Deposit Solutions – deutsches Wunder-Fintech?

Von Zeit zu Zeit stelle ich auf diesem Blog auch interessante Fintechs vor.

Eines davon ist das Unternehmen „Deposit Solutions“ aus Hamburg. Gemäss einem Artikel der deutschen Zeitung „Die Welt“ von Ende Juni ist es das am schnellsten wachsende Finanz-Start-up der Welt. So soll das Unternehmen in der Zwischenzweit zwei Milliarden Euro an Kundengeldern verwalten – dies 20 Monate nach Start.

Die Idee dahinter ist, dass in Deutschland (und auch der Schweiz) meist keine Zinsen mehr auf Guthaben bezahlt werden. Handkehrum gibt es in anderen europäischen Ländern Institute die Einlagen suchen und durchaus auch bereit sind einen Zins zu bezahlen. Diese Insititute haben aber in der Regel keinen Zugang zu Privatkunden. Diese Verbindung soll Deposit Solutions herstellen. Die Privatkunden müssen dafür jedoch nicht Kunde bei Deposit Solutions werden, sondern das Angebot wird über die bestehende Bank (ohne Bankwechsel oder Kontoeröffnung) genutzt und abgewickelt.

Weitere Informationen zu Deposit Solutions findet man in diesem Artikel der Welt, oder direkt auf der Homepage.

Die Welt: Start-up Deposit Solutions: Deutsches Fintech sticht internationale Konkurrenz aus – WELT

Homepage: http://www.deposit-solutions.com/ 

Webinar „Blockchain & virtuelle Währungen“

Ende August fand im VZ ein Webinar zum Thema „Blockchain & virtuelle Währungen“ statt.

Inhaltlich ging es dabei um folgende Themen:

  • Historische Betrachtung von Bitcoin & Blockchain
  • Funktionsweise der Blockchain anhand von Bitcoin
  • Spezielle Aspekte von Bitcoin
  • Anwendungsgebiete von Blockchains

Das Video findet man auf Youtube und kann man auch in Ruhe zu Hause (nochmals) anschauen (Dauer ca. 50 Minuten).

Ich habe eine Übersichtsseite zum Thema erstellt. Dort findet man Links zu Einführungsseiten, Plattformen und sonstige weitergehende Informationen. Bei Fragen zum Webinar hinterlasse eine Kommentar unten.

EU öffnet Bankkonti mit der Brechstange

Ab nächsten Januar müssen Banken im EU-Raum Drittfirmen Zugang zu den Bankkonten ihrer Kunden geben (sofern der Kunde das natürlich wünscht). Im Fachjargon nennt man das PSD 2 (Payment Services Directive 2) und war in diesem Blog auch schon Thema (z.B. Banken als Plattform: Wie PSD2 die Finanzwelt verändert).

Was dies für einen Einfluss auf die Banken haben wird ist umstritten. Es geht von praktisch null zu 30-40% Einbussen auf dem Ertrag.

Die NZZ am Sonntag vom 26.3.2017 hat hierzu einen interessanten Artikel veröffentlicht. EU öffnet Bankkonti mit der Brechstange | NZZ am Sonntag

Doch was steckt überhaupt hinter dem PSD 2? Das European Payments Council (EPC) hat versucht dies in einer Infografik aufzuzeigen.

EPC Infographics PSD2

Quelle: http://www.europeanpaymentscouncil.eu/

 

IFZ FinTech-Studie: Die Schweiz hat das Potenzial zum globalen FinTech-Zentrum

Das IFZ Zug hat zum zweiten Mal eine Studie zu den verschiedenen Fintech-Märkten durchgeführt. Erstaunlicherweise ist die Schweiz mit Zürich und Genf auf den Plätzen 2+3. Dies überrascht mich doch stark und hängt natürlich auch stark von der Gewichtigung der Faktoren ab. Vor allem die Rahmenbedingungen wie politische Stabilität, Effizienz der Behörden aber auch Anzahl der Studienabgänger wurden genannt. Spannend finde ich, dass London nur auf Platz 8 ist – gilt es doch bis anhin als DER Fintech-Hub in Europa – sogar Amsterdam ist weiter vorne.

Ebenfalls wird die Rolle der Fintechs kurz beleuchtet. So kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Fintechs nicht eine Konkurrenz der Banken sind, sondern sich immer mehr als Lieferanten von Banken sehen. Diese Erkenntnis ist jetzt nicht bahnbrechend.

Quelle: IFZ FinTech-Studie: Die Schweiz hat das Potenzial zum globalen FinTech-Zentrum

Die zehn vielversprechendsten Schweizer Fintechs

Swisscom stellt die – aus ihrer Sicht – zehn vielversprechendsten Schweizer Fintech vor. Ich denke die Liste kann man mehr oder weniger so stehen lassen. Jedoch gibt es sicherlich noch andere spannende Unternehmungen – fast ganz vergessen ist aus meiner Sicht der Bereich Blockchain welcher in der Schweiz (insbesondere Zug) doch eine markante Basis hat. Firmen wie Ethereum, Monetas fehlen. Lykke ist der einzige Repräsentant.


Das Schweizer Fintech-Universum wächst täglich weiter. Annähernd 200 Unternehmen kämpfen um Kunden und Märkte. Hier sind die zehn vielversprechendsten Fintechs.

Quelle: Die zehn vielversprechendsten Schweizer Fintechs

XS2A: Treffen sich drei Banker im PSD2-Fahrstuhl … – IT Finanzmagazin

Die PSD2 Regulierung in Deutschland (Was ist das?) wird einen starken Einfluss auf die Banken im EU-Raum haben. Einerseits braucht es IT-mässig grosse Investitionen, anderseits gibt es Fintechs und Drittanbietern umfangreiche Möglichkeit um die Banken zu reinen Serviceprovidern (wo der Kunde nicht mal mehr richtig merkt welche Bank dahinter steckt) zu degradieren.

Eine – teilweise auch witzige – Erklärung der Reaktionsmöglichkeiten der Banken mit PSD 2 bietet der Artikel von Nadja Schlössel von figo.

Quelle: XS2A: Treffen sich drei Banker im PSD2-Fahrstuhl … – IT Finanzmagazin

Swiss Venture Capital Report 2017

Die Website „Startupticker.ch“ hat ihren jährlichen Venture Capital Report veröffentlicht.

Aus meiner Sicht die interessantesten Punkte:

  • In der Schweiz sind vor allem die Branchen Life Sciences (biotech/medtech) und branchennahe Unternehmungen im Fokus für grössere Investments
  • Fintech bewegt sich immer noch auf einem tiefen Level obwohl ein Wachstum vorhanden ist (132%).
  • Dieses Wachstum wurde primär geprägt durch die Investition von 28 Mio in FinanceFox
    -> http://startupticker.ch/en/news/september-2016/28-millionen-us-dollar-fur-den-insurtech-financefox
  • Weitere spannende Startups im Fintech Sektor
    • DealMarket (wurde im 2016 von der deutschen Unternehmung Drooms übernommen)
    • Elevence Digital Finance (wurde im 2016 von Digital Asset übernommen)

Hier geht es zum PDF

Fintech: Helvetia richtet mit der grossen Kelle an

Spannend. Mal sehen ob sich die Fintechs nun auf einen Geldsegen einstellen dürften. Ich zweifle noch dran.

Zur Unterstützung der Digitalisierung hat Helvetia Versicherungen Anfang 2017 den Helvetia Venture Fund lanciert. Der Fonds investiert systematisch in Start-ups, die zur digitalen Transformation des bestehenden Kerngeschäfts der beitragen und gezielte Geschäftsmodell-Innovationen ermöglichen,

Quelle: Fintech: Helvetia richtet mit der grossen Kelle an

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