Wie verbreitet sich Fake News?

US-Forscher haben in einer umfangreichen Studie erforscht, wie sich Fake News verbreitet auf sozialen Medien. Für die Untersuchung haben sie rund 100’000 Tweets auf Twitter auf Wahrheitsgehalt geprüft und deren Verbreitung verfolgt.

Besorgniserregend ist, dass Fake News fast 10-100 mal mehr Leser gefunden hat. Laut der Studie ist die Wahrscheinlichkeit im Schnitt 70% höher, dass jemand Fake News weiterverbreitet als korrekte News. Ebenfalls hat die Studie aufgezeigt, dass entgegen vielen Vermutungen nicht primär Bots für die Verbreitung zuständig waren, sondern Menschen.

Details gibt es in den folgenden Artikeln:

SRF – Neue Studie zu Twitter – Unsere Neugierde fördert Fake News – Kultur – SRF

Indystar.com – Bots alone spread fake news? False! says Science mag study

 

Wie Schweizer digitale Dienstleistungen nutzen

Ti&m – ein IT Dienstleister – hat eine Umfrage beim Marktforschungsunternehmen GFK Switzerland in Auftrag gegeben, die behandelt welche Dienstleistungen rund um Finanzen und Geld Schweizer digital nutzen.

Interessant ist hierbei, dass rund 90% der Schweizer Online-Banking nutzen. Das ist doch eine recht hohe Zahl – korreliert aber mit der Studie des IFZ (Insitut für Finanzdienstleistungen in Zug). Mobile Banking steht aber noch auf verlorenem Posten (37%).

Zur ausführlichen Vorstellung: Wie Schweizer digitale Dienstleistungen nutzen | Netzwoche

Buchempfehlung: Das Digital

Die Digitalisierung hat schon vieles in unserem Alltag verändert. Es wird in Zukunft aber noch einiges mehr verändert werden. Auch grundlegende Wirtschaftsmechanismen dürften tangiert werden. Die Autoren Viktor Mayer-Schönberger und Thomas Ramge haben dazu ein sehr lesenswertes Buch geschrieben.

Ein Auszug aus der Buchbeschreibung:

Wie entsteht ökonomischer Mehrwert im Kapitalismus? Und wie sollte er umverteilt werden? Das waren die zentralen Fragen, die Karl Marx am Übergang zum Industrie-Kapitalismus in „Das Kapital“ auf radikale Weise beantwortete. Viktor Mayer-Schönberger und Thomas Ramge beantworten die gleichen Fragen am Übergang zum globalen Datenkapitalismus neu.

Wir können mit Daten den Markt neu erfinden – und Wohlstand für alle schaffen. Dazu müssen Big Data, Automatisierung und Künstliche Intelligenz ihr Potenzial voll entfalten können. Den Effizienzgewinn dürfen nicht allein die großen Datenmonopolisten einstreichen. Nur wenn dieser allen zugute kommt, schaffen wir eine digitale soziale Marktwirtschaft. In der aber werden Geld und Banken eine untergeordnete Rolle spielen. Ein Meilenstein der Wirtschaftsliteratur.

Der deutschsprachige Titel ist aus meiner Sicht schlecht gewählt. Der englischsprachige “Reinventing Capitalism in the Age of Big Data” trifft es viel besser auf den Punkt. Grundaussage des Buch ist es, dass wir uns aktuell an einem Übergang von geldbasierten zu datenbasierten Märkten befinden. Bis heute spielt der Preis die Hauptrolle bei Transaktionen. In Zukunft wird der Preis nur noch ein Faktor under anderen sein. Andere Eigenschaften werden eine höhere Wichtigkeit erhalten. Durch neue Mechanismen (z.B. Big Data und Machine Learning) welche durch die Digitalisierung erstmals überhaut möglich sind, werden sich das Prinzip von Angebot und Nachfrage über den Preis hinaus bewegen. Diese neuen Marktmöglichkeiten werden zu einer höheren Transparenz und besserer Effizienz von Märkten führen.

Das Buch liest sich sehr flüssig und anhand von vielen Beispielen werden die Überlegungen praktisch erläutert. Ich empfehle das Buch ungeschränkt.

Buchseite bei Ullstein Verlag
Ullstein Buchverlage: Buch Detailansicht

GetAbstract Zusammenfassung
https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/wirtschaft-und-politik/das-digital/30230

Die Welt dreht sich schneller – zumindest teilweise

Im Artikel “Die Mär vom rasenden Fortschritt” habe ich mich auch schon mit dem Thema der Geschwindigkeit des Fortschritts ibefasst. Studien haben gezeigt, dass sich die Geschwindigkeit des Fortschritts in den letzten Jahren nicht stark verändert hat. Diese war früher teilweise sogar höher.

Interessant ist aber, dass sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Geschwindigkeit bis sich Techologien etabliert haben, stark zugenommen hat.

Die Internetseite “Visual Capitalist” hat hier eine sehr interssante Infografik erstellt.

Zwar beziehen sich die Werte auf die USA. Ich denke jedoch, dass diese vergleichbar mit Europa und der Schweiz sind.

Wie man sieht brauchen neuere Technologien (bspw. Internet, Smartphones, Social Media) viel weniger lang, bis sie einen hohen Adaptionsgrad erreichen.

See over 100 years of technological adoption on this interactive chart. It can explore everything from the washing machine to smartphones, with one click.

Source: Chart: The Rising Speed of Technological Adoption

WEF – Zukunftstreiber, Abhängigkeiten und gegenseitige Einflüsse

Wenn man den Medien und Politikern glaubt, so sind wir momentan in der digitalen Transformation. Finde ich gut, dass es nun auch die Letzten bemerkt haben, dass die digitalen Technologien so ziemlich alles in den nächsten Jahren umkrempeln werden. Warum man dafür jedoch fast zwei Jahrezehnte gebraucht hat um es zu Bemerken….

Es ist jedoch nicht nur eine Technologie welche unser Leben neu ausrichtet, sondern es ist ein Sammelsurium an Technologien und Themen. Künstliche Intelligenz, Drohnen, Blockchain, Soziale Medien, Klimawandel. Die Liste kann weiter ergänzt werden. Alle diese Technologien und Themen sind jedoch nicht in einzelnen Silos unterwegs, sondern beeinflussen sich auch gegenseitig.

Die Organisation “World Economic Forum” ist nicht nur Veranstalter des gleichnamigen jährlichen Events in Davos, sondern betreibt auch aktiv Forschung und veröffentlicht laufend – aus meiner Sicht sehr gute – Studien und Berichte. Das WEF hat sich mit der Technologievielfalt auseinandergesetzt und eine sogenannte “Transformation Map” erstellt. Ich zitiere:

A dynamic knowledge tool to understand the issues and forces driving transformational change across economies, industries, global issues and the Forum’s system initiatives.

Es handelt sich dabei um ein interaktives Tool welches die verschiedenen Technologien und Themen erläutert, deren Abhängigkeiten aufzeigt und gleich auch zu anderen Studien und Expertenbeiträgen verlinkt. Der volle Funktionsumfang ist nach einer kostenlosen Registrierung nutzbar.

https://toplink.weforum.org/knowledge/explore

Ich finde das Tool sehr spannend und gibt einem – insbesondere wenn man sich nicht tagtäglich mit den Zukunftsthemen auseinander setzt – einen sehr guten Überblick und Möglichkeit sich mit den Themen zu vertiefen.

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