Innovation & Ideen: von ausserhalb oder innerhalb

Im Innovationsmanagement gibt es verschiedene Ansätze wie man Innovationen ankurbeln kann. Eine Fragestellung dabei ist ob Innovation vor allem unternehmensintern oder durch Austausch mit externen Stakeholdern (Kunden, Konkurrenten, Lieferanten etc.) angestrebt werden soll. In letzter Zeit hat vor allem der zweite Ansatz mit dem externen Austausch grossen Zuspruch erhalten. Meist lief das unter dem Begriff „Open Innovation“ ab. Lange ging man davon aus, dass dies zielführender sei.

Eine Studie räumt mit dieser Annahme nun aber auf und zeigt, dass es sehr stark von der Unternehmenskultur, Umständen und vor allem der einzelnen Person abhängt.

Der verlinkte Artikel ist eine Zusammenfassung der Studie und wurde im Harvard Business Review Magazine veröffentlicht. Er ist eher kurz und man hat ihn schnell gelesen.

Talking to fellow employees can be as valuable as talking to customers.

A Study Shows How to Find New Ideas Inside and Outside the Company

Die Mär vom rasenden Fortschritt

Wenn man sich in den Medien rumhört, könnte man meinen jede Woche werde sich zukünftig die Welt umkrempeln und neue Technologien und Geschäftsmodelle werden alles bisherige ablösen.

Aber ist das wirklich so? Das deutsche Technology Review Magazin hat den Sachverhalt untersucht und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Als Beispiel wird oft die Verbreitungsgeschwindigkeit von Technologien gemessen (bis 50% der Haushalte im Besitze dieser sind). Mobiltelefone brauchten 15 Jahre bis diese etabliert waren, Computer gar 17 Jahre. Fernseher hingegen braucht 9 Jahre, das Radio gar nur 8 Jahre. Der Artikel zeigt anhand von vielen anderen Belegen und Beispielen gut auf, dass der Fortschritt schon immer rasant war, früher oft sogar noch schneller. Die Wahrnehmung war jedoch eine andere als heute. Oft ist es auch so – heute nicht anders – dass neue Technologien sich lange schon angekündet haben und verfügbar waren, jedoch erst relativ spät den Durchbruch geschafft haben.

Ich bin überzeugt, dass ein wesentlicher Teil welcher verantwortlich ist dass wir heute Fortschritt anders wahrnehmen primär auf die breiter vorhandene Medienlandschaft und den veränderten Medienkonsum zurück zu führen ist.

Jedoch beleuchtet der Artikel aus meiner Sicht auch etwas einseitig. Es gibt durchaus Beispiele welche auch aufzeigen, dass Technologien heute sehr rasant den Weg in den Alltag von Menschen finden – man denke nur an Smartphone oder Social Media welche ziemlich schnell eine hohe Durchdringung geschafft haben. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.

Ich empfehle den Artikeln unbedingt zu lesen. Man sieht danach die Medienberichterstattung & Co. mit anderen Augen.

Quelle: Die Mär vom rasenden Fortschritt | Technology Review

What Kind of Thinker Are You?

Im Harvard Business Review Magazin gibt es einen interessanten und sehr empfehlenswerten Artikel über verschiedene Arten von Mitarbeitertypen und deren Denkrollen und wie sie agieren. So gibt es Mitarbeiter welche eher das sogenannte „Big Picture“ im Fokus haben, und andere welche sich eher mit Details abgeben. Ebenso gibt es auch Unterschiede wie diese agieren. So gibt es Personen welche eher abstrakt und in Ideen unterwegs sind, andere welche „Macher“ sind und wiederum diejenigen welche andere befähigen.

Wenn man diese Perspektiven übereinander legt, so gibt es acht verschiedene Muster. Natürlich kann man dies nicht schwarz/weiss betrachten. Diese verschiedenen Arten von Denkstilen haben so natürlich auch einen wesentlichen Einfluss auf Innovation und den Umgang mit dieser. Der Artikel geht auch auf diesen Umstand kurz ein.

Quelle: What Kind of Thinker Are You?

Why Nonconformity Is a Precondition for Innovation

Was sind Voraussetzungen für Innovation? Sicherlich nicht Formalismus und Gleichströmigkeit. Für Innovation braucht es ein „über-den-Tellerrand“ denken und handeln, es braucht unangenehme Fragensteller und Mut fürs Undenkbare. Einverstanden?

Wenn wir die heutige Arbeits- und Ausbildungslandschaft jedoch betrachten kollidiert das aber total. Heute wird belohnt wer sich anpasst und sich unterordnet. „Nonkonfirmität“ wird kritisch betrachtet („was macht der jetzt da….?“) bis zu bestraft. Das Motto vieler Unternehmen à la „lasst uns jetzt mal innovativ sein“ wird daher schon von den Grundstrukturen her behindert wenn nicht sogar verunmöglicht. Für Innovation braucht es daher viel radikalere Ansätze.

Guter und lesenswerter Artikel aus dem Inc.com Magazin zum Thema:

Quelle: Why Nonconformity Is a Precondition for Innovation | Inc.com

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