Monatsbericht VZ Innovation Lab – Dezember / Januar 2017

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Digitaler Nachlass

Beim Tod eines Menschen ist die korrekte Ausübung des letzten Willens und Übergang seiner Vermögenswerte an die Erben ein wichtiger Akt. Ganze Industrien kümmern sich heute darum und verdienen damit Geld. Durch die digitale Transformation werden immer mehr Güter des Alltags digitalisiert und sind gar nicht mehr physisch vorhanden. Triviales Beispiel ist die Musiksammlung. Oft sind digitale Güter aber auch gar nicht mehr lokal gespeichert (zum Beispiel auf einer Festplatte) sondern liegen in der Cloud oder Blockchains (z.B. Krypto-Währungen). Oft werden die digitalen Werte aber im Hinblick auf die Willensvollstreckung nicht berücksichtigt und gehen vergessen. Manchmal wissen die Erben gar nicht was effektiv vorhanden ist – man denke nur an die unzähligen Accounts wo man nicht mit der „realen“ Identität verknüpft ist. Es ist darum unbedingt zu empfehlen auch den Übergang der digitale Identität und Werte noch zu Lebzeiten zu regeln.

Laut Schweizer Erbrecht fallen digitale Daten ebenfalls in die Erbmasse. Wie hier der Übergang durchgeführt werden soll, ist oft nicht klar geregelt respektive hängt auch von der Art des digitalen Guts ab. So gibt es beispielsweise viele Daten welche zum Bereich des Urheberrechtes gehören. Alle Social Media Zugänge gehören in diese Kategorie. Die grossen Internet Konzerne bieten mittlerweile Möglichkeiten an, zu Lebzeiten vorzusorgen und den digitalen Nachlass zu definieren. So kann man definieren, ab wann sein Konto inaktiv gelten soll und wer Zugriff erhält. Facebook ermöglicht dass sein Profil in einen „Gedenkzustand“ umgewandelt wird.

Der EDÖB (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter) hat einen Leitfaden zum Thema „digitales Erbe“ verfasst [1]. Unter [2] hat ein Bitcoin Besitzer eine umfangreiche Anleitung geschrieben wie er seine Vermögenswerte weitergegeben hat.

Das Österreichische Startup „LifeCompanion“ [3] geht sogar noch einen Schritt weiter und ermöglicht, dass man seinen letzten Willen (respektive mehr seine letzten Botschaften) über digitale Kanäle koordinieren und zusammenfassen kann. Daneben gibt es auch Wissensartikel zum Thema.

 

[1] Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) – Digitales Erbe
https://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00683/01333/index.html?lang=de

[2] Coinwelt – Der Tod & Bitcoin: Wie ich die digitale Erbschaft meiner Familie vorbereitet habe
http://coinwelt.de/2017/01/der-tod-bitcoin-wie-ich-die-digitale-erbschaft-meiner-familie-vorbereitet-habe/

[3] Lifecompanion
http://www.lifecompanion.eu/

Weiterführende Artikel

https://www.nzz.ch/leserdebatte-was-soll-mit-ihrem-digitalen-nachlass-passieren-ld.1307585

https://futurezone.at/digital-life/viele-unklarheiten-bei-digitalem-erbe/296.692.585

Spannungsfeld digitale Kundenschnittstelle

In meiner täglichen Arbeit und von vielen Branchenexperten hört man immer wieder den Ruf, dass man alles digital anbieten müsse. Selber bin ich auch überzeugter Anhänger von digitalen Dienstleistungen und Angeboten. Namhafte Studien zeigen auf, dass (mobilen) digitalen Dienste auch im Finanzbereich die Zukunft gehört. So hat eine Studie der Firma „YouGov“ gezeigt, dass über die Hälfte der Deutschen (56%) mit ihre Bankgeschäfte mobil tätigen oder vor haben dies zu tun [1].

Es gibt jedoch auch Personengruppen welche sich den digitalen Angeboten komplett entzieht. So hat eine Studie des IFZ der Hochschule Luzern dies erforscht [2][3]. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • 12 Prozent der Befragten gehören der Gruppe „Offliner“ an. Diese nutzen weder E-Banking noch Mobile Banking
  • Die Offliner haben ein Durchschnittsalter von 50 Jahren. Damit haben sie ein signifikant höheres Durchschnittsalter als Onliner
  • Rund 60 % der Offliner sind Frauen
  • Je höher der Ausbildungsstand, desto höher die Quote der Nutzung von Online Angeboten

Ebenso wurde bei der Studie erforscht was die Gründe für die Nicht-Nutzung sind. So gaben über 70% an das das Thema Sicherheit sei ein wesentlicher Faktor. Nur 8% haben keinen Zugriff auf das Internet. Ein Grossteil der Befragten (64%) gab auch an, dass das E-Banking zu kompliziert sei oder umständlich (und die heutige Lösung in der Offline Welt schneller und besser sei).

Gemäss dieser Studie zeigt sich also, dass es nur in sehr seltenen Fällen wirklich ein Problem des fehlenden Internet-Zugriff ist.

Das Bundesamt für Statistik hat im November 2017 neue Zahlen zur Internetnutzung vorgelegt. Es ist erstaunlich, dass auch Ende 2017 immer noch 10% der Bevölkerung das Internet überhaupt nicht nutzen. Je weiter man sich in der Alterspyramide bewegt desto höher wird die Zahl.

  • Alter 55-64: 91% nutzen das Internet
  • 65-74: 77%
  • 75+: 45%

Die Statistik hat sich auch gegenüber der letztmaligen Bestandsaufnahme 2014 markant verschoben. So war es beispielsweise in der Altersgruppe von 55-64 vor drei Jahren noch 80% welche das Internet nutzten.

[1] YouGov Studie: Mobile-Banking Apps werden die Bankfiliale der Zukunft
https://www.it-finanzmagazin.de/yougov-studie-mobile-banking-apps-werden-die-bankfiliale-der-zukunft-55714/?nabc=3

[2] HSLU – Welche Kunden sind eigentlich Online Banking-Verweigerer?
https://blog.hslu.ch/retailbanking/2017/10/16/welche-kunden-sind-eigentlich-online-banking-verweigerer/

[3] HSLU – Gründe für die Nicht-Nutzung von E-Banking
https://blog.hslu.ch/retailbanking/2017/10/23/gruende-fuer-nicht-nutzung-von-e-banking/

[4] Netzwoche – 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind offline
http://www.netzwoche.ch/news/2017-11-20/10-prozent-der-schweizer-bevoelkerung-sind-offline

Nennenswerte Marktentwicklungen

Weg frei zur e-Identität

Der Bundesrat hat Mitte November bekannt gegeben, dass bis Sommer 2018 ein Gesetz für die Grundlage von digitalen Identitäten vorhanden sein wird [1]. Der Bund wird dabei nur den gesetzlichen Rahmen vorgegeben. Die Ausgabe der e-Identitäten wird durch private Akteure durchgeführt welche vom Bund zertifiziert sind.

Bis anhin gab es mehrere Interessensgemeinschaften welche im Bereich der e-IDs in einer Konkurrenzsituation unterwegs waren (siehe auch Monatsbericht Juni 2017 [2]). Im Rahmen des nationalen Digitaltags haben sich die CEO der grössten Schweizer Firmen geeinigt eine gemeinsame Umsetzung anzupeilen. So soll Anfang 2018 eine neue Unternehmung namens „Swiss Sign Group AG“ gegründet werden und die Schweizer E-ID aufbauen [3]. Mit Festlegung des rechtlichen Rahmens sowie Konzentration der privaten Kräfte scheint eine schweizweite E-ID welche sich durchsetzen kann in Reichweite zu sein.

[1] Eine staatlich anerkannte digitale Identität: Bundesrat bringt Gesetz bis Sommer 2018
https://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/aktuell/news/2017/2017-11-15.html

[2] Monatsbericht VZ Innovation Lab Juni 2017
https://vzilab.ch/monatsbericht-vz-innovation-lab-juni-2017/

[3] Jetzt aber: Allianz für E-ID in der Schweiz steht
http://www.inside-channels.ch/articles/49446

3. Säule Lösung VIAC

Das Startup VIAC hat mit der Vorsorgestiftung der WIR Bank (Terzo) eine neue total digitale
3. Säule Lösung lanciert. Gemäss Eigenaussage sind die Kosten im Schnitt 65% günstiger. Investiert werden in ETF und Indexfonds. Der Abschluss kann online über Videoidentifikation und Smartphone gemacht werden.

Die günstigste Säule 3a Lösung der Schweiz dank Fintech
http://fintechnews.ch/pfm/viac-saeule-3a-guenstig-fintech/14395/

Homepage Viac
https://viac.ch/

ZKB wird Mitglied bei SIX Fintech Accelerator F10

Die Zürcher Kantonalbank wird neu Mitglied des SIX Fintech Incubator F10. Neben der SIX selber sind PWC Schweiz, Julius Bär, Baloise, Generali bereits Mitglieder. Der F10 Inkubator beherbergt einerseits ausgewählt Startups (welche sich halbjährlich bewerben können für einen Platz) sowie Innovationsbereiche der Mitglieder-Unternehmungen. Der Austausch zwischen allen Parteien soll dabei die Innovation ankurbeln.

Finnews.ch – ZKB will von Fintech lernen
https://www.finews.ch/news/banken/29647-zkb-fintech-f10-inkubator-julius-baer-pwc-generali-baloise

Moneycab – F10 FinTech Incubator & Accelerator Gains ZKB as Corporate Member
https://www.moneycab.com/2017/11/17/f10-fintech-incubator-accelerator-gains-zuercher-kantonalbank-as-corporate-member/

Onlineschalter EasyGov.swiss lanciert

Der Bund hat den neuen Onlineschalter EasyGov Anfang November aufgeschaltet. Dieser soll eine elektronische Abwicklung zwischen Unternehmen und Behörden ermöglichen. Folgende Dienste werde zu Beginn angeboten: Firmengründungen, Anmeldungen bei HR/AHV/MWST und Unfallversicherung, HR-Mutationen, MWST-Transaktionen.

Netzwoche – Onlineschalter EasyGov.swiss ist lanciert
http://www.netzwoche.ch/news/2017-11-07/onlineschalter-easygovswiss-ist-lanciert

EasyGov
https://www.easygov.swiss

Deutsche Bank lanciert Robo-Advisor „Robin”

Die Deutsche Bank hat einen eigenen Robo-Advisor lanciert. Kunden mit einer Mindestinvestitionssumme von 5‘000 Euro können den Dienst nutzen. In der Startupszene wurde der Launch sehr kritisch verfolgt. So weist die Lösung eine frappant hohe Ähnlichkeit zum Robo-Advisor von „Scalable Capital“ aus. Dies betrifft gemäss der Webseite „Finanz-Szende.de“ unter anderem Kundenansprache und grafische Darstellungen.
Deutsche Bank: Robo-Advisor Robin legt euer Geld automatisiert an
http://t3n.de/news/deutsche-bank-robo-advisor-robin-881814/

Exklusiv: Hat die Deutsche Bank (ein klein wenig) bei Scalable Capital abgekupfert?
http://finanz-szene.de/exklusiv-hat-die-deutsche-bank-ein-klein-wenig-bei-scalable-capital-abgekupfert/

UK Fintech Revolut bewirbt sich um Bankenlizenz

Revolut bewirbt sich für eine europäische Bankenlizenz. Revolut bietet eine mobile, digitale App mit welcher man die wichtigsten Banktätigkeiten machen kann. Das Fintech zählt heute schon über 1 Mio Kunden und beschäftigt 260 Mitarbeiter. Im Sommer erhielt Revolut in einer Series-B Founding Round Gelder von rund 66 Mio USD. Laut Eigenaussage soll Revolut auch in der Schweiz bereits 20‘000 Kunden haben.

Revolut hat zudem bekannt gegeben, den Handel mit Kryptowährungen zu unterstützen. Ab 6.12. kann man in der Revolut App Bitcoin, Ether & Litecoin kaufen. Es wird dabei effektiv die Kryptowährungen gekauft und nicht ein hinterlegtes strukturiertes Produkt.

Revolut
https://www.revolut.com/?lang=de

Tagesanzeiger – Britischer Jungunternehmer schockt Schweizer Banker
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/britischer-jungunternehmer-schockt-schweizer-banker/story/18158234

TechCrunch – Revolut is applying for a European banking license to become a true bank
https://techcrunch.com/2017/11/07/revolut-is-applying-for-a-european-banking-license-to-become-a-true-bank/?ncid=rss

N26 kündet Markteintritt in UK an

Das deutsche Fintech N26 hat angekündet Anfang 2018 in UK seine Dienstleistungen anzubieten. N26 war bisher in vielen anderen Ländern aktiv (siehe Liste unter Links). Die beiden grössten Märkte mit UK und den USA waren aber noch nicht verfügbar.

UK, WE’RE ON OUR WAY. N26 IS COMING TO THE UK EARLY 2018
https://n26.com/uk-launch-2018/

N26 in Europa
https://support.n26.com/read/000001280?locale=de

Interessante Lösungen

Chatbots bei CS, Postfinance und Swissquote

Die ob genannten Institute lancieren digitale Chat-Assistenten. Damit sollen Kunden auch ausserhalb der Öffnungs-/Bedienzeiten via Chat Hilfe angeboten werden.

Die Lösung von Credit Suisse wird hierbei über den Facebook Messenger betrieben – scheint aber aktuell noch nicht zugänglich. Die Lösung von Swissquote wird über das eigene soziale Netzwerk Pulse angeboten. Einzig die Lösung von Postfinance kann man heute schon öffentlich ausprobieren.

Ich habe mich etwas mit dem Chatbot vergnügt und finde die Lösung sehr gelungen. Man merkt jederzeit, dass man mit einer Maschine kommuniziert und es wird nicht ein Mensch vorgegaukelt. Auch die Text-/Intentionserkennung funktioniert sehr gut und die angebotenen Dienste/Informationen waren gut stimmig.

HSLU – Credit Suisse und Swissquote lancieren Chatbots
https://blog.hslu.ch/retailbanking/2017/11/21/credit-suisse-und-swissquote-lancieren-chatbots/

Medienmitteilung Postfinance
https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/medien/newsroom/medienmitteilungen/postfinance-ist-das-erste-schweizer-finanzinstitut-mit-einem-chatbot.html

Postfinance – Chatbot ausprobieren
https://www.postfinance.ch/de/privat/support/chat.html

Open Banking Hub Swisscom & Deutsche Bank

Im Monatsbericht Juli 2017 habe ich über das Thema Open Banking und PSD2 geschrieben [1]. Ich bin überzeugt, dass für die Banken nur ein offensiver Umgang mit dem Thema gewinnbringend ist. Eine rein regulatorische Betrachtung sehe ich als falsch an.

Die Swisscom hat im November eine digitale Plattform angekündigt mit welcher sie einen Hub-Funktion anbieten will. Anstatt das einzelne Institute miteinander direkt Schnittstellen etablieren, können diese über diesen Hub aufgebaut werden. So ist es auch möglich, dass beispielsweise Fintechs ihre Dienstleistungen an viele Parteien mehr oder weniger einfach anbieten können.

IT-Magazin – Open Banking Hub von Swisscom für digitalen Austausch zwischen Banken
http://www.itmagazine.ch/Artikel/65930/Open_Banking_Hub_von_Swisscom_fuer_digitalen_Austausch_zwischen_Banken.html

Finnews – Swisscom besetzt das heisseste Thema im Banking überhaupt
https://www.finews.ch/news/banken/29487-swisscom-api-schnittstelle-open-banking-hub-soba-apiax-gryves-zoa-financial-life-goals-ca-technologies?start=1

Einen sehr radikalen Weg geht die Deutsche Bank. Sie bietet ab sofort eine öffentlich zugängliche Programmierschnittstelle für Drittparteien an. Dabei geht sie aber deutlich über den geforderten Mindeststandard von PSD 2 hinaus. Der Zugriff unterliegt starken Sicherheits- und Datenstandards. Trotzdem haben sich bereits mehr als 1000 Entwickler registriert. Zugriff erhalten die Entwickler/Drittparteien natürlich nur wenn der Kunde sie explizit freigibt.

IT Finanzmagazin – dbAPI – mehr als PSD2-API: Deutsche Bank öffnet Schnittstelle für Entwickler und FinTechs
https://www.it-finanzmagazin.de/dbapi-psd2-api-deutsche-bank-schnittstelle-61208/

Paypal Moneypool

Paypal hat eine neue Dienstleistung namens Moneypool gestartet. Damit ist es möglich gemeinsam mit Freunden für ein Ziel Geld zu sammeln. Beispielsweise für ein Gruppengeschenk, einen Anlass oder ähnliches. Moneypool ist dabei integrierbar in Email, Facebook, Whatsapp und SMS.

Paypal MoneyPool
https://www.paypal.com/webapps/mpp/money-pools

IT Magazine – Paypal startet neuen Service Moneypool
http://www.itmagazine.ch/Artikel/65980/Paypal_startet_neuen_Service_Moneypool.html

Ausbildungsartikel des Monats

Das Thema künstliche Intelligenz respektive Machine Learning wird immer wichtiger. Ich bin auch im Monatsbericht November 2017 auf das Thema eingegangen. Aus meiner Sicht ist es zentral, dass ich auch als Nicht-ITler hierbei eine Übersicht habe und die grundlegende Funktionsweise verstanden habe. In Zukunft werden viele Lebensbereiche und Anwendungen auf den Algorithmen dieser Technologien beruhen. Nachfolgend sind drei sehr gute Videos welche das ein mal eins näher bringen.

Das erste Video stammt vom SRF und der Sendung Einstein. Es bietet einen sehr einfachen und guten Einstieg in das Thema. Dauer ca. 9 Minuten.

SRF Einstein – Dr. Watson – Krebsdiagnose aus dem Elektronenhirn
https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/dr–watson—krebsdiagnose-aus-dem-elektronenhirn?id=6860d7b7-e3b2-463c-9280-ae90f575c5ed&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7

 

Das zweite Video stammt von Professor Grewe von der ETH Zürich und wurde im Rahmen der Science City aufgezeichnet. Es bietet einen guten Überblick wo und wie die Technologien im Alltag eingesetzt werden könnten und vermittelt daneben werden auch gewisse theoretische Grundlagen. Es ist sehr verständlich. Dauer ca. 30 Minuten.

http://www.video.ethz.ch/campus/treffpunkt-science-city/2017/fruehling/vorlesungen/1a0b7fbd-a521-4f93-8610-2e54452dd21f.html

Wer sich etwas intensiver mit den Algorithmen dahinter auseinandersetzen möchte, findet bei Udacity eine gute Einführung. Hier werden die Prinzipien und statistischen Hintergründe erläutert. Es bleibt dabei aber gut verständlich und komplizierte mathematische Hintergründe bleiben erspart. Dauer ca. 30 Minuten.

 

Gadget des Monats – Refind.com

Das Gadget dieses Monats ist ausnahmsweise keine Hardware, sondern eine Software respektive Webdienst.

Social Media, Boomarking, „Später Lesen“-Dienste. Gibt es alles schon, und dies auch in mehrfacher Ausführung. Refind.com kombiniert genau diese in einem neuen, einzigartigen Dienst. So werden aufgrund aller gespeicherten Bookmarks automatisch Schlagtwörter vergeben und mittels Machine Learning Themengebiete definiert. Diese Themengebiete kann man als Benutzer abonnieren und der Dienst schlägt einem sinnvolle und von vielen gelesene/empfohlene Webseiten vor. Ausserdem kann ich anderen Personen folgen und sehe was für Seiten sie bookmarken und einen Newsletter für meine Follower publizieren. Auch ist es möglich, dass ich mir Links für später markieren kann und diese offline später lesen kann. Spannend ist auch das Geschäftsmodell um neue Benutzer auf die Plattform zu bringen. So erhalten Benutzer welche früh dabei sind/waren und sich aktiv in der Community betätigen Coins. Diese Coins erhalten –sofern Refind.com erfolgreich ist – später als Gewinnausschüttung einen Gegenwert.

Einzigartig macht für mich die Qualität der Empfehlungen. Ich habe schon viele, viele Dienste gesehen welche Inhalte empfehlen, aber noch keinen mit einer solch hohen Qualität und Relevanz. Wie nur wenige Dienste/Apps hat sich Refind innerhalb kürzester Zeit einen Platz in meinem digitalen Leben ergattert.

Der Dienst wurde übrigens vom Schweizer Dominik Grolimund gestartet. Grolimund hat bereits den Speicherdienst Wuala und die Job-Matching Plattform „Silp“ gegründet und erfolgreich verkauft.

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