advanon) tätig, oder bieten ihre Lösungen anderen Banken an damit diese sie für ihre Kunden einsetzen (True Wealth mit BLKB, Contovista bei diversen Kantonalbanken).

Das Finanzmagazin “Bilanz” hat darüber einen lesenswerten Artikel geschrieben, welcher das Thema aus verschiedenen Blickwinkel beleuchtet, aber auch kritisch hinterfragt ob da auch Übertreibungen dahinter stehen.

Bilanz: Fintech – ein Hype stösst an Grenzen
https://www.bilanz.ch/invest/finanzindustrie-fintech-ein-hype-stosst-grenzen

 

Videobeweis via Bitcoin-Blockchain

Über den Wert und die Nachhaltigkeit von Bitcoin kursieren viele verschiedene Meinungen. Ich persönlich denke, dass es noch zu früh ist eine abschliessende Beurteilung vorzunehmen.

Unbestritten ist jedoch der Mehrwert der Blockchain Technologie auf welcher Bitcoin läuft. Mit Blockchains kann man unveränderbar digitale Bestandesaufnahmen ablegen. Das Justizministerium von England will sich diesen Umstand nun zu Hilfe machen.

Die Idee ist es, dass Videoaufnahmen der Polizeieinsätze auf der Bitcoin(!)-Blockchain manipulationsresistent protokolliert werden und so sichergestellt wird, dass in einer rechtlichen Auseinandersetzung festgestellt werden kann, dass die Videoaufnahmen nachträglich nicht verändert wurden.

Technisch funktioniert dies so, dass der Hashwert der Videoaufnahme (ein Hashwert ist eine einzigartige, minifizierte “Zusammenfassung”, welche sich bei jeglicher Änderung sofort fundamental verändert) auf der Bitcoin Blockchain mittels eines “Colored Coin” gespeichert wird. Das bedeutet, es wird nicht eine eigentliche Währungstransaktion (Übertragung von Bitcoin Verkäufer zu Käufer) abgelegt, sondern nur eine Art Metadaten gespeichert. Die Bitcoin Blockchain wird somit etwas zweckentfremdet, aber technisch ist die Nutzung so erlaubt.

Ich finde den Ansatz sehr spannend. Die Bitcoin Blockchain wird zwar hier für etwas genutzt, was nicht unbedingt im primären Sinne der Erfinder war. Jedoch ist die Bitcoin Blockchain aktuell mehr oder weniger auch die einzige Blockchain (neben Ethereum) welche eine genug breite und neutrale Abstützung hat.

Quelle: Videobeweis via Bitcoin-Blockchain | BTC-ECHO

Was sind eigentlich Smart Contracts? 

geralt / Pixabay

Aber in meinem täglichen Doing erlebe ich immer wieder, dass nur die wenigsten effektiv verstehen was dahinter steht. Aus meiner Sicht ist es aber unerlässlich, dass man zumindest in den Grundzügen (ohne gleich eine Mathematik/Informatik-Ausbildung zu machen) versteht wie die Blockchain Technologie funktioniert. Zeit dies zu ändern :-).

Ein erste Begrifflichkeit welche man im Zusammenhang mit Blockchain immer wieder antrifft, sind die sogenannten Smart Contracts.

In meinem Webinar habe ich dieses Thema nur kurz angeschnitten. Smart Contracts haben aber mittelfristig viel das grössere Potential als die Blockchain Technologie nur für Kryptowährungen zu nutzen.

Das österreichische Zukunftsportal “futurezone.at” hat vor kurzem einen sehr guten Einführungsartikel zum Thema veröffentlicht.

Blockchain – Was sind eigentlich Smart Contracts?

https://futurezone.at/digital-life/blockchain-was-sind-eigentlich-smart-contracts/293.031.908

In diesem Artikel ist auch ein sehr informatives und gut erklärendes Video enthalten welches ich unbedingt empfehle.

Webinar “Blockchain & virtuelle Währungen”

Ende August fand im VZ ein Webinar zum Thema “Blockchain & virtuelle Währungen” statt.

Inhaltlich ging es dabei um folgende Themen:

  • Historische Betrachtung von Bitcoin & Blockchain
  • Funktionsweise der Blockchain anhand von Bitcoin
  • Spezielle Aspekte von Bitcoin
  • Anwendungsgebiete von Blockchains

Das Video findet man auf Youtube und kann man auch in Ruhe zu Hause (nochmals) anschauen (Dauer ca. 50 Minuten).

Ich habe eine Übersichtsseite zum Thema erstellt. Dort findet man Links zu Einführungsseiten, Plattformen und sonstige weitergehende Informationen. Bei Fragen zum Webinar hinterlasse eine Kommentar unten.

© 2017 VZ Holding AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.