Just Miles – Motorfahrzeugversicherung mal anders

Durch die Digitalisierung werden ganz neue Geschäftsmodelle möglich welche bis anhin überhaupt nicht machbar waren.

So hat das InsurTech-Startup „Just Miles“ aus Grossbritannien das Geschäftsmodell, dass nach gefahrener Strecke versichert wird.

Neben einer monatlichen Grundgebühr kommt ein flexibler Betrag hinzu welcher sich ableitet von der exakt gefahrenen Kilometeranzahl. Gemessen wird dies indem im Auto ein kostenloser Tracker angebracht wird.

Ich finde den Ansatz sehr interessant dass unter Zuhilfenahme von neuen – digitalen – Mitteln, neue und in der Regel auch individuellere Angebote geschnürt werden.

 

Quelle: Just Miles – Car insurance you pay by the mile

25 spannende Start-ups aus der Sicht von CNBC

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CNBC hat eine List von spannenden und aufstrebenden jungen Start-ups zusammengestellt.

The inaugural CNBC Upstart 25: Promising young start-ups

Es hat darunter ein paar interessante Unternehmungen.

  • Ellevest. Ein Roboadvisor speziell zugeschnitten auf Frauen und deren Bedürfnisse. Das interessante ist nicht der Roboadvise-Teil, sondern mehr wie stark hier eine Emotionalisierung und Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe gemacht wird. Die Website kommt auch entsprechend daher.
  • PymetricsMittels eines Spiels wird eine neurowissenschaftliche Bewertung von Bewerbern durchgeführt. Dies gemixed mit Big Data Ansätzen ermöglicht nun geeignete Kandidaten für Unternehmen und deren Stellen zu finden. Pymetrics verspricht (Eigenaussage) 20-50 % weniger „Schwundquote“.
  • DronedeployIst eine Softwareplattform welche es ermöglicht mit handelsüblichen Drohnen ein „3d Luftbildmapping“ vorzunehmen. Damit können Bauern beispielsweise ihre Felder oder Baufirmen Baustellen besser überwachen.
  • fire.glass. Ist eine Softwarelösung welches es ermöglicht sicherheitskritische Anwendung in einem speziellen Modus zu betreiben mit welchem die üblichen Hackermethoden nicht funktionieren.
  • InHerSight. Das Angebot von InHerSight ist an sich nichts Neues: es ermöglicht die Bewertung von Arbeitgebern. Interessant hingegen ist die Zielgruppenadressierung (ähnlich wie bei Ellevest). So stehen Frauen und deren Bedürfnisse im Zentrum (flexible Arbeitszeiten, Schwangerschaftsauszeit, Krippenunterstützung etc.). Die Fokussierung auf eine spezielle Zielgruppe bringt in der digitalen Welt eine Möglichkeit sich zu differenzieren.
  • Scalable Capital. Ebenfalls auf der Liste ist der deutsche Roboadvisor. Hervorgehoben wird ein spezielles Risikomodell welches genutzt wird im Rahmen der Asset Allocation. Laut Eigenangaben wachsen die Assets under Management 7.5 Mio $ pro Woche.

 

 

Facebook auf dem Fernseher

Facebook hat vor kurzem eine neue App für Apple TV lanciert mit welcher man auf dem Fernseher interessante Videos welche aus dem Freundeskreis geteilt wurden anschauen kann.

Details findet man bei Techchrunch: https://techcrunch.com/2017/03/01/facebook-releases-facebook-video-app-on-apple-tv/

Interessant ist, dass Facebook probiert hier einen neuen Kanal für seine Inhalte zu bespielen. Aktuell wird meist das Mobiltelefon für das Konsumieren und Teilen der Inhalte verwendet. Bekanntlich hat das TV-Gerät aber immer noch eine hohe Relevanz (und sei es nur als Second Device).

MIT testet Roboter, der Gedanken lesen kann

Das folgende Video muss man gesehen haben. Es zeigt wie eine Testperson ein EEG-Monitor trägt und gegenüber ein Roboter (genauer Baxter) Gegenstände sortiert. Macht dieser einen Fehler und die Testperson bemerkt es, wird das über die Gehirnströme an Baxter übertragen und er korrigiert sich.

Die Messung von Gehirnströmen und das Erkennen von Intentionen ist jetzt nichts wahnsinnig Neues. Jedoch finde ich den Ansatz mit der Kombination von Roboter und Mensch spannend. Experten gehen davon aus, dass in mittlerer Zukunft nicht Roboter mit künstlicher Intelligenz Jobs übernehmen, sondern dass sie die Menschen mehr und mehr unterstützen bei ihrer Arbeit mittels künstlicher Intelligenz und Roboter (sog. cognitive working).

Per Klick via Facebook bewerben

Facebook hat vor wenigen Wochen in den USA eine neue Funktion ausgerollt, mit welcher man sich auf einen Job mit einem Klick bewerben kann. So hat man die Möglichkeit für Jobs innerhalb eines beschränkten geografischen Radius (2-100 Meilen) eine Übersicht zu erhalten und kann da sehr einfach und unkompliziert sich bewerben. Nach dem Klick muss man noch kurz erläutern wieso man geeignet ist für den Job – und that’s it. Die restlichen Daten sind ja bereits auf Facebook vorhanden….

Der Bewerbungsprozess ist ein weiteres Beispiel welcher bis anhin ausserhalb von sozialen Medien ablief, sich nun aber vermehrt immer mehr auf solche Plattformen verlagert. Dies ist schon ähnlich auf LinkedIn und Xing möglich. Die Einfachheit und Effizienz im Gegensatz ist offensichtlich. Natürlich steht das Thema Datenschutz und ob ich das auf so einer sozialen Plattform machen will auf einem anderen Blatt Papier.

Quelle: Facebook Jobs Is Easy To Use But Will It Replace LinkedIn?

Geld senden und empfangen mit Gmail

Neu ist es möglich über Gmail auf dem Smartphone (Android) Geld an Andere zu senden und zu empfangen (aktuell nur UK). Ich bin überzeugt, dass in naher Zukunft es nicht mehr notwendig sein wird, dass Zahlungen in einem EBanking erfasst und freigegeben werden müssen. Mit Lösungen wie hier vorgestellt oder auch der geplanten Integration von Rechnungen für Twint (angekündigt an der http://finance20.ch, soll im Herbst kommen) kommt der Zahlungsprozess immer näher an die Kunde/Lieferant Schnittstelle und der – eigentlich unnötige – Umweg über eine dritte Plattform (=EBanking) wird wegfallen.

Quelle: https://techcrunch.com/2017/03/14/you-can-now-send-and-request-money-in-gmail-on-android/?ncid=rss

Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im Finanzbereich

Die Website „Let’s talk Payments“ hat eine Aufstellung erstellt mit potentiellen Anwendungsgebieten der künstlichen Intelligenz im Finance. Wie bereits in diesem Beitrag erwähnt gilt es zu differenzieren zwischen künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Im Artikel erwähnt sind hierbei Anwendungen im Gebiet des Risk Profiling, Datenextraktion & -aufbereitung sowie Betrugserkennung.

Ich denke es gibt noch weitere Anwendungsgebiete, aber die vorgestellten machen für mich viel Sinn und dürften in den nächsten Monaten und Jahren auch bei vielen Firmen umgesetzt werden.

Quelle: Applications of Machine Learning in FinTech | Let’s Talk Payments

Heiraten mit der Blockchain

Die Swisscom hat in einem Artikel zehn Beispiele aus Gegenwart und naher Zukunft für die Anwendung der Blockchain aufgezeigt.

https://www.swisscom.ch/de/business/enterprise/themen/banking/ban-2017-001.html

Wichtig ist, dass ein Teil der erwähnten Anwendungen bereits im produktiven Einsatz sind. Auch immer ein Thema ist, dass viele die Blockchain mit Bitcoin gleichsetzen – was natürlich kein Sinn macht.

The Golem Project Aims To Decentralize The Internet And Computing

Das Projekt „Golem“ finde ich sehr spannend. Die Idee dahinter ist eine Art dezentraler Supercomputer auf Basis der Blockchain respektive Ethereum. So wird es keine zentralen Server oder ähnliches geben, sonder alle Teilnehmer welche die Golem-Applikation installiert haben, steuern Rechenleistung dem Supercomputer bei (und werden dafür bei Nutzung von anderen auch entschädigt). Solche „Grid-Computing“ Lösungen gibt es heute schon, jedoch sind diese in der Regel von einem Hersteller und in einem in sich geschlossenen System. Bin gespannt ob sich diese Lösung durchsetzen kann. Die Entwickler von Golem gehen hier auch realistisch von mehreren Jahren aus.

The vision of Golem Project developers is to establish a true peer-to-peer network, which is created and supported by all computers running the Golem App.

Quelle: The Golem Project Aims To Decentralize The Internet And Computing

YouTube wird zum TV-Anbieter

YouTube wird in den USA zum TV Anbieter. So kann man für 35 USD die wichtigsten TV-Sender abonnieren (CBS, NBC, ABC, Fox etc.) sowie Sportsender (ESPN) und hat gleichzeitig auch einen online Videorekorder mit unbeschränkter Aufnahmekapazität (!). Das kommt einem mittleren Erdbeben gleich in der Medienindustrie der Staaten und könnte einen Paradigmawechsel einläuten.

Quelle: YouTube Is The First Digital Platform To Take On Live TV | Forrester Blogs

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