Weltrekord – 1069 tanzende Roboter

Hier noch etwas lustiges zum Wochenende.

Beim folgenden Video hat die chinesische Firma WLtoys ganze 1069 Roboter versammelt fürs gemeinsame Tanzen.

Natürlich handelt es sich hier eher um „dumme“ Roboter welche einfach ihr vordefiniertes Programm abspielen. Jedoch gibt es bereits Roboter welche auch eine Schwarmintelligenz besitzen und gegenseitig kommunizieren.

Einen etwas älteren aber trotzdem interessanten Artikel zum Thema findet bei Spiegel Online.

Wenn Computer selber programmieren

Die digitale Transformation schreitet unweigerlich voran. Es gibt Experten welche voraussagen dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis Roboter die Menschen mehr oder weniger ablösen (es gibt aber auch viele die das Gegenteil behaupten…). Aus der ersten Denkperspektive ist es daher nichts als konsequent, wenn irgendwann der Zeitpunkt kommen muss, wenn Computer auch (sich) selber programmieren und dadurch Software-Entwickler überflüssig machen.

Die ETH Zürich um Professor Martin Vechev forscht in diesem Feld und hat erste Gehversuche entwickelt. Er sieht in der Anfangsphase die Anwendungsfälle aber nicht in der Ablösung der Software-Entwickler, sondern in deren Unterstützung (z.B. durch eine Art Qualitätskontrolle). So könnten auch Programmieranfänger hochwertigen Programmcode schreiben und die Lernkurve wäre entsprechend hoch. Das ganze funktioniert durch die Anwendung von Machine Learning und dem Rückgriff auf bereits existierenden Software-Code (z.B. Open-Source Anwendungen und Programmier-Communities).

Details zu den Forschungsarbeiten findet man im folgenden Artikel welcher aus der ETH Hauszeitschrift „Globe“ stammt.

Vom Computer programmiert | ETH Zürich

 

 

Künstliche Intelligenz – echt jetzt?

In aller Munde und Medien ist aktuell die Rede von künstlicher Intelligenz und wie diese in Kürze alles übernehmen wird und überspitzt gesagt die Menschheit so mehr oder weniger überflüssig macht. Bereits gibt es auch erste Warner wie Elon Musk von Tesla welche sagen, dass die Entwicklung von künstlicher Intelligenz eines der grössen Risiken der Menscheit darstellt und man diese regulieren müsse (lesenswerter Artikel dazu hier: https://www.theverge.com/2017/7/17/15980954/elon-musk-ai-regulation-existential-threat ).

Aber was ist überhaupt künstliche Intelligenz? Ist diese gleichwertig wie die Menschliche? Ich denke es ist wichtig, dass man in diesem Kontext genauer betrachtet und zwei Dinge auseinander hält. Die Anwendungen welche heute unter dem Schlagwort künstliche Intelligenz laufen, haben genau betrachtet ziemlich gar nichts mit Intelligenz zu tun. Der Begriff „Machine Learning“ ist hier eher korrekt und aussagekräftig. Das was die AGFA’s (Apple, Google, Facebook, Amazon) heute machen ist nichts anderes als mit statistischen Werkzeugen und immensen Datenbeständen Muster und Vorhersagen zu errechnen. Die Datenbestände bilden natürlich historische Aktionen und Entscheidungen von Menschen ab, was wiederum dazu führt dass die Muster und Vorhersagen des Machine Learning intelligent und menschlich erscheinen (sollten…). Das Ganze hat aber nichts mit einer richtigen Intelligenz zu tun.

Seanbatty / Pixabay

Ein Vorreiter dieses Thema und der Wissenschaft um die „richtige“ künstliche Intelligenz ist der Schweizer Neurowissenschaftler Pascal Kaufmann. Er ist weltweit einer der Vorreiter dieses Forschungsgebiets und hat nebenbei auch eine Firma in der Schweiz gegründet wo er Erkenntnisse aus seiner Forschung in eine Software für’s Wissensmanagement einfliessen lässt.

Auf der IT-Branchenplattform ZDNet.com ist ein lesenswerter Artikel über Kaufmann und das obige Missverständnis erschienen welche ich allen empfehle.

True AI cannot be developed until the ‚brain code‘ has been cracked: Starmind | ZDNet

Wer sich weiter fürs Thema interessiert, dem empfehle ich ein Artikel auf der Webseite Netzwoche wo noch näher aufs Thema eingegangen wird.

http://www.netzwoche.ch/news/2017-03-15/warum-kuenstliche-intelligenz-nicht-intelligent-ist

Wie Drohnen die Wirtschaft erobern 

Viele wissen es kaum. Die Schweiz gehört in der Forschung und Nutzung von Drohnentechnologe weltweit zu den führenden Nationen. Insbesondere die ETH und EPFL sind ganz vorne dabei in diesen Gebieten und diverse Spinoffs sind bereits aus diesen Forschungsarbeiten resultiert.

Die Netzwoche hat einen sehr guten Artikel zum Thema welche einem eine Übersicht über die Technologie gibt, potentielle Anwendungszwecke und die Rolle der Schweiz.

Ich empfehle den Artikel allen. Die Lesezeit beträgt ungefährt 10 Minuten. Könnte auch sein, dass die eine oder andere Firma mittelfristig als Investitionsmöglichkeit gentutz werden könnte.

Der Markt für kommerzielle Drohnen floriert. Hiesige Hersteller und Entwickler bringen die fliegenden Helfer weltweit zum Abheben. Sie machen den Standort Schweiz zum Vorreiter auf dem Gebiet der Drohnentechnologien.

Quelle: Wie Drohnen die Wirtschaft erobern | Netzwoche

Zug führt Blockchain-ID für seine Einwohner ein

Die Schweiz und insbesondere Zug gilt in Fachkreisen als die weltweite Hochburg rund um Blockchain. Diverse Unternehmen und Startups welche im Bereich der Blockchain forschen und Produkte entwickeln sind im „Crypto Valley“ ansässig. Die Stadt Zug unterstützt dieses Ökosystem sehr aktiv und ermöglicht beispielsweise schon seit Sommer 2016, dass gewisse Dienstleistungen der öffentlichen Hand mit Bitcoin bezahlt werden können. Das wird auch sehr rege genutzt – von 12 Personen :-). Das Ganze hat natürlich auch einen Bezug zum Standortmarketing.

Ab Herbst 2017 ermöglich Zug nun seinen Bürger eine digitale Identität auf Basis der Blockchain zu erhalten. Damit können sie alle Tätigkeiten mit der öffentlichen Hand digital erledigen ohne dass ein sonstiger Nachweis nötig ist. Im Frühling 2018 soll auch erstmalig mit dieser Identität online abgestimmt werden können.

Eine digitale Identität ist in dieser Form nichts Neues und wurde in diesem Blog auch schon thematisiert (siehe auch Monatsbericht Juni 2017). Neu ist aber das digitale Identität mit der Blockchain-Technologie verbunden wird. Es gibt bereits diverse Forschungspapiere zu diesem Thema, aber eine konkrete, produktive Umsetzung gibt es noch keine. Hiermit ist Zug weltweit in einer Pionierrolle unterwegs und ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung und wie die Lösung genutzt werden kann.

Quellen:

BTC-ECHO | Zug führt Blockchain-ID für seine Einwohner ein

Präsentation der Projektverantwortlichen der Stadt Zug (die Lösung wird auch live gezeigt)

USA: Kryptowährungen sollen bei Einreise kontrolliert werden | BTC-ECHO

Ich habe spasseshalber immer gesagt, dass mit es mit Cryptocurrencies am einfachsten ist zum Geld schmugglen. USB Stick rein, Wallet übertragen, über Grenze und gut ist. Witz am ganzen ist jedoch, dass es bei den Cryptocurrencies im Endeffekt eigentlich keine Grenzen mehr gibt.

Eine Gruppe von US-Abgeordnete verlangt nun aber nach einer Regelung, dass bei der Einreise Bitcoin-Bestände über USD 10’000 deklariert werden müssen. Macht zwar in einer „alten“ Denkweise Sinn, jedoch kann ich mir keinen realistischen Weg vorstellen wie man das kontrollieren und durchsetzen will.

Quelle: USA: Kryptowährungen sollen bei Einreise kontrolliert werden | BTC-ECHO

Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

In Vietnam eröffnet die TPBank neue Art von Filialen. Ist dem Pop-Up Store sehr ähnlich und macht auf mich den Eindruck eines „pimped up“ Bancomaten.

Technologieorientierte, digitale Video-Bankfilialen ermöglichen Finanzgeschäfte rund um die Uhr mit hoher Customer Experience

Quelle: Innovative technologieorientierte digitale Video-Bankfiliale

Danke @Christian für den Tipp.

Wenn Computer selbständig programmieren

Heute ist es ja so, dass alle Programme und Algorithmen von einem Entwickler aus Fleisch und Blut geschrieben werden muss. Mit den laufenden Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz, wäre es aber auch denkbar, dass Computer selber programmieren.

Genau dies erforschen Wissenschaftler der ETH Zürich. Aber auch hier gilt, dass ein Umschalten von 0 auf 100 nicht realistisch ist. In der ersten Phase ihrer Forschungsarbeiten ist daher nicht das Ziel, dass Computer vollkommen selbständig entwicklen, sondern dass sie Entwickler helfen besser zu werden (z.B. mit Empfehlungen und Assistenten). In dieser ersten Unterstützungsphase können die Algorithmen aber nicht nur helfend wirken, sondern lernen gleichzeitg auch dazu und optimieren sich. Mittelfristig dürfte es dann Folge sein, dass Computer selbständig programmieren. ETH-Professor Martin Vechev prophezeit „In zehn Jahren wird die Automatisierung so weit fortgeschritten sein, dass Computer autonom kurze Programme schreiben können

Quelle: Vom Computer programmiert | ETH Zürich

Stimmenanalyse verrät das psychologische Profil

Im Beitrag „The End of Privacy – Dr. Michael Kosinski“ habe ich von einer Studie berichtet, welche aufgezeigt hat dass mit wenigen Datenpunkten (70 Facebook Likes) von einer Person ein psychologisches Profil erstellt werden kann. Die Firma „Precire“ aus Deutschland geht hier noch einen Schritt weiter. Die Software von Precire „nutzt Sprache und Text um ein valides Bild von Mitarbeitern, Kunden, Bewerbern und weiteren Gesprächspartnern zu zeichen“ und weiter „die in gesprochener und geschriebener Sprache mit künstlicher Intelligenz Muster identifiziert und daraus linguistische, psychologische und kommunikationsbezogene Merkmale ableitet“.

Die Einsatzzwecke so einer Software ist natürlich beinahe unbegrenzt und kann überall dort wo Kommunikation – schriftlich wie mündlich – stattfinden eingesetzt werden. Bereits gibt es erste Unternehmungen welche potentielle Kandidaten für Stellen ein Gespräch mit einem Computer vorgängig durchführen lassen. Dieser Artikel im Bund gibt Hintergrundinfos. Wenn man dies aber zu Ende denkt, so ergeben sich auch unheimlich Szenarien wie dieser Artikel des Beobachter aufzeigt.

Ich denke unsere Gesellschaft wird mittelfristig nicht drum herum kommen, dass Regeln rund um solche Analysewerkzeuge (sei es Facebook Likes, Stimmanalyse, whatever) aufgestellt werden müssen. Eine anderes Szenario ist, dass sich irgendwann herausstellt, dass diese Analysewerkzeuge – welche rein auf statistischen Grundlagen basieren – nicht korrekt funktionieren und Stereotypen Vorschub leisten. Oder wie Hernani Marques vom Chaos Computer Club im obigen Artikel des Beobachters zitiert wird: „Das ist Hokuspokus mit fatalen Folgen. Eine Software kann nicht in die Gefühlswelt eindringen.“.

Flipping der digitalen Demographie

Wer kennt sie nicht – die Einordnung der Nutzer in verschiedene „Digital-Generationen“.

Quelle: Media Use Index der Y&M Group

 

Wenn man die Verteilung dieser Gruppen anschaut so befinden wir uns in diesen Jahren in einer grossen Veränderungsphase welche auf die Kundenansprache und Dienstleistungen von Unternehmen einen wesentlichen Einfluss haben dürfte.

Quelle: Illustration stammt aus dem Carpathia Blog

 

So befinden wir uns aktuell in der Phase wo die Digital Immigrants/Konvertierten in der Mehrheit sind. Ab 2020 wird sich dies dann aber ändern. Ab diesem Zeitpunkt wird die Gruppe der Digital Natives in der Mehrheit sein.

Diese Verteilung bezieht sich natürlich auf ein Unternehmen welche alle Altersgruppen bedient. Für Unternehmen wie das VZ Vermögenszentrum welches sich auf eine bestimmte Altersgruppe fokussiert wird dieser Wandel sich erst später manifestieren.

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