Die Selbstbestätigungs-Falle

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In letzter Zeit ist vermehrt von der sagenumwobenen „Filterblase“ die Rede in welcher wir uns im digitalen Alltag bewegen. Doch was steckt dahinter?

Einerseits kann man sich das sehr lesenswerte Buch von Eli Pariser zu Gemüte führen. Anderseits hat das Online Magazin des ORF „Futurezone“ und dessen Autor Florian Aigner einen kurzen und prägnanten Artikel über das Thema verfasst. Darin wird eine Studie eines englischen Psychologen vor über fünfzig Jahren (!) referenziert.

Ich finde den Artikel äussert lesenswert und empfehlen ihn allen (Lesezeit 5 Minuten)

 

Was haben die Zahlen 2-4-6 mit unserer politischen Einstellung zu tun? Ein psychologisches Experiment zeigt, wieso wir so oft an dummen Ideen festhalten.

Quelle: Die Selbstbestätigungs-Falle – futurezone.at (4 Minuten geschätzte Lesezeit)

70 Facebook Likes = Umfassendes Persönlichkeitsprofil

Man kann es sich kaum vorstellen – ist aber wissenschaftlich unterlegt (und das schon seit 2012). Anhand von 70 Facebook Likes kann ein Algorithmus ein umfassendes Persönlichkeitsprofils eines Menschen anlegen welches genauere Zukunftseinschätzungen machen kann als Freunde. Das geht soweit dass ab 150 Likes eine bessere Einschätzung als die der Eltern und bei 300 Likes als der Partner gemacht werden kann.

Es braucht kein Big Data Studium zum Erahnen was alles damit machbar ist. In Fachkreisen redet man hier von „Microtargeting“.

Wer es selber mal ausprobieren will kann auf die Seite der Cambridge University gehen und kann es dort anhand seines eigenen Profils ausprobieren. Voraussetzung sind aber mindestens 70 Likes :-). https://applymagicsauce.com/demo_likes.html

Via: http://www.notch-interactive.com/de/blog/2017/03/17/psychometrie-als-grundlage-von-microtargeting/

Studie (PDF): http://www.pnas.org/content/110/15/5802.full.pdf

 

Blockchain in der Schweiz – aktuelle Umfrage von IBM

IBM hat eine Umfrage unter mehr als 50 Entscheidungsträgern von Unternehmen unterschiedlichster Branchen in der Schweiz zum Thema „Adaption der Blockchain“ durchgeführt.

Allgemein kann man sagen, dass Blockchain als Thema mittlerweile auch in den Führungsetagen angekommen ist. Jedoch weiss man vielerorts noch nicht wie man damit umgehen soll. Als Vorreiter bei der Auseinandersetzung mit der Blockchain setzen sich vor allem die Distributions- sowie Finanzbranche in Szene. Das macht natürlich Sinn, da in diesen Branchen ein grosses Potential an Effizienzgewinn vorhanden ist (gleichzeitig auch ein grosses Disruptionspotential…). Als grösste Hürden bei der Adaption der Blockchain werden die mangelnde Reife der Technologie/Ökosysteme, Zeitdruck aufgrund das Daily Business sowie das Fehlen von Knowhow(-Träger) angegeben.

Bedenklich stimmt aber auch die Zahl von knapp 30% welche sich für die Blockchain nicht interessieren und aktuell das Thema nicht einmal adressieren.

Ich empfehle die Studie sehr zur Lektüre.

Studie (PDF – 36 Seiten Präsentation) : Blockchain Adoption in Switzerland

Quelle: https://www.ibm.com/de-de/blogs/think/2017/03/30/blockchain-effizienz/

Men at work – in 30 Jahren?

Kein Bild stellt die Zukunft der Robotik so gut dar, wie diese Illustration.

Men at work - 30 years from now

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir – zumindest in den nächsten 10-20 Jahren – nicht von künstlicher Intelligenz mehrheitlich abgelöst werden. Vielmehr wird es darauf hinauslaufen, dass schwierige und gefährliche Jobs durch Roboter übernommen werden. Mir kommen hierbei viele Szenarien in den Sinn – Tunnelbau, Gebäudebau, Inspektion von Höhlen & Tunnels, Rettungseinsätze in brennenden Gebäude….

Wie wird das Leben in 5 Jahren sein nach Einschätzung von IBM

Wie wird unser Leben in 5 Jahren aussehen? IBM publiziert regelmässig eine solche Vorhersage und wagt den Blick in die Glaskugel.

Ich finde die Vorhersagen sehr spannend, bin aber nicht überzeugt dass diese schon bis 2022 eintreffen werden. Insbesondere die Vision des „Supervision“ dünkt mich doch ein bisschen gar utopisch. Aber wer weiss….

Und wie geht das mit dem Fortschritt….“Der Mensch überschätzt was in einem Jahr erreicht wird, und unterschätzt was in 10 Jahren erreicht wird.“

Quelle: IBM Just Posted 5 Predictions About What Life Will Be Like in 2022

Facebook auf dem Fernseher

Facebook hat vor kurzem eine neue App für Apple TV lanciert mit welcher man auf dem Fernseher interessante Videos welche aus dem Freundeskreis geteilt wurden anschauen kann.

Details findet man bei Techchrunch: https://techcrunch.com/2017/03/01/facebook-releases-facebook-video-app-on-apple-tv/

Interessant ist, dass Facebook probiert hier einen neuen Kanal für seine Inhalte zu bespielen. Aktuell wird meist das Mobiltelefon für das Konsumieren und Teilen der Inhalte verwendet. Bekanntlich hat das TV-Gerät aber immer noch eine hohe Relevanz (und sei es nur als Second Device).

EU öffnet Bankkonti mit der Brechstange

Ab nächsten Januar müssen Banken im EU-Raum Drittfirmen Zugang zu den Bankkonten ihrer Kunden geben (sofern der Kunde das natürlich wünscht). Im Fachjargon nennt man das PSD 2 (Payment Services Directive 2) und war in diesem Blog auch schon Thema (z.B. Banken als Plattform: Wie PSD2 die Finanzwelt verändert).

Was dies für einen Einfluss auf die Banken haben wird ist umstritten. Es geht von praktisch null zu 30-40% Einbussen auf dem Ertrag.

Die NZZ am Sonntag vom 26.3.2017 hat hierzu einen interessanten Artikel veröffentlicht. EU öffnet Bankkonti mit der Brechstange | NZZ am Sonntag

Doch was steckt überhaupt hinter dem PSD 2? Das European Payments Council (EPC) hat versucht dies in einer Infografik aufzuzeigen.

EPC Infographics PSD2

Quelle: http://www.europeanpaymentscouncil.eu/

 

MIT testet Roboter, der Gedanken lesen kann

Das folgende Video muss man gesehen haben. Es zeigt wie eine Testperson ein EEG-Monitor trägt und gegenüber ein Roboter (genauer Baxter) Gegenstände sortiert. Macht dieser einen Fehler und die Testperson bemerkt es, wird das über die Gehirnströme an Baxter übertragen und er korrigiert sich.

Die Messung von Gehirnströmen und das Erkennen von Intentionen ist jetzt nichts wahnsinnig Neues. Jedoch finde ich den Ansatz mit der Kombination von Roboter und Mensch spannend. Experten gehen davon aus, dass in mittlerer Zukunft nicht Roboter mit künstlicher Intelligenz Jobs übernehmen, sondern dass sie die Menschen mehr und mehr unterstützen bei ihrer Arbeit mittels künstlicher Intelligenz und Roboter (sog. cognitive working).

10 Startups, die man 2017 kennen sollte

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Das WIRED Magazin stellt in seinem Blog zehn Startups vor welche im 2017 für Furore Sorgen könnten. Dabei handelt es sich nicht um Startups aus dem Finanzsektor sondern aus allen Bereichen.

Sehr spannend finde ich die Startups „Octane.ai“ (Erstellung und Managen von Chatbots) und Zipline (Drohnen für humanitäre Zwecke in Katastrophen- und Kriegsgebieten).

Quelle: 10 Startups, die man 2017 kennen sollte

Banking on Bitcoin (2016) – IMDb

Bist Du interessiert an den Hintergründen von Bitcoin? Nicht unbedingt an der technischen Funktionsweise im Detail, sondern mehr der Geschichte und Entstehung? Der Film „Banking on Bitcoin“ erfüllt genau das. In rund 90 Minuten wird alles Wichtige rund um Bitcoin erklärt und aufgezeigt wie es dazu kam, wer dahintersteht (oder eben nicht), was die rechtlichen und regulatorischen Probleme waren und immer noch sind.

Ich empfehle den Film ohne Vorbehalte. Er ist einerseits sehr spannend und kurzweilig, anderseits zeigt er auch die Probleme und Vorbehalte gegenüber einer digitalen Währung gut auf. Gleichzeitig wird aber auch aufgezeigt wir das Establishment allzuweil etwas hilflos reagiert wenn etwas Neues und Unbekanntes an Bestehendem rüttelt.

Quelle: Banking on Bitcoin (2016) – IMDb

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