Just Miles – Motorfahrzeugversicherung mal anders

Durch die Digitalisierung werden ganz neue Geschäftsmodelle möglich welche bis anhin überhaupt nicht machbar waren.

So hat das InsurTech-Startup “Just Miles” aus Grossbritannien das Geschäftsmodell, dass nach gefahrener Strecke versichert wird.

Neben einer monatlichen Grundgebühr kommt ein flexibler Betrag hinzu welcher sich ableitet von der exakt gefahrenen Kilometeranzahl. Gemessen wird dies indem im Auto ein kostenloser Tracker angebracht wird.

Ich finde den Ansatz sehr interessant dass unter Zuhilfenahme von neuen – digitalen – Mitteln, neue und in der Regel auch individuellere Angebote geschnürt werden.

 

Quelle: Just Miles – Car insurance you pay by the mile

23 Dinge welche ein intelligenter Computer besser/schneller/günstiger kann als ein Mensch

Seth Godin dürfte dem einen oder anderen ein Begriff sein, hat er doch diverse bekannte Bücher zu Marketing- und Internetthemen geschrieben.

In seinem Blog hat er eine simple Zusammenstellung gemacht mit Tätigkeiten welche wohl in naher Zukunft (teilweise schon heute) durch intelligente Computer (=Computer mit künstlicher Intelligenz :-)…) übernommen werden können. So nennt er Tätigkeiten wie

  • Wettervorhersage
  • Bewässerung von Pflanzen
  • Röntgenbilder analysieren
  • Flüge buchen

Seth’s Blog: 23 things artificially intelligent computers can do better/faster/cheaper than you can

Ich finde die Zusammenstellung sehr treffend. Es wird nicht so sein, dass in Zukunft alle Jobs durch Roboter und künstliche Intelligenz übernommen werden (können). Jedoch gibt es Tätigkeiten welche sich sehr gut eignen und aus Automatisierungssicht auch keine Herausforderung mehr darstellen. Oft wird die Qualität durch eine Automatisierung auch höher.

Karte zeigt Metropolen der Zukunft

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky hat im Rahmen ihres 20 Jahresjubiläum eine interaktive Karte veröffentlicht welche einen Blick auf die Zukunft der Städte zeigen soll.

Eine Gruppe von “Futorologen” und Experten beleuchten dabei verschiedene Szenarien und Vorhersagen. Das Ganze kommt in einer sehr interaktiven und lebendigen Art und Weise daher. Sollte man sich unbedingt mal ansehen (alleine nur schon wegen der Aufbereitung!). Man hat auch die Möglichkeit sich selber zu beteiligen und mittels Voting mitzumachen ob man die Vorhersage teilt.

Via: Karte zeigt Metropolen der Zukunft

Link: https://2050.earth/

25 spannende Start-ups aus der Sicht von CNBC

Datei:CNBC logo.svg

CNBC hat eine List von spannenden und aufstrebenden jungen Start-ups zusammengestellt.

The inaugural CNBC Upstart 25: Promising young start-ups

Es hat darunter ein paar interessante Unternehmungen.

  • Ellevest. Ein Roboadvisor speziell zugeschnitten auf Frauen und deren Bedürfnisse. Das interessante ist nicht der Roboadvise-Teil, sondern mehr wie stark hier eine Emotionalisierung und Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe gemacht wird. Die Website kommt auch entsprechend daher.
  • PymetricsMittels eines Spiels wird eine neurowissenschaftliche Bewertung von Bewerbern durchgeführt. Dies gemixed mit Big Data Ansätzen ermöglicht nun geeignete Kandidaten für Unternehmen und deren Stellen zu finden. Pymetrics verspricht (Eigenaussage) 20-50 % weniger “Schwundquote”.
  • DronedeployIst eine Softwareplattform welche es ermöglicht mit handelsüblichen Drohnen ein “3d Luftbildmapping” vorzunehmen. Damit können Bauern beispielsweise ihre Felder oder Baufirmen Baustellen besser überwachen.
  • fire.glass. Ist eine Softwarelösung welches es ermöglicht sicherheitskritische Anwendung in einem speziellen Modus zu betreiben mit welchem die üblichen Hackermethoden nicht funktionieren.
  • InHerSight. Das Angebot von InHerSight ist an sich nichts Neues: es ermöglicht die Bewertung von Arbeitgebern. Interessant hingegen ist die Zielgruppenadressierung (ähnlich wie bei Ellevest). So stehen Frauen und deren Bedürfnisse im Zentrum (flexible Arbeitszeiten, Schwangerschaftsauszeit, Krippenunterstützung etc.). Die Fokussierung auf eine spezielle Zielgruppe bringt in der digitalen Welt eine Möglichkeit sich zu differenzieren.
  • Scalable Capital. Ebenfalls auf der Liste ist der deutsche Roboadvisor. Hervorgehoben wird ein spezielles Risikomodell welches genutzt wird im Rahmen der Asset Allocation. Laut Eigenangaben wachsen die Assets under Management 7.5 Mio $ pro Woche.

 

 

Was ist die digitale Transformation?

Bildergebnis für quote symbol

Ulrich Spiesshofer (CEO von ABB) hat in einem NZZ Gastkommentar das Thema digitale Transformation sehr prägnant auf den Punkt gebracht.

Artikel: Was einen CEO um den Schlaf bringt (Printausgabe vom 07.04.2017)

Insbesondere das Zitat von McKinsey trifft den Nagel auf den Kopf.

«Das Digitale ist nicht irgendein Ding – es ist eine neue Art, Dinge zu tun. Viele Unternehmen bemühen sich um die Entwicklung einer digitalen Strategie. Stattdessen sollten sie sich vielmehr bemühen, das Digitale in alle Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit zu integrieren – von Vertriebskanälen, Prozessen und Daten bis zu Geschäftsmodellen, Incentives und zur Unternehmenskultur. …»

 

Die Selbstbestätigungs-Falle

Bildergebnis für filter bubble

In letzter Zeit ist vermehrt von der sagenumwobenen “Filterblase” die Rede in welcher wir uns im digitalen Alltag bewegen. Doch was steckt dahinter?

Einerseits kann man sich das sehr lesenswerte Buch von Eli Pariser zu Gemüte führen. Anderseits hat das Online Magazin des ORF “Futurezone” und dessen Autor Florian Aigner einen kurzen und prägnanten Artikel über das Thema verfasst. Darin wird eine Studie eines englischen Psychologen vor über fünfzig Jahren (!) referenziert.

Ich finde den Artikel äussert lesenswert und empfehlen ihn allen (Lesezeit 5 Minuten)

 

Was haben die Zahlen 2-4-6 mit unserer politischen Einstellung zu tun? Ein psychologisches Experiment zeigt, wieso wir so oft an dummen Ideen festhalten.

Quelle: Die Selbstbestätigungs-Falle – futurezone.at (4 Minuten geschätzte Lesezeit)

70 Facebook Likes = Umfassendes Persönlichkeitsprofil

Man kann es sich kaum vorstellen – ist aber wissenschaftlich unterlegt (und das schon seit 2012). Anhand von 70 Facebook Likes kann ein Algorithmus ein umfassendes Persönlichkeitsprofils eines Menschen anlegen welches genauere Zukunftseinschätzungen machen kann als Freunde. Das geht soweit dass ab 150 Likes eine bessere Einschätzung als die der Eltern und bei 300 Likes als der Partner gemacht werden kann.

Es braucht kein Big Data Studium zum Erahnen was alles damit machbar ist. In Fachkreisen redet man hier von “Microtargeting”.

Wer es selber mal ausprobieren will kann auf die Seite der Cambridge University gehen und kann es dort anhand seines eigenen Profils ausprobieren. Voraussetzung sind aber mindestens 70 Likes :-). https://applymagicsauce.com/demo_likes.html

Via: http://www.notch-interactive.com/de/blog/2017/03/17/psychometrie-als-grundlage-von-microtargeting/

Studie (PDF): http://www.pnas.org/content/110/15/5802.full.pdf

 

Blockchain in der Schweiz – aktuelle Umfrage von IBM

IBM hat eine Umfrage unter mehr als 50 Entscheidungsträgern von Unternehmen unterschiedlichster Branchen in der Schweiz zum Thema “Adaption der Blockchain” durchgeführt.

Allgemein kann man sagen, dass Blockchain als Thema mittlerweile auch in den Führungsetagen angekommen ist. Jedoch weiss man vielerorts noch nicht wie man damit umgehen soll. Als Vorreiter bei der Auseinandersetzung mit der Blockchain setzen sich vor allem die Distributions- sowie Finanzbranche in Szene. Das macht natürlich Sinn, da in diesen Branchen ein grosses Potential an Effizienzgewinn vorhanden ist (gleichzeitig auch ein grosses Disruptionspotential…). Als grösste Hürden bei der Adaption der Blockchain werden die mangelnde Reife der Technologie/Ökosysteme, Zeitdruck aufgrund das Daily Business sowie das Fehlen von Knowhow(-Träger) angegeben.

Bedenklich stimmt aber auch die Zahl von knapp 30% welche sich für die Blockchain nicht interessieren und aktuell das Thema nicht einmal adressieren.

Ich empfehle die Studie sehr zur Lektüre.

Studie (PDF – 36 Seiten Präsentation) : Blockchain Adoption in Switzerland

Quelle: https://www.ibm.com/de-de/blogs/think/2017/03/30/blockchain-effizienz/

Men at work – in 30 Jahren?

Kein Bild stellt die Zukunft der Robotik so gut dar, wie diese Illustration.

Men at work - 30 years from now

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir – zumindest in den nächsten 10-20 Jahren – nicht von künstlicher Intelligenz mehrheitlich abgelöst werden. Vielmehr wird es darauf hinauslaufen, dass schwierige und gefährliche Jobs durch Roboter übernommen werden. Mir kommen hierbei viele Szenarien in den Sinn – Tunnelbau, Gebäudebau, Inspektion von Höhlen & Tunnels, Rettungseinsätze in brennenden Gebäude….

Wie wird das Leben in 5 Jahren sein nach Einschätzung von IBM

Wie wird unser Leben in 5 Jahren aussehen? IBM publiziert regelmässig eine solche Vorhersage und wagt den Blick in die Glaskugel.

Ich finde die Vorhersagen sehr spannend, bin aber nicht überzeugt dass diese schon bis 2022 eintreffen werden. Insbesondere die Vision des “Supervision” dünkt mich doch ein bisschen gar utopisch. Aber wer weiss….

Und wie geht das mit dem Fortschritt….”Der Mensch überschätzt was in einem Jahr erreicht wird, und unterschätzt was in 10 Jahren erreicht wird.”

Quelle: IBM Just Posted 5 Predictions About What Life Will Be Like in 2022

© 2017 VZ Holding AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.