Wie Google dem Assistant eine Persönlichkeit verleiht 

Chatbots und virtuelle Assistenten verbreiten sich immer mehr und ermöglichen ganz neue Anwendungen. Die Kommunikation mit diesen Assistenten – insbesondere bei Voice Assistants – unterscheidet sich jedoch stark zur bisherigen Interaktionen mit digitalen Geräten. Die Kommunikation wird persönlicher. Mittlerweile ist das Kommunikationsdesign solcher virtuellen Assistenten eine Wissenschaft für sich und wird aus meiner Sicht mittelfristig eine ähnliche Wichtigkeit erhalten wie heute das Webdesign. Ein gutes Webdesign trägt schon heute einen wesentlichen Beitrag zu einer erfolgreichen – oder halt nicht erfolgreichen – Website bei.

Im folgenden Artikel erläutert der Google Assistant Product Manager ein paar Eigenheiten zur Personalisierung und Lokalisierung. Lohnt sich!

Source: Wie Google dem Assistant eine Persönlichkeit verleiht | futurezone.at

Banken als Plattformen

Der Plattform-Gedanke ist nichts Neues. Vorallem in der E-Commerce Welt geben mittlerweile grosse Player wie Amazon, Zalando und Alibaba (Aliexpress) den Ton an und diktieren die Spielregeln.

In der Finanzwelt sieht das noch anders aus. Mit der zunehmenen Öffnung (auch wegen der neuen Zahlungsdirektive PSD2) versuchen aber auch vermehrt Finanzinstitute diesen Weg zu gehen. So haben in den letzten zwei Tagen zwei bekannte Unternehmen Vorstösse in diesem Bereich angekündigt.

Einerseits wird die Deutsche Bank ab Mitte 2018 Sachversicherungen über ihr Online-Portal anbieten. Es handelt sich dabei nicht um ein reines Abschlussgeschäft sondern um eine umfassende Dienstleistung (“Sachversicherungsverträge dort in einem „VersicherungsManager“ verwalten, optimieren und Neuverträge schnell und sicher abschließen.”). Die Deutsche Bank arbeitet hierbei mit dem digitalen Versicherungsmakler “Friendsurance” zusammen. Die Medienmitteilung findet man hier: Deutsche Bank stärkt das Geschäft mit Sachversicherungen – Newsroom

Das UK-Fintech Revolut hat in diesen Tagen ebenfalls angekündet Versicherungsangebote in ihre Apps aufzunehmen. Es handelt sich hierbei um einen sehr spezifischen Anwendungsfall. So kann man – ab sofort – zeitlich limitierte Reiseversicherungen abschliessen. Diese stützen sich auch gleich auf die GEO-Location Daten des Smartphones. Den Ansatz der Verwendung der Smartphone Sensoren in Kombination mit Finanzdienstleistungen finde ich persönlich sehr interessant. Hier den Blogartikel von Techcrunch dazu: https://techcrunch.com/2018/01/16/revolut-launches-geolocation-powered-travel-insurance/

Revolut entwickelt sich – technisch -sich sehr schnell und auch mit innovativen Ideen. So kann man seit Anfang Dezember auch Kryptowährungen direkt in der App kaufen und verkaufen.

 

Whatsapp hat Telefonie verdrängt

Beim Aufkommen der Handies war deren Verwendungszweck glasklar – man nutzte es zum Telefonieren. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr andere Anwendungen hinzu. Zu Beginn war es SMS, dann kam Surfen (zwar noch umständlich mittels “WAP”), danach fotografieren. Bis wir schlussendlich beim Smartphone angekommen sind wo man installieren kann was man will, getreu dem Motto “There’s an App for that”.

Heute wird das Handy für alles andere als Telefonieren genutzt. Telefonieren ist nur noch eine Randerscheinung. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Telekomanbieter Quickline auf. Mit Abstand am häufigsten wird das Smartphone gebraucht für Whatsapp (70%!). Danach folgt das Surfen im Internet (52%!).

Quelle: Quickline

Wichtig aus meiner Sicht ist in diesem Kontext wie sich der Gerätenutzen über die Zeit radikal verändert hat. Gleiches kann man auch bei anderen Geräten beobachten (Fernseher, virtuelle Assistenten). Ich bin überzeugt, dass man als Dienstleister sich immer bewusst sein muss, wie und für was ein Kunde seine Geräte und Kommunikationsmittel nutzt. Naheliegend und konsequent wäre es nun also wenn man als Firma auch auf Whatsapp präsent wäre und dort die Kommunikation darüber anbietet.

Source: Whatsapp hat Telefonie verdrängt – IT Magazine

Die richtige Headline

Es ist ein offenes Geheimnis dass die richtige Headline entscheidend sein kann, ob ein Nutzer etwas anklickt/liked oder nicht. Gleichzeitig wird heute aber mit reisserischen Headlines auch oft Unfug betrieben (Clickbaiting – was das?).

Die Website “Buzzsumo.com” hat diesbezüglich eine Analyse bei über 100 Millionen publizierten Artikeln auf Facebook durchgeführt  (Zeitraum März – Mai 2017) und ihre Erkenntnisse veröffentlicht.

Ich finde den Artikel sehr spannend, auch wenn jetzt nicht bahnbrechende Erkenntnisse herausgekommen sind. Zudem geht es im Artikel nur um englischsprachige Begriffe.

Quelle: We Analyzed 100 Million Headlines. Here’s What We Learned (New Research)

Wann und wie der Schweizer online einkauft

Digitec Galaxus – seineszeichen der grösste Schweizer Onlinehändler – hat eine Kurzstudie publiziert, welche aufzeigt wann und wie die Schweizer online einkaufen.

Sehr interessant ist, dass der Grossteil der Einkäufe auf die Zeiträume entfällt wenn Herr und Frau Schweizer eigentlich am Arbeiten ist. Das Wochenende hingegegen wird eher weniger dafür genutzt. Zeitlich sind vor allem die Randstunden kurz vor Mittag und Arbeitsschluss beliebt (11-12 Uhr un 16-17 Uhr). Das überrascht mich. Ich wäre davon ausgegangen, dass im Zeitraum kurz nach Mittag (12-14 Uhr) am meisten eingekauft wird, sowie am Sonntag.

Ebenfalls interessant ist, dass bereits 20 % der Einkäufe über mobile Geräte gemacht werden.

Die gesamte Medienmitteilung findet man hier:

Digitec Galaxus AG: Online-Shopping statt Kaffeepause

WeChat – die unbekannte Social Media Macht

–Update 23.08.2017– Das Magazin Technology Review hat noch einen spannenden Artikel zum Thema veröffentlicht.

Wenn wir in unseren Breitengraden von Messenger Plattformen reden, dann ist meist von Facebook und Whatsapp die Rede.

Was viele aber nicht wissen, im asiatischen Raum – primär China – gibt es eine Messenger-Plattform welche bezüglich Nutzerzahlen und Möglichkeiten in einer Liga wie die beiden obgenannten spielt respektive diese sogar übertrumpft.

Die Messenger-Plattform “WeChat” hat knapp 1 Milliarde (!) Benutzer und ist die primäre soziale Plattform in Asien. WeChat ist nicht einfach nur ein Messenger wie Whatsapp, sondern bietet noch viel mehr Möglichkeiten. So ist es möglich darüber Käufe zu bezahlen, Geld an andere zu überweisen, Tickets für Flüge & Co. zu bestellen und noch vieles mehr. Natürlich können auch einfache Nachrichten versendet werden :-).

Wenn man mit Personen aus dem asiatischen Raum spricht, so merkt man wie ein integraler Bestandteil des Lebens WeChat ist. Jeder nutzt es und macht praktisch alles darüber. Ob WeChat in Europa und den USA irgendwann auch eine grosse Verbreitung findet, bezweifle ich. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Möglichkeiten und Funktionen von WeChat (Dinge kaufen, Geld überweisen etc.) auch bald in den bei uns gebräulichen Messengern auftauchen werden. Hingegen wird schon jetzt angestrebt, dass asiatische Touristen in Europa und den USA mit WeChat bezahlen können. Erste Kooperationen in Deutschland laufen.

Für eine gute Übersicht zu WeChat generell und dem Bezahlsystem empfehle ich die folgenden Artikel aus dem Innvationsblog der DZ Bank in Deutschland.

Eine App für alles – das Ökosystem von WeChat

WeChat mit Bezahlsystem auf weltweite Expansionskurs

Wie Virtual Reality unser Leben verändern kann

Viele prophezeien es: Die Zukunft gehört der Virtual Reality.

Gartner sieht die Technologie bereits im “Slope of Enlightment” was gleichbedeutend ist, dass man in Kürze im Mainstream ankommen wird. Ich bin ebenfalls überzeugt, dass mit Virtual Reality ganz neue Formen der Unterhaltung aber auch Kommunikation möglich werden.

Das folgende, sehenswerte Video zeigt auf in welche Richtung es gehen könnte.

Geld senden und empfangen mit Gmail

Neu ist es möglich über Gmail auf dem Smartphone (Android) Geld an Andere zu senden und zu empfangen (aktuell nur UK). Ich bin überzeugt, dass in naher Zukunft es nicht mehr notwendig sein wird, dass Zahlungen in einem EBanking erfasst und freigegeben werden müssen. Mit Lösungen wie hier vorgestellt oder auch der geplanten Integration von Rechnungen für Twint (angekündigt an der http://finance20.ch, soll im Herbst kommen) kommt der Zahlungsprozess immer näher an die Kunde/Lieferant Schnittstelle und der – eigentlich unnötige – Umweg über eine dritte Plattform (=EBanking) wird wegfallen.

Quelle: https://techcrunch.com/2017/03/14/you-can-now-send-and-request-money-in-gmail-on-android/?ncid=rss

YouTube wird zum TV-Anbieter

YouTube wird in den USA zum TV Anbieter. So kann man für 35 USD die wichtigsten TV-Sender abonnieren (CBS, NBC, ABC, Fox etc.) sowie Sportsender (ESPN) und hat gleichzeitig auch einen online Videorekorder mit unbeschränkter Aufnahmekapazität (!). Das kommt einem mittleren Erdbeben gleich in der Medienindustrie der Staaten und könnte einen Paradigmawechsel einläuten.

Quelle: YouTube Is The First Digital Platform To Take On Live TV | Forrester Blogs

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