Übersicht deutsche Fintech

Die deutsche Webseite “Paymentbanking.com” bringt jährlich eine Übersicht der Fin- und Insurtech Szene Deutschland.

Die aktuelle Version wurde nun letzte Woche veröffentlicht. Die Zahl der Fintech ist doch sehr beeindruckend, jedoch sagt das noch nichts über die Qualität aus. Insbesondere der Bereich “Savings” scheint regelrecht zu explodieren. Dort sind aber auch ein paar der Etablierten Fintechs drunter (z.B. Weltsparen, Zinspilot, Scalable Capital).

Wem also mal langweilig ist, der findet eine schöne Grundlage um in die Welt der Fintechs einzutauchen.

Quelle: German FinTech Overview and Map 2018 | Fintech Schweiz Digital Finance News – FintechNewsCH

Loanboox – Kreditplattform für öffentliche Hand

Ich habe in diesem Blog auch schon über Loanboox geschrieben (v.a. Monatsberichte). Loanboox hat sich spezialisiert auf die Vermittlung von Krediten der öffentlichen Hand über den digitalen Kanal. Gemäss einem Bericht der Internetnews-Plattform “startupticker” ist auf der Loanboox Plattform bereits ein Anlagevolumen von über 4 Milliarden gehandelt. Auch strebt das Fintech die Expansion nach Deutschland an.

Auf 10vor10 ist gestern ein interessanter Beitrag dazu erschienen. Auch Prof. Dietrich der Hochschule Luzern wird darin zu den Chancen befragt. Wie Gemeinden sich Kredite im Internet holen

Wie ich auch schon an internen Veranstaltungen mehrfach erläutert habe, überzeugt mich das Modell von Loanboox. Im Gegensatz zum Crowdlending Bereich für Privatkunden sind hier auf beiden Seiten Profis am Werk. Die Kredite selber haben eine hohe Bonität und es ist kaum mit Ausfällen zu rechnen. Diese Eigenschaften eignen sich hervorragend um Geschäfte über eine digitale Plattform abzuwickeln.

Fintech @ Switzerland

Die Swisscom (respektive ihr Banken Think Tank e-foresight) veröffentlicht jeden Monat eine Übersicht über die Schweizer Fintech Landschaft. Mittlerweile sind wir bei 209 Fintechs angekommen. Dazu gehört ein breites Sammelsurium aus verschiedenen Bereichen – von Robo-Advisor, über Blockchain/Crypto wie aber auch Insurance und Comparison Startups.

Die Übersicht kann bei der Swisscom nach Registrierung heruntergeladen werden:
https://www.swisscom.ch/de/business/enterprise/downloads/banking/monthly-fintech-startup-market-map.html

Die Zahl der Fintech hat sich in den letzten 3 Jahren mehr als verdoppelt. Doch wie nachhaltig ist der Bereich Fintech? Die Meinungen gehen da weit auseinander. Einig ist man sich wohl darin, dass der Aufbau eines Geschäftsmodells über B2C (Business to Customer) in der Schweiz nur sehr schwer möglich ist. Dies einerseits weil der typische Schweizer Bankkunde kaum zu einem Wechsel motiviert werden kann, anderseits ist der Markt in der Schweiz auch nicht gross genug, dass sich riesige Investments rechnen. So sind die meisten erfolgreichen Fintechs entweder im B2B Bereich (z.B. Loanboox, Advanon) tätig, oder bieten ihre Lösungen anderen Banken an damit diese sie für ihre Kunden einsetzen (True Wealth mit BLKB, Contovista bei diversen Kantonalbanken).

Das Finanzmagazin “Bilanz” hat darüber einen lesenswerten Artikel geschrieben, welcher das Thema aus verschiedenen Blickwinkel beleuchtet, aber auch kritisch hinterfragt ob da auch Übertreibungen dahinter stehen.

Bilanz: Fintech – ein Hype stösst an Grenzen
https://www.bilanz.ch/invest/finanzindustrie-fintech-ein-hype-stosst-grenzen

 

Infografik – Challenger Banks

Die Website “PaymentandBanking.com” veröffentlicht regelmässig eine Übersicht wo sie versucht alle Challenger Banken zu erfassen. Denke das ist auch sehr gut gelungen.

Persönlich finde ich Revolut und Monzo sehr spannend. Insbesondere Revolut traue ich viel zu. Sie legen ein hohes Tempo und coole Innovationen an den Tag. N26 ist auch spannend, dort wird es interessant werden wie sie sich in UK schlagen wo sie ihren Markteintritt angekündet haben.

Quelle: Infografik – Überblick der Challenger Banken auf dem Markt

Just Miles – Motorfahrzeugversicherung mal anders

Durch die Digitalisierung werden ganz neue Geschäftsmodelle möglich welche bis anhin überhaupt nicht machbar waren.

So hat das InsurTech-Startup “Just Miles” aus Grossbritannien das Geschäftsmodell, dass nach gefahrener Strecke versichert wird.

Neben einer monatlichen Grundgebühr kommt ein flexibler Betrag hinzu welcher sich ableitet von der exakt gefahrenen Kilometeranzahl. Gemessen wird dies indem im Auto ein kostenloser Tracker angebracht wird.

Ich finde den Ansatz sehr interessant dass unter Zuhilfenahme von neuen – digitalen – Mitteln, neue und in der Regel auch individuellere Angebote geschnürt werden.

 

Quelle: Just Miles – Car insurance you pay by the mile

25 spannende Start-ups aus der Sicht von CNBC

Datei:CNBC logo.svg

CNBC hat eine List von spannenden und aufstrebenden jungen Start-ups zusammengestellt.

The inaugural CNBC Upstart 25: Promising young start-ups

Es hat darunter ein paar interessante Unternehmungen.

  • Ellevest. Ein Roboadvisor speziell zugeschnitten auf Frauen und deren Bedürfnisse. Das interessante ist nicht der Roboadvise-Teil, sondern mehr wie stark hier eine Emotionalisierung und Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe gemacht wird. Die Website kommt auch entsprechend daher.
  • PymetricsMittels eines Spiels wird eine neurowissenschaftliche Bewertung von Bewerbern durchgeführt. Dies gemixed mit Big Data Ansätzen ermöglicht nun geeignete Kandidaten für Unternehmen und deren Stellen zu finden. Pymetrics verspricht (Eigenaussage) 20-50 % weniger “Schwundquote”.
  • DronedeployIst eine Softwareplattform welche es ermöglicht mit handelsüblichen Drohnen ein “3d Luftbildmapping” vorzunehmen. Damit können Bauern beispielsweise ihre Felder oder Baufirmen Baustellen besser überwachen.
  • fire.glass. Ist eine Softwarelösung welches es ermöglicht sicherheitskritische Anwendung in einem speziellen Modus zu betreiben mit welchem die üblichen Hackermethoden nicht funktionieren.
  • InHerSight. Das Angebot von InHerSight ist an sich nichts Neues: es ermöglicht die Bewertung von Arbeitgebern. Interessant hingegen ist die Zielgruppenadressierung (ähnlich wie bei Ellevest). So stehen Frauen und deren Bedürfnisse im Zentrum (flexible Arbeitszeiten, Schwangerschaftsauszeit, Krippenunterstützung etc.). Die Fokussierung auf eine spezielle Zielgruppe bringt in der digitalen Welt eine Möglichkeit sich zu differenzieren.
  • Scalable Capital. Ebenfalls auf der Liste ist der deutsche Roboadvisor. Hervorgehoben wird ein spezielles Risikomodell welches genutzt wird im Rahmen der Asset Allocation. Laut Eigenangaben wachsen die Assets under Management 7.5 Mio $ pro Woche.

 

 

10 Startups, die man 2017 kennen sollte

Bildergebnis für wired de

Das WIRED Magazin stellt in seinem Blog zehn Startups vor welche im 2017 für Furore Sorgen könnten. Dabei handelt es sich nicht um Startups aus dem Finanzsektor sondern aus allen Bereichen.

Sehr spannend finde ich die Startups “Octane.ai” (Erstellung und Managen von Chatbots) und Zipline (Drohnen für humanitäre Zwecke in Katastrophen- und Kriegsgebieten).

Quelle: 10 Startups, die man 2017 kennen sollte

IFZ FinTech-Studie: Die Schweiz hat das Potenzial zum globalen FinTech-Zentrum

Das IFZ Zug hat zum zweiten Mal eine Studie zu den verschiedenen Fintech-Märkten durchgeführt. Erstaunlicherweise ist die Schweiz mit Zürich und Genf auf den Plätzen 2+3. Dies überrascht mich doch stark und hängt natürlich auch stark von der Gewichtigung der Faktoren ab. Vor allem die Rahmenbedingungen wie politische Stabilität, Effizienz der Behörden aber auch Anzahl der Studienabgänger wurden genannt. Spannend finde ich, dass London nur auf Platz 8 ist – gilt es doch bis anhin als DER Fintech-Hub in Europa – sogar Amsterdam ist weiter vorne.

Ebenfalls wird die Rolle der Fintechs kurz beleuchtet. So kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Fintechs nicht eine Konkurrenz der Banken sind, sondern sich immer mehr als Lieferanten von Banken sehen. Diese Erkenntnis ist jetzt nicht bahnbrechend.

Quelle: IFZ FinTech-Studie: Die Schweiz hat das Potenzial zum globalen FinTech-Zentrum

Die zehn vielversprechendsten Schweizer Fintechs

Swisscom stellt die – aus ihrer Sicht – zehn vielversprechendsten Schweizer Fintech vor. Ich denke die Liste kann man mehr oder weniger so stehen lassen. Jedoch gibt es sicherlich noch andere spannende Unternehmungen – fast ganz vergessen ist aus meiner Sicht der Bereich Blockchain welcher in der Schweiz (insbesondere Zug) doch eine markante Basis hat. Firmen wie Ethereum, Monetas fehlen. Lykke ist der einzige Repräsentant.


Das Schweizer Fintech-Universum wächst täglich weiter. Annähernd 200 Unternehmen kämpfen um Kunden und Märkte. Hier sind die zehn vielversprechendsten Fintechs.

Quelle: Die zehn vielversprechendsten Schweizer Fintechs

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