Wann und wie der Schweizer online einkauft

Digitec Galaxus – seineszeichen der grösste Schweizer Onlinehändler – hat eine Kurzstudie publiziert, welche aufzeigt wann und wie die Schweizer online einkaufen.

Sehr interessant ist, dass der Grossteil der Einkäufe auf die Zeiträume entfällt wenn Herr und Frau Schweizer eigentlich am Arbeiten ist. Das Wochenende hingegegen wird eher weniger dafür genutzt. Zeitlich sind vor allem die Randstunden kurz vor Mittag und Arbeitsschluss beliebt (11-12 Uhr un 16-17 Uhr). Das überrascht mich. Ich wäre davon ausgegangen, dass im Zeitraum kurz nach Mittag (12-14 Uhr) am meisten eingekauft wird, sowie am Sonntag.

Ebenfalls interessant ist, dass bereits 20 % der Einkäufe über mobile Geräte gemacht werden.

Die gesamte Medienmitteilung findet man hier:

Digitec Galaxus AG: Online-Shopping statt Kaffeepause

WeChat – die unbekannte Social Media Macht

–Update 23.08.2017– Das Magazin Technology Review hat noch einen spannenden Artikel zum Thema veröffentlicht.

Wenn wir in unseren Breitengraden von Messenger Plattformen reden, dann ist meist von Facebook und Whatsapp die Rede.

Was viele aber nicht wissen, im asiatischen Raum – primär China – gibt es eine Messenger-Plattform welche bezüglich Nutzerzahlen und Möglichkeiten in einer Liga wie die beiden obgenannten spielt respektive diese sogar übertrumpft.

Die Messenger-Plattform “WeChat” hat knapp 1 Milliarde (!) Benutzer und ist die primäre soziale Plattform in Asien. WeChat ist nicht einfach nur ein Messenger wie Whatsapp, sondern bietet noch viel mehr Möglichkeiten. So ist es möglich darüber Käufe zu bezahlen, Geld an andere zu überweisen, Tickets für Flüge & Co. zu bestellen und noch vieles mehr. Natürlich können auch einfache Nachrichten versendet werden :-).

Wenn man mit Personen aus dem asiatischen Raum spricht, so merkt man wie ein integraler Bestandteil des Lebens WeChat ist. Jeder nutzt es und macht praktisch alles darüber. Ob WeChat in Europa und den USA irgendwann auch eine grosse Verbreitung findet, bezweifle ich. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Möglichkeiten und Funktionen von WeChat (Dinge kaufen, Geld überweisen etc.) auch bald in den bei uns gebräulichen Messengern auftauchen werden. Hingegen wird schon jetzt angestrebt, dass asiatische Touristen in Europa und den USA mit WeChat bezahlen können. Erste Kooperationen in Deutschland laufen.

Für eine gute Übersicht zu WeChat generell und dem Bezahlsystem empfehle ich die folgenden Artikel aus dem Innvationsblog der DZ Bank in Deutschland.

Eine App für alles – das Ökosystem von WeChat

WeChat mit Bezahlsystem auf weltweite Expansionskurs

Social Media Landkarte 2017

Soziale Medien/Netzwerke gehören im 2017 zum Alltag. Waren es anfangs noch eine überschaubare Zahl, so hat sich diese in der Zwischenzeit stark verändert. Heute gibt es wohl keinen Lebensbereich mehr ohne entsprechendes soziales Netzwerk. Natürlich gibt es ein paar wenige wie welche über allen thronen – namentlich Facebook.

Das Internet-Magazin Mashable hat eine spannende Infografik zu diesem Thema erstellt, welche jährlich aktualisiert wird. Es werden die einzelnen Lebensbereiche zusammen mit den relevanten sozialen Netwerken aufgezeigt. Ich denke da drauf gibt es auch einzelne Netzwerke welche auch Social Media Vielnutzern noch nicht bekannt sind.

Quelle: 2017’s social media landscape in one stunning infographic

Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

In Vietnam eröffnet die TPBank neue Art von Filialen. Ist dem Pop-Up Store sehr ähnlich und macht auf mich den Eindruck eines “pimped up” Bancomaten.

Technologieorientierte, digitale Video-Bankfilialen ermöglichen Finanzgeschäfte rund um die Uhr mit hoher Customer Experience

Quelle: Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

Danke @Christian für den Tipp.

Flipping der digitalen Demographie

Wer kennt sie nicht – die Einordnung der Nutzer in verschiedene “Digital-Generationen”.

Quelle: Media Use Index der Y&M Group

 

Wenn man die Verteilung dieser Gruppen anschaut so befinden wir uns in diesen Jahren in einer grossen Veränderungsphase welche auf die Kundenansprache und Dienstleistungen von Unternehmen einen wesentlichen Einfluss haben dürfte.

Quelle: Illustration stammt aus dem Carpathia Blog

 

So befinden wir uns aktuell in der Phase wo die Digital Immigrants/Konvertierten in der Mehrheit sind. Ab 2020 wird sich dies dann aber ändern. Ab diesem Zeitpunkt wird die Gruppe der Digital Natives in der Mehrheit sein.

Diese Verteilung bezieht sich natürlich auf ein Unternehmen welche alle Altersgruppen bedient. Für Unternehmen wie das VZ Vermögenszentrum welches sich auf eine bestimmte Altersgruppe fokussiert wird dieser Wandel sich erst später manifestieren.

Facebook auf dem Fernseher

Facebook hat vor kurzem eine neue App für Apple TV lanciert mit welcher man auf dem Fernseher interessante Videos welche aus dem Freundeskreis geteilt wurden anschauen kann.

Details findet man bei Techchrunch: https://techcrunch.com/2017/03/01/facebook-releases-facebook-video-app-on-apple-tv/

Interessant ist, dass Facebook probiert hier einen neuen Kanal für seine Inhalte zu bespielen. Aktuell wird meist das Mobiltelefon für das Konsumieren und Teilen der Inhalte verwendet. Bekanntlich hat das TV-Gerät aber immer noch eine hohe Relevanz (und sei es nur als Second Device).

Inselspital Bern testet Hololens für Gehirnoperationen

“Neue” Realitäten (sei es Virtual oder Augmented) haben aktuell das Image als reine Spielereien. Das es auch anders geht zeigt der Prototyp welcher von Netcetera un dem Inselspital Bern entwickelt wurde.

Das Inselspital Bern hat zusammen mit Netcetera einen Prototypen für Gehirnoperationen mit der Hololens von Microsoft entwickelt. Chirurgen sollen damit Eingriffe einst besser vorbereiten können.

Ich bin überzeugt, dass sich solche neue Anwendungsformen auch in weiteren Branchen mittel- bis langfristig etablieren werden. Für die Finanzbranche fehlt mir aktuell noch der Killer Use Case. Jedoch wird auch hier schon geforscht wie das Beispiel von Crealogix zeigt welches an der Finovate 2017 in London präsentiert wurde.

Quelle: Inselspital Bern testet Hololens für Gehirnoperationen | Netzwoche

Haben virtuelle Assistenten Grundrechte?

In den USA gab es kürzlich ein Mordverbrechen (Details hier) in Räumlichkeiten wo auch ein Amazon Echo stand. Nun ist es ja so, dass die virtuellen Assistenten (Google Home, Amazon Echo etc.) eigentlich laufend das Mikrofon offen haben und zuhören was im Raum passiert und dann reagieren wenn ihr “Codewort” ausgesprochen wird (z.B. Hej Google, Alexa etc.). Naheliegend war es nun für die Polizei von Arkansas, dass man auf die Aufnahmen (sofern diese gespeichert sind) zugreifen könnte und allenfalls als Beweismittel nutzen. Dies wäre gleichzeitig auch ein Präzedenzfall. Natürlich hatte Amazon da keine Freude dran und wehrt sich nun juristisch gegen die Herausgabe mit einem Bezug auf die Grundrechte der Privatsphäre einer Person.

Aus meiner Sicht spannend ist hierdass wir hier über ein Grundthema der Zukunft reden. Sind virtuelle Assistenten nun eigene Rechtspersönlichkeiten oder nicht? Haben sie ebenfalls ein Recht auf Privatsphäre? Wenn sie Tätigkeiten durchführen (Kauf im Internet, Reservationen etc.), wer ist dann die rechtlich verantwortliche Person – der virtuelle Assistent oder der Auftraggeber dahinter? Das sind spannende Fragen und dürfte einen grossen Einfluss auf die zukünftige Tech-Landschaft haben. Ich denke da spontan auch an so Dinge wie Schadenersatz von Produkthersteller.

Amazon believes its AI’s speech is protected by the Constitution.

Quelle: Amazon Is Convinced Alexa Has First Amendment Rights

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