Mythos Filterblase?

Immer wieder ist von der „Filterblase“ die Rede welche zunehmend unseren geistigen Horizont einschränken soll. Bekannt wurde die Filterblase durch das gleichnamige Buch von Eli Pariser. In vielen Feuilletons wird deshalb beinahe schon der Untergang der aufgeklärten Gesellschaft verkündet. Im Zentrum der Kritik stehen natürlich die grossen Online-Giganten Google & Facebook welche mit ihren personalisierten Diensten der Filterblase die Grundlage stellen sollen.

Doch wie stark greift diese Filterblase effektiv? Google & Facebook publizieren natürlich keine Informationen zu ihren Personalisierungs-Algorithmen. Das NGO „Algorithm Watch“ hat darum einen Versuch gestartet. Mittels Hilfe der Internet-Crowd wird periodisch von jedem Teilnehmer des Versuchs die ersten Suchresultate von Google zu 16 Suchbegriffen übermittelt. Die Suchbegriffe sind vor allem anhand des deutschen Wahlkampf ausgerichtet. Nach ein paar Wochen Durchführung der Datensammlung (doch 4000 Teilnehmer und über 3 Mio Datensätzen) können sie ein Zwischenfazit ziehen.

Entgegen den Befürchtungen ist die Personalisierung von Google mehr Schein denn Sein. Zu über 80-90 % der Fälle sind die Suchresultate identisch. Dies auch unabhängig ob ein Benutzer bei Google angemeldet ist oder nicht.

Weitere Informationen zum Projekt „Datenspende“ sowie den Zwischenbericht findet man hier:
Filterblase geplatzt? Kaum Raum für Personalisierung bei Google-Suchen zur Bundestagswahl 2017 – AlgorithmWatch

 

Ebenfalls interessant ist die Beschreibung und das Tätigkeitsgebiet des NGO Algorithm Watch. Details dazu findet man hier:
https://algorithmwatch.org/de/mission-statement/

Die richtige Headline

Es ist ein offenes Geheimnis dass die richtige Headline entscheidend sein kann, ob ein Nutzer etwas anklickt/liked oder nicht. Gleichzeitig wird heute aber mit reisserischen Headlines auch oft Unfug betrieben (Clickbaiting – was das?).

Die Website „Buzzsumo.com“ hat diesbezüglich eine Analyse bei über 100 Millionen publizierten Artikeln auf Facebook durchgeführt  (Zeitraum März – Mai 2017) und ihre Erkenntnisse veröffentlicht.

Ich finde den Artikel sehr spannend, auch wenn jetzt nicht bahnbrechende Erkenntnisse herausgekommen sind. Zudem geht es im Artikel nur um englischsprachige Begriffe.

Quelle: We Analyzed 100 Million Headlines. Here’s What We Learned (New Research)

Wann und wie der Schweizer online einkauft

Digitec Galaxus – seineszeichen der grösste Schweizer Onlinehändler – hat eine Kurzstudie publiziert, welche aufzeigt wann und wie die Schweizer online einkaufen.

Sehr interessant ist, dass der Grossteil der Einkäufe auf die Zeiträume entfällt wenn Herr und Frau Schweizer eigentlich am Arbeiten ist. Das Wochenende hingegegen wird eher weniger dafür genutzt. Zeitlich sind vor allem die Randstunden kurz vor Mittag und Arbeitsschluss beliebt (11-12 Uhr un 16-17 Uhr). Das überrascht mich. Ich wäre davon ausgegangen, dass im Zeitraum kurz nach Mittag (12-14 Uhr) am meisten eingekauft wird, sowie am Sonntag.

Ebenfalls interessant ist, dass bereits 20 % der Einkäufe über mobile Geräte gemacht werden.

Die gesamte Medienmitteilung findet man hier:

Digitec Galaxus AG: Online-Shopping statt Kaffeepause

WeChat – die unbekannte Social Media Macht

–Update 23.08.2017– Das Magazin Technology Review hat noch einen spannenden Artikel zum Thema veröffentlicht.

Wenn wir in unseren Breitengraden von Messenger Plattformen reden, dann ist meist von Facebook und Whatsapp die Rede.

Was viele aber nicht wissen, im asiatischen Raum – primär China – gibt es eine Messenger-Plattform welche bezüglich Nutzerzahlen und Möglichkeiten in einer Liga wie die beiden obgenannten spielt respektive diese sogar übertrumpft.

Die Messenger-Plattform „WeChat“ hat knapp 1 Milliarde (!) Benutzer und ist die primäre soziale Plattform in Asien. WeChat ist nicht einfach nur ein Messenger wie Whatsapp, sondern bietet noch viel mehr Möglichkeiten. So ist es möglich darüber Käufe zu bezahlen, Geld an andere zu überweisen, Tickets für Flüge & Co. zu bestellen und noch vieles mehr. Natürlich können auch einfache Nachrichten versendet werden :-).

Wenn man mit Personen aus dem asiatischen Raum spricht, so merkt man wie ein integraler Bestandteil des Lebens WeChat ist. Jeder nutzt es und macht praktisch alles darüber. Ob WeChat in Europa und den USA irgendwann auch eine grosse Verbreitung findet, bezweifle ich. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Möglichkeiten und Funktionen von WeChat (Dinge kaufen, Geld überweisen etc.) auch bald in den bei uns gebräulichen Messengern auftauchen werden. Hingegen wird schon jetzt angestrebt, dass asiatische Touristen in Europa und den USA mit WeChat bezahlen können. Erste Kooperationen in Deutschland laufen.

Für eine gute Übersicht zu WeChat generell und dem Bezahlsystem empfehle ich die folgenden Artikel aus dem Innvationsblog der DZ Bank in Deutschland.

Eine App für alles – das Ökosystem von WeChat

WeChat mit Bezahlsystem auf weltweite Expansionskurs

Social Media Landkarte 2017

Soziale Medien/Netzwerke gehören im 2017 zum Alltag. Waren es anfangs noch eine überschaubare Zahl, so hat sich diese in der Zwischenzeit stark verändert. Heute gibt es wohl keinen Lebensbereich mehr ohne entsprechendes soziales Netzwerk. Natürlich gibt es ein paar wenige wie welche über allen thronen – namentlich Facebook.

Das Internet-Magazin Mashable hat eine spannende Infografik zu diesem Thema erstellt, welche jährlich aktualisiert wird. Es werden die einzelnen Lebensbereiche zusammen mit den relevanten sozialen Netwerken aufgezeigt. Ich denke da drauf gibt es auch einzelne Netzwerke welche auch Social Media Vielnutzern noch nicht bekannt sind.

Quelle: 2017’s social media landscape in one stunning infographic

Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

In Vietnam eröffnet die TPBank neue Art von Filialen. Ist dem Pop-Up Store sehr ähnlich und macht auf mich den Eindruck eines „pimped up“ Bancomaten.

Technologieorientierte, digitale Video-Bankfilialen ermöglichen Finanzgeschäfte rund um die Uhr mit hoher Customer Experience

Quelle: Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

Danke @Christian für den Tipp.

Flipping der digitalen Demographie

Wer kennt sie nicht – die Einordnung der Nutzer in verschiedene „Digital-Generationen“.

Quelle: Media Use Index der Y&M Group

 

Wenn man die Verteilung dieser Gruppen anschaut so befinden wir uns in diesen Jahren in einer grossen Veränderungsphase welche auf die Kundenansprache und Dienstleistungen von Unternehmen einen wesentlichen Einfluss haben dürfte.

Quelle: Illustration stammt aus dem Carpathia Blog

 

So befinden wir uns aktuell in der Phase wo die Digital Immigrants/Konvertierten in der Mehrheit sind. Ab 2020 wird sich dies dann aber ändern. Ab diesem Zeitpunkt wird die Gruppe der Digital Natives in der Mehrheit sein.

Diese Verteilung bezieht sich natürlich auf ein Unternehmen welche alle Altersgruppen bedient. Für Unternehmen wie das VZ Vermögenszentrum welches sich auf eine bestimmte Altersgruppe fokussiert wird dieser Wandel sich erst später manifestieren.

Facebook auf dem Fernseher

Facebook hat vor kurzem eine neue App für Apple TV lanciert mit welcher man auf dem Fernseher interessante Videos welche aus dem Freundeskreis geteilt wurden anschauen kann.

Details findet man bei Techchrunch: https://techcrunch.com/2017/03/01/facebook-releases-facebook-video-app-on-apple-tv/

Interessant ist, dass Facebook probiert hier einen neuen Kanal für seine Inhalte zu bespielen. Aktuell wird meist das Mobiltelefon für das Konsumieren und Teilen der Inhalte verwendet. Bekanntlich hat das TV-Gerät aber immer noch eine hohe Relevanz (und sei es nur als Second Device).

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